Der Notarzt

 


Über meine erste Begegnungen mit dem Notarzt Dr. B. habe ich schon in meinem Bericht "Der Todeszeitpunkt" u.a. ausführlich berichtet.

Trotzdem möchte ich seine Aussagen hier noch einmal wiederholen und werde dann chronologisch weiter über meine Gespräche, die telefonisch stattfanden, berichten. Leider habe ich diese Telefonate nicht aufgenommen, was er auch sicherlich nicht zugelassen hätte. 

Aber ich habe jedes Wort danach protokolliert, denn es waren sehr skurrile Gespräche.

Am 10.04.2023 um ca. 12.45 Uhr teilte mir Dr. B. mit, als ich bei Homers Wohnung ankam: "Wir tun, was wir können". Was mich glauben liess, Homer lebte zu dem Zeitpunkt noch und er hatte etwas mit dem Herzen.

5 Minuten - denn um 12.50 Uhr - bei meiner zweiten Begegnung mit Dr. B., teilte er mir mit, dass Homer verstorben wäre und sie (er und der Rettungsdienst) "nichts mehr für ihn tun konnten".

Namentlich hatte sich dieser Arzt bei mir nicht vorgestellt. Und am 10.04.2026 gab' es auch keine weiteren Berührungspunkte zwischen ihm und mir mehr.

Ich erfuhr durch den Notfallseelsorger, dass Homer mit diesem Kabelbinder um den Hals gefunden worden war und von Suizid ausgegangen wurde.

In den Wochen nach Homers Tod beschäftigte ich mich intensiv damit, wie er sich mit diesem Kabelbindern und den Handschuhen genau umgebracht haben könnte. Ich meldete mich in Selbstmordforen und -gruppen an. 

Wobei reine Selbstmordforen gibt es so gar nicht mehr. Das läuft alles unter "Sterbehilfe", wo sich die ganzen suizidalen Leute tummeln und je nach Leitung des Forums oder der Gruppe sich recht offen über Suizidmethoden austauschen.

Kabelbinder als Methode kannte niemand. Die Handschuhe mit Sandeinlage, die Homer ja auch noch getragen hatte, konnte sich auch niemand erklären.

Es gab' von Anfang an  Unklarheiten, wegen Homers Beerdigung und wann er freigegeben werden würde (da kommen noch ausführliche Berichte zu).  

Ich hatte im Mai 2023 nur eine Kopie von diesen - ich nenne ihn immer "Transportschein", so heisst der aber nicht - den ich unterschreiben musste, bevor Homer von einem Bestattungsunternehmen mitgenommen wurde. 

Auf diesem Schein steht oben Todesermittlungssache, dann eine Tagebuch-Nr. und das Datum 10.04.2023. Dann kommen - Punkt 1 - Homers Daten - Name - Anschrift.

Unter Punkt 2 ist angekreuzt: (Ziffer 2.3.)  "Der Leichnam wurde sichergestellt gem. §§ 26 27 Nds. SOG.  

Punkt 3: Für Dez. 21 Auftrag für Bergung und Transport an den Vertragspartner

Transport von: s.o. nach Friedhof Lahe!

Auftragszeit: 10.04.2023 - Uhrzeit: 15.17 Uhr  

Anmerkung: Dieser Zeitpunkt passt nicht mit meinem Protokoll über diesen Vormittag überein. (Siehe auch Bericht: "Der Todeszeitpunkt") .

Homer wurde schon um ca. 14.25 Uhr von diesem Transportunternehmen in einem Sarg aus seiner Wohnung in den Leichenwagen getragen.

Es kann natürlich sein, dass oben in der Wohnung noch Formalien ausgetauscht wurden zwischen diesem Unternehmen und dem Kriminaldauerdienst.

Dieses Bestattungsunternehmen, welches Homer zum Friedhof Lahe transportiert haben soll, befindet sich ein paar Strassen weiter von Homers Wohnung entfernt. Ich kann mich daran erinnern, dass der Leichenwagen auch kurz nach dem Transport um ca. 14.30 Uhr wegfuhr mit meinem Homer. 

