Dritte Zähne
Bevor ich diesen zweiten Teil - ausführlichere Berichte über die familiären Situationen nach meinen Protokollen - mit dem Tod meiner Mutter und G. beenden werde und wieder eine Zusammenfassung mit einem "Mindmapping"-Bild - wie es auch in Krimis gemacht wird - über die in der Zeit von 2017 bis 2019 angesammelten Feinde und Menschen mit einem mutmaßlichen Motiv -veröffentlichen und der ersten Zusammenfassung gegenüber stellen werde...
...möchte ich hier die Problematik der "dritten Zähne" dazwischen schieben.
Es passt an diese Stelle, weil bei dem Zahnthema auch Oma Grete (meine Großmutter väterlicherseits) von der ich im vorigen Beitrag berichtet habe - etwas zu tun hatte.
Mein Großmutter hatte sich schon relativ früh alle Zähne ziehen lassen, "weil sie die Schnauze voll".....und wie die meisten Menschen eine Zahnarztphobie, hatte, denn mutmaßlich hatte sie nicht direkt Beschwerden seinerzeit.
Danach wurde ihr neues Gebiss - bestehend aus einer Voll-Prothese unten und oben - von ihr in den höchsten Tönen gelobt.
So dass man selbst den Drang hatte, es ihr nach zu machen........zumal es optisch auch gut aus sah.
Aber......Gott sei Dank - kam dann Homer in mein Leben - als ehemaliger Zahntechniker - und riet mir ganz entschieden davon ab.
Solche Gebisse könnte man vergessen. Das würde die Lebensqualität einschränken, da man damit gar nicht mehr richtig kauen könnte.
Das sagte er am Anfang unserer Beziehung, obwohl er, damals selbst nicht mehr richtig kauen konnte bzw. nur noch einseitig - mit seinen "zweiten Zähnen". Damit meine ich die Lebensphase, wo man nach und nach immer mehr Zähne überkront oder so Brücken bekommt. In der "Zweiten Zähne-Phase" war ich damals auch...damit konnte ich gut kauen, aber es gefiel mir optisch nicht.
Homer und ich hatten mit unserem Kiefer - wie mit vielen anderen Sachen - die gleichen Probleme. Bei uns beiden war der Kiefer relativ klein - eng. So dass, wie Homer meinte, ein Gebiss (Vollprothese) mit Sicherheit Schwierigkeiten bereiten würde und wir nicht klar kämen, wenn jetzt schon die Brücken und Kronen nicht optimal waren.
Er konnte nicht richtig kauen bzw. ein Zahn nach dem anderen ging bei ihm "hops", weil durch die Kronen sich auch die Kieferstellung wieder verändert hatte und das die Zähne wiederum stresst. Dass ihm mal ein Zahn gezogen werden musste, kam relativ oft vor in den 16 Jahren unserer Beziehung.
Bei mir war es so, dass ich die Optik meiner Kronen - im Gegensatz zu vorher - insbesondere vorne nicht mochte....die Zähne waren m.E. durch die Kronen zu groß geworden. Homer gefiel aber grade mein leichter Überbiss....dadurch.
Und so unterliess ich meinen Impuls es meiner Großmutter nachzumachen. Zumal ich damals noch gut alles kauen konnte und sonst keine Probleme hatte.
Allerdings mit den Jahren gab es im Backenzahnbereich auch die ein oder anderen Schwierigkeiten und die kaufähigen Zähne wurden auch bei mir weniger.
Meine Oma beobachtete ich nach Homers Ausführungen über Vollprothesen nun sehr genau und stellte fest, dass sie ihre Essgewohnheiten schon verändert hatte.....d.h. bei allen Feiern, wo wir uns so trafen, bestellte sie nie wieder ein Steak o.a., sondern im Höchstfall weichen Fisch.
Sie gab es aber nicht zu. Das Prothesen-Gebiss war nach wie vor toll.......