Ob noch ein Mitarbeiter von diesem Unternehmer oben in Homers Wohnung war, weiss ich nicht.

Punkt 4: Hinweis für die Angehörigen:

Angehörigenverhältnis: "LAG ist seit ca. 19 Jahren" 

LAG bedeutet "Lebensabschnittsgefährtin" - und ich frage mich wie die immer auf die "19 Jahre" kommen. Das steht ja auch in den Todesermittlungsberichten.

Ich habe Homer 2005 kennengelernt. Ein Paar waren wir seit Februar 2006. Das sind nach "Adam Riese" 2023 - 16 Jahre( Anfang 17. Jahr) und nicht 19 Jahre.

Dann kommt mein Name und Anschrift und der Absatz wo ich unterschreiben musste:

Ich wurde darauf hingewiesen, dass der Leichnam gem. Ziffer 2.3.:

Sichergestellt/beschlagnahmt wurde und dass ich nach Aufhebung der Maßnahme auf eigene Kosten einen Bestatter meiner Wahl mit der Bestattung beauftragen kann.

Mir ist bekannt, dass gem. § 159 Abs. 2 StPO zur Bestattung die schriftliche Genehmigung der Staatsanwaltschaft erforderlich ist.

Das musste ich unterschreiben. Da hatte ich keine Wahl.

Der Beamte R. vom Kriminaldauerdienst unterschrieb' dieses Formular auch.

Mit wurde dazu gesagt, bei allen Nachfragen, wo auch immer, müsste ich immer die o.g. Tagebuch-Nr. angeben, dann bekäme ich Auskunft.

Ich rief die Tage danach überall an, beim KDD, bei der Staatsanwaltschaft - ich hatte ja keine Ahnung, wie lange so eine "Beschlagnahmung" dauern würde. Ich wollte mich um die Beerdigung kümmern, war aber ausgebremst.

Und natürlich zweifelte ich ja schon, auf meiner Heimfahrt von Homers Wohnung am 10.04.2023 an einen mutmaßlichen Suizid, aufgrund der bis dahin von mir wahrgenommenen Indizien.

Über die Gespräche mit dem KDD und der Staatsanwaltschaft berichte ich noch ausführlich.

Auf jeden Fall, Anfang Mai 2023, nachdem ich von der Staatsanwaltschaft die telefonische Auskunft erhalten hatte, dass Homer "wohl" frei gegeben war, rief ich beim Friedhof in Lahe an.

Mein Kardinalfehler in dieser Zeit war es, dass ich fast alles versuchte telefonisch zu klären, anstatt schriftlich. Auf diesem Zettel mit der Tagebuch-Nr., den ich unterschrieben hatte, steht ja ausdrücklich, dass die Staatsanwaltschaft eine "schriftliche Genehmigung" mir geben würde, dass der Leichnam freigegeben war.

Die hatte ich aber NIE erhalten. Sondern ich hatte nur diese telefonischen Auskünfte, die ich zwar protokollierte, die aber wenn es hart auf hart kommt, immer in Zweifel gezogen werden - Aussage gegen Aussage. Und da ist klar, wer mutmaßlich siegen wird - der in der "stärkeren Position".

Auch beim Friedhof in Lahe rief ich nur an, anstatt es schriftlich zu machen. Hier sprach ich mit mehreren Mitarbeitern, die im Gegensatz zur Justiz und dem KDD, sehr respektvoll zu mir waren und sich bemühten.

Homer war lt. deren Aussage auf dem Friedhof Lahe angekommen. Er war dort zu dem Zeitpunkt angeblich noch in der Kühlung. Er wäre noch nicht kremiert worden bzw. dafür freigegeben,

 "da der Totenschein nicht richtig ausgestellt wurde und nun ein neuer Totenschein erstellt werden müsste".  

Was genau "falsch" ausgestellt war und wer den "neuen Totenschein" erstellen würde, konnten sie mir nicht sagen. 

Also, musste ich mit dem Notarzt Dr. B. - von dem ich im Mai 2023 noch nicht den Namen wusste - Kontakt aufnehmen und den fragen.

Ich schrieb' dafür  am 07.05.2023 das Krankenhaus Gehrden an, was mir logisch erschien, dass dieser Notarzt von dort geschickt worden war. Das ist das nächstliegende Krankenhaus hier in der Gegend.

Von dem Krankenhaus Gehrden bekam ich gleich am nächsten Tag am 08.05.2023 von einem Herrn D. eine Antwort. 

"Das Krankenhaus hätte keinen Rettungsdienst und es wäre sicherlich der Rettungsdienst ASB Barsinghausen und hier Kollegen aus der Rettungswache Standort Gehrden geschickt worden." 

Da sollte ich nachfragen. 

Ich schrieb' am 11.05.2023 u.a. Folgendes an den ASB Barsinghausen-Rettungswache Gehrden:

...... habe ich nicht nach dem Namen des Arztes gefragt, der den Totenschein ausgestellt hatte.

Mittlerweile ist ein Monat ins Land gegangen und mein Partner wurde immer noch nicht eingeäschert, weil lt. dem Krematorium Lahe, wo er hingebracht wurde, der Totenschein "nicht richtig ausgefüllt" gewesen war und ein neuer ausgestellt werden muss. ..."

Meine Frage an Sie ist, wer war der Arzt, der am 10.04.2023 vor Ort war? Ich habe Fragen, da die Todesursache offensichtlich nicht klar ist/war...."

"Mein Lebenspartner wurde.....mit Kabelbinder um den Hals aufgefunden. Die Polizei ging von Suizid aus. Aber nun ist der Totenschein "nicht richtig ausgefüllt" worden und die Wahrscheinlichkeit, dass jemand sich nur mit einem Kabelbinder das Leben nimmt ist sehr gering, da es ein sehr qualvoller Tod ist....."

Anmerkung: Das glaubte ich zu dem Zeitpunkt noch. Dass der Tod mit einem Kabelbinder "ein qualvoller Tod" ist, da Homer diese Möglichkeit für einen Freitod, NICHT in unserer Excel-Tabelle als Methode aufgeführt hatte.

... "Es gab keine Hinweise darauf, dass mein Partner das geplant hatte. Wenn muss es eine Kurzschlussreaktion gewesen sein. Ein Hinweis fand ich in einen Buch, wo eine Karte drin steckte, dass er eventuell an dem Morgen Herzinfarktsymptome meinte zu haben und aus Panik vor einem Krankenhausaufenthalt (da gab es sehr große Ängste) sich das Leben nahm.

Meine Fragen sind, hatte er einen Herzinfarkt? Hatte er wirklich nur den Kabelbinder genommen oder dazu noch eine Tüte? Wie hatte er den Kabelbinder zugezogen nach hinten oder vorne
?...."

...." Es wäre für mich sehr wichtig, noch einmal mit dem Arzt zu sprechen, der vor Ort war und ich bitte Sie für mich den Kontakt herzustellen oder mir mitzuteilen, wie ich ihn erreiche..."

Am 12.05.2023 nachmittags bekam ich eine Mail von dem Notarzt - dessen Namen wie ich dadurch erfuhr - Dr. B. war.

Er schrieb, dass er den Totenschein ausgefüllt und an die Kriminalpolizei übergeben hatte. Er würde bei "unklaren Situationen" nur den Tod feststellen und die weitere Bearbeitung würde durch die Kripo und Rechtsmedizin durchgeführt werden. Er habe rechtens den Tod festgestellt und die Kripo informiert, um zu klären, was die Ursache des nicht natürlichen Todes war.

"Durch meine Ziffer im Schein kam es ja gerade erst zu den Ermittlungen der Polizei, bei einem naturlich verstorbenen Menschen kommt keine Kriminalpolizei".

Eine Kopie des Totenscheines erhielt ich erst mit dem 2. Todesermittlungsbericht Mitte 2024, durch den Anwalt, den ich damals konsultiert hatte. 

In diesem Totenschein ist unter Punkt 8 "Meldepflicht" die Ziffer 1 eingetragen, die bedeutet:

Anhaltspunkten für einen Tod durch Selbsttötung, Unfall oder Einwirken Dritter (nicht natürlicher Tod). 