Als wir sie allerdings einmal im Altenheim besuchten und mit ihr Kuchen aßen und dazu Kaffee tranken, nahm meine Oma ungeniert ihr Gebiss heraus und schmiss es in ihre halbvoll gefüllte Tasse Kaffee.
"Oh, das ist eine Erleichterung", sagte sie.
Homer als Fachmann, schaute sich das alles interessiert an und meinte dann, das Gebiss würde nicht mehr gut sitzen und müsste unterfüttert werden. Es setzten sich Krümel darunter. Und in gesüssten Kaffee dürfte man das auch nicht schmeissen..
Wir brachten ihr das nächste Mal eine Extradose für Gebisse mit und veranlassten einen Zahnarztbesuch. In dem Heim, wo meine Oma lebte, gab es im Gegensatz zu dem Heim, wo meine Mutter später war, tatsächlich einen Fahrdienst und es wurde sich gekümmert - wenn auch erst auf unsere Intervention hin.
Aber man stelle sich vor man ist ganz allein in so einem Heim und niemand kümmert sich um diese Sachen.
Bei meiner Oma - trotz ihrer vielen Verwandten - war es nur uns aufgefallen, dass sie Probleme hatte. Wobei hier zu bemerken ist, besser kauen konnte sie auch mit der unterfütterten Prothese dann nicht. Aber es setzten sich zumindest keine Speisereste mehr darunter....und bereiteten ihr Schmerzen.
Bei Homer und mir war es 2022 so weit, dass wir beide reif für die "Dritten" waren.
2020 gab es Sylvester unser letztes Fleischfondue - schon nur mit Filets....
2021 und 2022 hatte Homer auch gar nicht mehr unsere Tafel Sylvester gefilmt, fällt mir im JETZT auf.
2021 hatten wir so eine Art Kartoffel-Fondue Sylvester mit Frikadellen gemacht. Was dann in Bratkartoffeln mit Frikadellen endete, da die Kartoffeln im Fondue-Topf uns zu fettig waren.
2022 machten wir Sylvester Raclette. Was stressig war, da wir immer aufstehen mussten, um unsere Pfännchen zu füllen. Das gefiel uns beiden nicht.
Im Sommer 2022 versuchte Homer mit seinem Zahnarzt über Implantate zu verhandeln auf Kredit. Das funktionierte aber nicht.
Die Zahnsituation bei Homer war mittlerweile so, dass er hauptsächlich mit den Schneidezähnen kaute, und da auch vorsichtig. Mit dieser Aktion ging unten ein Schneidezahn kaputt und sein letzter Backenzahn musste auch in seinem letzten Sommer auf dieser Welt gezogen werden, weil er Schmerzen bekam.
Das war ein ganz schlimmer Tag. Da der Termin, wo wir uns seelisch drauf eingestellt hatten bei einem Kieferchirurgen in Hannover, vor verlegt wurde und Homer erst einmal ohne mich dahin fuhr, weil er den Zahn los werden wollte.
Ich sollte hinterher kommen und ihn abholen.
Als ich hektisch losfahren wollte, weil es auch meinen Zeitplan total durcheinander gebracht hatte, verletzte ich mich an einem Nagel, wo der Riemen meines Rucksackes mit angetackert war (billig von Penny mal) und der jetzt im innern meines Rucksackes herausragte. Ich war mit dem ganzen Arm in dem Rucksack, weil ich (wie so oft) etwas suchte und mein ganzer Arm war aufgeschlitzt.
Es blutete wie Sau.
Ich verarztete mich so gut es ging. Ich hatte mir vor längerer Zeit so Klammern für Wunden besorgt, da hatte ich mich auch mal geschnitten und Homer hatte mich ins Krankenhaus gefahren. Da hatten die solche Klammern benutzt. Ich hatte genau zugeschaut und habe gefragt, ob man die auch kaufen könnte. Konnte man und die hatte ich im Haus.....
Wie ich auch wirklich für fast alles etwas hatte/habe......um uns/mich zu verarzten. Das meiste von meinem Geld gebe ich für so was aus....
Ich verband meine Wunde und fuhr los, betend, dass es nicht unterwegs wieder anfing zu bluten. Ich hatte aber alles mit dabei von blutstillender Watte und Ocenisept etc.
Ich kam natürlich zu spät an.
Und den Anblick vergesse ich NIE.
Mein Homer stand kreidebleich vor der Arztpraxis...mitten in der Stadt zwischen den ganzen Menschengewimmel. Sein Handy hatte er in der Aufregung vergessen mitzunehmen. Denn ich hatte ja versucht ihn anzurufen und hatte ihn nicht erreicht.
Als er mich sah, war so viel Erleichterung in seinen Augen. Er muss Todesangst gehabt haben. Er nahm mich in den Arm und hielt mich ganz fest.
Wir sind vorher nie ohne den anderen zu solchen Arztterminen gegangen. Das war alles scheisse so.
"Ich dachte, du kommst nicht", sagte er gepresst.
Dann sah er meinen Arm und erschrak erneut.
Ja, ich konnte Chaos verbreiten.....echt, ich hasse mich für meine Unachtsamkeit, die so was verursacht.
Sein Zahnziehen war nicht schlimm, aber danach war im blümerant geworden. Er wurde unruhig, als ich nicht kam und wollte nicht mehr in der Praxis warten.
Wir nahmen dann ein Taxi und er verband und klammerte meinen Arm neu bei sich zuhause. Erst wollte er wieder mit mir in ein Krankenhaus fahren. Aber das wollte ich nicht.
Das war ein Tag.
Es ging ihm danach wochenlang schlecht. Bis wir realisierten, dass ihm ein Zahn mit einer Amalgam-Füllung gezogen worden war und er hätte das "ausleiten müssen".
Er holte sich dann auch alles dafür......und danach ging es ihm besser. Erst nochmal schlecht - und dann besser.
Mit der ME/CMFS Brille ist er danach total gecrasht. Was auch kein Wunder war...
Danach redeten wir über die Möglichkeit einer Vollprothese - aber bei uns beiden, denn meine Zahnsituation war nicht anders als seine. Ich kaute auch nur noch mit meinen Schneidezähnen und meine eine Krone hatte sich schon gelockert.
Er hatte echt Horror davor. Vor so einer Gebiss-Vollprothese.
Ich versuchte, ihn daraus zu holen aus dieser Angst..... wenn wir beide so ein blödes Gebiss hätten, würden wir das schaffen. Der Plan war auch, das zeitgleich zu machen.
Immerhin hat er in einem erotischen Essay mal eine Phantasie geschrieben, wie toll es wäre von einer Frau einen geblasen zu bekommen, die keine Zähne mehr hätte........
Da hatte er damals in dem Forum, wo wir uns auch kennen gelernt hatten, einen Shitstorm erhalten.
Ich fand das witzig. Und er hatte wohl vor mir schlechte Erfahrungen gemacht mit dilletantisch blasenden Frauen....
Mit mir hatte er jedenfalls diese Probleme nicht - auch wenn ich noch Zähne hatte in den 16 Jahren Beziehung.....
Trotzdem auch wenn er über meine Ausführungen lachte und mit alberte, dass wir dann aufpassen müssten morgens, dass wir das richtig Gebiss einsetzten.....merkte ich doch, dass das eine Sache war, die ihn beschäftigte und auch belastete....
Die ersten Zahnarzttermine für den Kostenvoranschlag usw. war für uns beide Ende April 2023 geplant.
Dieses Foto ist ca. ein halbes Jahr vor seinem Tod entstanden.
Er sieht so traurig und sorgenvoll aus......seinen Mund wollte er auch nicht aufmachen und lächeln wegen seiner Zähne.