Allerdings war die Kriminalpolizei ja schon vor Ort, als Dr. B. um 12.43 lt. der Todesermittlungsberichten bei Homers Wohnung ankam. 

Der Kriminaldauerdienst, der kam erst später dazu.

Ich lege hier darum so viel Wert auf diese Differenzierung, da mir die Autorin des zweiten Todesermittlungsbericht Frau G., bei meinem Anruf bei ihr, sehr unfreundlich und barsch erklärte, dass sie und ihr Kollege Herr R., der vor Ort war am 10.04.2023, nicht die Kriminalpolizei wären, sondern der Kriminaldauerdienst. Aber da schreibe ich noch drüber.

Auf jeden Fall, war die Kriminalpolizei der Dienststelle Hannover-Limmer von der Leitzentrale mit dem Rettungswagen und der Feuerwehr zu Homers Wohnung bestellt worden, weil die Wohnung über ein Fenster durch die Feuerwehr betreten wurde. (Siehe auch meinen Berichte: "Das Polizeikommissiarat" und "Die Berufsfeuerwehr").

Der Notarzt Dr. B. gab' mir in seiner Mail vom 12.05.2023 eine Telefon-Nr. unter der er erreichbar wäre für weitere Fragen.

Ich fand Dr. B.'s Mails erst abends in meinem Postfach, da ich tagsüber unterwegs  war.

Ich schrieb ihm am 12.05.2023 um 22.16 Uhr zurück, stellte sinngemäß noch einmal die gleichen Fragen, wie vorher und gab' ihm meine Telefon-Nr., da ich mutmaßte, dass, wenn er Notarzt war, ich nicht einfach bei ihm anrufen konnte. Es besser war, er rief' mich an, wenn er Zeit hatte.

Mein Telefon klingelte kurz nachdem ich die Mail abgeschickt hatte und Dr. B. war am Apparat.

Ich hörte im Hintergund hektische Stimmen und Dr. B.'s erste Worte waren auch: "Warten Sie bitte einen Moment". Dann hörte ich ihn Anweisungen geben, wo öfters das Medikament Diazepham erwähnt wurde.

Dann war er wieder am Apparat und fragte, ob ich noch dran wäre.

Ich sagte, wenn es grade, nicht passen würde, dann würde ich später wieder anrufen.

Doch, es würde sehr gut passen, er hätte Dienst in der Notaufnahme (wo auch immer) und es wäre nicht viel los.

Nach dieser Information fing, er an zu reden - ohne Punkt und Komma. Ich kam gar nicht zu Wort - nur wenn ich meine Stimme erhob.

Er erzählte, wie stressig sein Job wäre und ich mit meinen Nachfragen noch einen "jungen Staatsanwalt der Karriere machen wollen würde" anlocken täte und dann würde der ganze Fall wieder aufgerollt werden - was Dr. B. ganz offensichtlich nicht gut fand.

Dieser "junge Staatsanwalt, der Karriere machen wollen würde" wurde noch öfters von Dr. B. erwähnt.

Wobei (leider) ist dieser "junge Staatsanwalt" NIE aufgetaucht, egal, was für Fragen ich auch bei anderen Leuten, gestellt habe.

Nachdem ich irgendwann zu Wort kam, fragte ich nach dem Todeszeitpunkt.

Hier sagte Dr. B. bei diesem ersten Telefonat am 12.05.2023 - wohlgemerkt ich hatte an diesem Datum noch keinen Todesermittlungsbericht in den Händen - es wäre bei Homer schon die Leichenstarre eingetreten.

Daraufhin erinnerte ich Dr. B. an seine Worte um 12.45 Uhr "Sie tun, was sie können".

Da ging er überhaupt nicht drauf ein sondern fing an, mich zu fragen, warum ich an einem Suizid zweifeln würde. Es "wäre doch ganz normal, dass Leute sich umbringen würden im Affekt". Er würde das ständig erleben. 

Ob ich diesen Drang  nicht auch kennen würde, wenn ich auf einer Klippe,

 


 oder im obersten Stock eines Hochhauses:

 


 oder einem Bahnsteig

 


 stehen würde?

Den Drang hätten doch die meisten Menschen. Das wäre halt der Todestrieb.

Ich war ehrlich gesagt nach diesen Worten des Arztes, erst einmal sprach- und fassungslos.

Als ich endlich gegen seinen Redeschwall ankam - mit erhobener Stimme - verneinte ich seine Frage sehr rigoros. Denn so einen Drang hatte ich in den von ihm genannten Situationen, noch NIE.

Ich überlegte in dem Moment, ob es anmassend wäre, diesem Arzt ein Gespräch mit der Telefonseelsorge zu empfehlen. Verwarf, diesen Gedanken aber wieder und versuchte das Gespräch wieder auf meine Fragen zu führen.

Ich wiederholte also, nochmals, dass weder mein Homer noch ich den Drang hatten von Bahnsteigen, Hochhäusern oder Klippen zu springen, wenn wir denn auf so einer Örtlichkeit gestanden hatten.

Und Homer wäre doch nun auch nirgends runter gesprungen, sondern war mit einem Kabelbinder um den Hals in seiner Wohnung gefunden worden.

Ja, belehrte mich dieser Arzt wieder sehr wortreich - das wäre die sogenannte "Carotis-Methode". Damit würden diese Adern im Hals zugedrückt und somit die Blutzufuhr zu anderen Organen verhindert. Das wäre nicht qualvoll, betonte Dr. B wiederholt.

Da hätte mein Partner nichts von gemerkt. Das wäre ein schneller, sanfter Tod.

Ich fragte, welche Rolle, die Handschuhe mit der Sandeinlage gespielt haben könnten, wenn mein Homer sich mit dieser Methode mutmaßlich umgebracht hatte.

Das wüsste er doch nicht....wieder ein Redeschwall. Der "junge Staatsanwalt" wurde wieder erwähnt. 

Ich merkte, wie mich dieses Gespräch total erschöpfte. Denn ich kam überhaupt kaum zu Wort. Der Dr. B. redete zu dem Zeitpunkt schon fast 2 Stunden. Ich versuchte das Telefonat zu beenden. Was echt schwierig war.

Ich weiss nicht, was mit diesem Menschen los war. Vielleicht hatte er sich für seine Nachtschicht irgendwie aufgeputscht mit irgendwas, mutmaßte ich. Auf jeden Fall normal war das alles nicht.

Er bemerkte zum Ende dieses skurrilen Gespräches, dass ich mich melden sollte, wenn ich noch Fragen hätte.

Ich brauchte danach erst einmal Stunden, bis ich wieder in meiner Mitte war.

Die Tage danach fragte ich natürlich in meinen Suizidforen- und Gruppen die Leute nach der Carotis-Methode mit einem Kabelbinder.

Hier bekam ich endlich in der damaligen Telegram Gruppe "Pro Sterbehilfe" Antworten.

Anmerkung: Wenn ich von Leuten in Internetforen oder Gruppen berichte und ich weiss, dass sie dort mit einem "Nicknamen" schreiben, werde ich in diesem Blog den Nicknamen nennen und nicht nur den Anfangsbuchstaben schreiben. Sonst wird das zu chaotisch.

In der "Pro Sterbehilfe Gruppe" wurden aufgrund meiner o.g. Anfrage, 3 Seiten aus dem Buch von Peter Puppe "Sanfte Sterbehilfe ohne Arzt" veröffentlicht. Angeblich war das ok, denn Peter Puppe setzt sich seit Jahren für ein würdevolles Sterben ein - bzw. Sterbehilfe bei Wunsch.

Darum veröffentliche ich diese 3 Seiten hier nun auch in diesem Blog: 



 

 

Auf dieser ersten Seite, beschreibt Peter Puppe die Vorbereitung. Benötigen tut man für die Ausführung 1 Packung Kabelbinder und 1 Packung Taschentücher.

Er weist hier auch auf Kabelbinder mit Schnellverschluss hin, die man problemlos wieder öffnen könnte.

Ein Kabelbinder mit Schnellverschluss sieht so aus:


Der ist mehrfach verwendbar. Man sieht, man kann den Verschluss nach oben oder unten ziehen um ihn wieder zu öffnen.

Der Kabelbinder der auf den Fotos in der Akte von Homer zu sehen ist, ist aber erkennbar, ein Kabelbinder ohne diesen Schnellverschluss:

  



 

Der  Kabelbinder, der um Homers Hals gefunden wurde - von mir hier nachgestellt in meinem Beitrag: "Der Verschluss des Kabelbinders" - kann nicht wieder geöffnet werden.


Auf Seite 2 beschreibt Peter Puppe die Durchführung.

Hier bemerkt er: "Drehen Sie ihn (den Kabelbinder) so, dass sich der Verschluss (wo Sie ihn eingefädelt haben) NICHT VORN befindet, sondern an DER SEITE oder noch weiter hinten, damit Sie das freie Ende nach VORNE ziehen können". 

Das könnte erklären, warum der Verschluss des Kabelbinders am Hals von Homer - sollte er doch mutmaßlich Suizid begangen haben - sich linkseitig befunden hatte, als er aufgefunden wurde (Siehe auch Bericht: "Der Verschluss des Kabelbinders"). 


 Auf Seite 3 informiert Peter Puppe darüber, dass 

"diese Methode schon vor langer Zeit häufiger als allgemein bekannt zur Selbsterlösung genutzt, aber nur selten in den Medien wahrheitsgemäß darüber berichtet wurde. 

Vor der Erfindung des Kabelbinders mit seinem revolutionären Schliessmechanismus, verwendeten die leidenden Menschen oft einen langen Schal o.ä., den sie sich zweimal um den Hals wickelten. Sie verknoteten die langen Enden miteinander und befestigten sie in kniender Position an einer Türklinke, Heizkörper o.ä. Dann zogen sie den Schal solange zusammen, bis sie bewusstlos wurden. Obwohl sie dadurch wieder losließen, blieb die Schlinge, durch das Gewicht des eigenen Körpers fest zusammen gezogen und die Blutzufuhr zum Gehirn gedrosselt.

Mit einem Kabelbinder ist dieser Vorgang der Selbststrangulierung oder - erdrosselung wesentlich  sicherer und einfacher".

Wusste Homer das so? Dieses Buch von Peter Puppe oder eine entsprechende Anleitung fand ich nicht auf Homers Rechner. Und wozu hatte er diese Handschuhe mit Sandeinlage an? 

Denn, dass er damit unter dem Kabelbinder, den Druck auf die Carotis verstärkt haben könnte, hätte ja verhindert, dass er das Teil zuziehen konnte. Außerdem soll' der Kabelbinder ja so fest um Homers Hals gelegen haben, dass der Rettungsdienst, nicht einmal einen Finger zwischen Hals und Kabelbinder schieben konnte.

Das ist im übrigen die einzige Literatur oder Anleitung für einen Suizid mit einem Kabelbinder, die ich gefunden habe.

Wobei, wie Peter Puppe mutmaßt, vielleicht eine Absicht da hinter steht, um Nachahmungen zu verhindern.

Aber weiter zu meinen Erlebnissen mit dem Notarzt Dr. B. und auch zu den Nachwirkungen seiner Worte zu mir bei diesem Telefonat am 12.05.2023.

Ich berichtete darüber, wie erwähnt in der Telegram Gruppe "Pro Sterbehilfe" und bekam endlich ein paar brauchbare Antworten - allerdings berichtete ich den Leuten dort auch von der These dieses Arztes, dass die meisten Menschen den Drang verspüren würden zu springen, wenn sie auf einer Klippe, Hochhaus oder Bahnsteig stehen würden.

Natürlich bestätigten mir das die Leute in dieser Gruppe "Pro Sterbehilfe", denn da wollten die meisten ja nicht mehr leben.

Allerdings wurde ausgiebig über "Höhenängste" bei den Klippen und den Hochhäusern diskutiert.

Ich reflektierte und fand einen Tod für mich mit einem Sprung ins Meer von so einer hohen Klippe ganz reizvoll. Höhenangst habe ich keine. Allerdings gibt es nicht mehr so viele zugängliche Klippen - wegen der Gefahr, dass die Leute da runter springen.

Dann posteten die Leute in der Gruppe "Pro Sterbehilfe" Bilder von solchen Klippen. Ich gebe zu, ich sammelte eine Zeit lang auch solche Klippenbilder aus verschiedenen Ländern.

Ja, das hatte dieses Gespräch mit diesem Notarzt Dr. B. ausgelöst.

Ein kleiner Kieselstein....Worte.....bringen so eine Wellenbewegung.

Ich bin seit 1 1/2 Jahren nicht mehr in dieser Gruppe, aber wer weiss, ob die Leute da heute immer noch Klippenbilder posten...

Im Juli 2023 erhielt ich den 1. Tatermittlungsbericht von dem Beamten des KDD Herrn R. von der Staatsanwaltschaft Hannover. Ich hatte da einfach hingeschrieben mit den Vollmachten von Homer und bekam ein paar Tage später diesen Bericht zugeschickt.

Daraus ergaben sich natürlich wieder neue Fragen - auch an Notarzt Dr. B. Insbesondere, was seine Aussage bei dem Telefonat am 12.05.2023 bedeutete, dass bei Homer schon Leichenstarre eingetreten wäre, als er eingetroffen war. Denn genau, DA gibt Dr. B. ja in dem Todesermittlungsbericht an, dass "noch keine Leichenstarre eingetreten wäre" und  Homer noch nicht lange tot gewesen sein konnte. (Vergleiche meinen Bericht: "Der Todeszeitpunkt".)

Ich schrieb' Dr. B. am 14.07.2023 um 13.29 Uhr eine Mail mit meinen Fragen.

Wieder klingelte bei mir Minuten später mein Telefon und Dr. B. war dran.

Wieder überflutete mich ein Redeschwall. Er hätte sich einen schönen Nachmittag mit seiner Freundin machen wollen und ich hätte ihn jetzt gestört usw.

Wieder sagte ich, dass wir das auch an einem anderen Zeitpunkt besprechen könnten.

Er meinte daraufhin, jetzt wäre es egal und er hätte NIE gesagt, dass bei Homer schon die Leichenstarre eingetreten wäre.

Ja, ich hatte das Gespräch am 12.05.2023 nicht aufgenommen. 

Aber ausgedacht, habe ich mir seine Aussage nicht. Dieses Mal war ich auch energischer und widersprach ihn - sodass wir oft beide gleichzeitig redeten. 

Es war wieder sehr schwierig das Telefonat zu beenden, denn es war klar, es hatte keinen Zweck mit diesem Menschen weiter zu reden. 

Er erzählte wieder von seinem Stress und seiner Freundin und ich weiss nicht mehr was alles - natürlich kam auch wieder der "junge Staatsanwalt" zur Sprache, der aufgrund meiner Fragerei auftauchen würde. Das schien ihm irgendwie Angst zu machen.

Aber bis auf die Bestätigung, dass bei Homer um 12.43 Uhr noch keine Leichenstarre eingetreten war, brachte dieses Telefonat mit Dr. B. nichts Neues.

2024 erhielt ich durch den Rechtsanwalt K. den zweiten Todesermittlungsbericht von der Beamtin Frau G., wo die Todesbescheinigung von Dr. B. mit dran hing.

Diesen Totenschein möchte ich an dieser Stelle noch beschreiben:

Wie schon erwähnt war unter Meldepflicht  die Ziffer 1 eingetragen:

"Anhaltspunkten für einen Tod durch Selbsttötung, Unfall oder ein Einwirken Dritter (nicht natürlicher Tod)."

Weiterhin vermerkt Dr. B. darin, dass er um 12.55 Uhr am 10.04.2023 den KDD benachrichitgt hatte.

Unter Grundleiden schreibt er: Asperger Autismus 

Dann "unter andere wesentliche Krankheitszustände, die zum Tod beigetragen haben, ohne mit der Krankheit (Grundleiden) in Zusammenhang stehen":  

Hämorrhidalleiden (z.Zt. Verödung), Beta-Blocker, Hypertonie

Über Homers nicht offiziell diagnostizierten Asperger Autismus, hatte ich mit dem Notfallseelsorger gesprochen. Der muss das dem Arzt gesagt haben.

Dass mit der Verödung, war mutmaßlich sichtbar, bei der Untersuchung.

Die Packung Beta-Blocker lagen auf Homers Tisch.

Unter Punkt 13 - Epikrise: Nähere Angaben zum Todesfall schreibt Dr. B.:

"Lt. Aussage Feuerwehr/Rettungsdienst auf Sofa sitzend vorgefunden, Kabelbinder um Hals liegend, Verschluss hinten. Intubationsmöglichkeit erschwert, nur mit Frovastab möglich" .

Das war es.

Ich bewerte das hier noch nicht weiter (erst in der Zusammenfassung). Nur soviel sei gesagt, wenn ich wirklich sicher wäre, dass Homer Suizid begangen hätte, wüsste ich, das er freiwillig gegangen ist, dass er NICHT gelitten hat mit dieser Methode. Das ist ein besseres Gefühl, als bei der Vorstellung, er wurde gewaltsam erdrosselt von mutmaßlich verdächtigen Personen. 

NUR,  wozu waren diese Handschuhe mit Sandeinlage?? Und warum gab' es keine Nachricht? Dieses keine Nachricht bei einem Suizid zu hinterlassen, ist völlig untypisch für Homer. Er war sehr dramatisch und wenn er das gemacht hat, dann hätte er ein Zeichen setzen wollen. Der hätte das nicht einfach so gemacht. 

So gut, kannte ich ihn. Allein, was er alles hinterlassen wollte, als er das erste Mal Suizid begehen wollte 2005 vor meiner Zeit..

Die einzige Möglichkeit sehe ich darin, dass MIR ein Abschiedsbrief von dem KDD nicht übergeben wurde aus irgendwelchen Gründen, wenn Homer mutmaßlich Suizid begangen hat. Was mich den vollen Hass bekommen lässt, auf diese Leute.

Ich weiss nicht, wie ich das je heraus bekommen kann.

Aber, diese Carotis-Methode mit einem Kabelbinder erscheint mir im JETZT eine gute Methode zu sein, um zu gehen. Wenn Homer das so gemacht hat, dann hat er darüber Wissen gehabt und das hätte er mit mir geteilt, da bin ich sicher - und wenn es in einem Abschiedsbrief gewesen wäre. 

Er hatte den Kabelbinder nur einmal in Verbindung mit einer Plastiktüte als Methode erwähnt. Aber nicht mit Sandeinlagen Handschuhen......und dem Verschluss hinten, wie Dr. B. schreibt.

 

"Die halbe Wahrheit ist eine ganze Lüge!"

Quentin Average in "Die Sünden von Natchez" von Greg Illes 

 

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Bilder: shannondragave@pixaby.com, 1508320@pixaby.com, saanmorg@pixaby.com, haunolda@pixaby.com  

 

Diesen Blog gibt es jetzt, wie versprochen, auch mit sehr großer Schrift (schwarz auf weissen Hintergrund) mit einem geordneten Inhaltsverzeichnis unter:

 "Mutmaßlich - Protokolle über den Tod meines Partners". 

 

 Unsere LEBENS- und Liebes-Geschichte in Bildern und Filmen findet Ihr im You-Tube-Kanal, meines Partners, den ich nach seinem Willen weiter gestalten werde:


Mein Mausebär und ich...der Anfang

Die ersten Jahre...  

Midlife...  

2017 - Teil 1 

2017 - Teil 2  

2018 - Benthe - Sealife - Zuhause  

 2018 - Autofahrt durch Hannover  

 2018 - Ausflug Marienburg 

2018 - Balkonien - Im Bärlauchwald - Geburtstagsfeier - Kalle Pe 

2018 - Hildesheim  

2018 - Anti - Zoo - Hannover Besuch

2018 - Ausklang - Endzeitbeginn


2019 - Gisela geht 

2019 - Das Leben geht weiter 

2019 - Jahresausklang 

       

     

 

 

  

 

 

 

  

 


  

 

  

  

 

  


  

 


 

 

   

 

   

 

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