Vielleicht hätten wir noch andere Zahnärzte aufsuchen sollen........ich hatte mal so einen etwas mafiösen Zahnarzt, der das alles auf Kredit bei mir machen wollte....Implantate. Aber da bin ich dann nicht mehr hingegangen....der war auch weiter weg.
Es wäre doch egal gewesen...Hauptsache wir hätten noch die letzten Jahre kauen können, Geld hin und her. Ich hätte das auch auf meine Kappe genommen, wenn Homer keinen Kredit bekommen hätte.
Denn Homer hatte absolut recht mit dem Gebiss - einer Vollprothese. Es ist Horror und kauen kann man damit nicht. Nur pürierte Nahrung.
Ich habe nach Homers Tod noch ein Jahr gewartet mit der Zahnsanierung, dann tat jeder Zahn weh, den ich noch hatte.
Könnte auch psychisch gewesen sein.......es war in der Zeit, als die Löwefrau, den Kontakt abgebrochen hatte und es mit der Ungarin kriselte und mein erstes Weihnachten und Sylvester total allein.........ohne Homer.
Ich musste Antibiotika nehmen, weil angeblich alles entzündet war, der ganze Kiefer. Also, Crash.......mit ME/CFM Brille.
Und ich habe Weihnachten nur gekotzt, weil ich das nicht vertragen hatte.
Im neuen Jahr 2024 wurden dann alle Zähne gezogen bei mir oben im Kiefer und ich bekam eine Vollprothese.......
Ja, damals hatte ich 10 Sprachnachrichten-Bekannte, aber die Menschen, die mir nach dem Tod von Homer wichtig waren, die Löwe-Frau und die Ungarin hatten mich verlassen......
Alle 10 fanden dass das toll aussehen würde usw.
Das Foto hatte ich für meinen neuen Perso machen lassen und konnte es dann doch nicht dafür gebrauchen, weil es nicht biometrisch ist.
Das Lächeln ist nicht echt. Nur damit man die neuen Zähne sieht.
Das Lächeln ist nicht echt. Nur damit man die neuen Zähne sieht.
Ich bin mir völlig fremd so.
Kauen kann ich damit gar nicht. Muss es auch kleben. Und ohne Zähne sehe ich uralt aus und niemand versteht mich.
Mit Homer würde ich es vielleicht positiver empfinden und wir hätten dann die gleichen Probleme...ich weiß gar nicht, wie wir uns mit dem Gebiss hätten küssen können....
Jetzt allein mit diesem Fremdkörper in meinem Mund, ist es absolut ätzend.
Auch meine Nachbarin - die Italienerin Frau I. , die ich im "Nöller & Co Beitrag" schon mal erwähnte, die auch ein Gebiss (Vollprothese) trägt, erzählte mir - als sie noch mit mir redete...(die hat auch den Kontakt abgebrochen), dass sie Steaks essen würde usw. und wie toll das wäre.
Wobei ich sie nie Steaks habe essen sehen. Sie ist zudem spindeldürr......und mutmaßlich hat das auch mit dem Gebiss zu tun.
Ich weiß nicht, ob ich die Situation für mich noch verändern kann und will, ob sich das noch lohnt...... Implantate auf Kredit?......vielleicht auch doch noch zu dem mafiösen Zahnarzt gehen?
Ich meine, wenn ich dann nicht zahlen kann und der mich deswegen umbringt, die nächsten Jahre, soll mir das nur recht sein.
Hauptsache, ich habe noch einmal ein Steak gegessen in diesem Leben - im Blockhouse..... wobei ohne Homer im Blockhouse, da zerbricht mir schon wieder mein Herz, wenn ich nur daran denke, ich allein dort .
Und es gibt Wichtigeres zu tun.....als mit mafiösen Zahnärzten zu verhandeln und Zahn-OPs machen zu lassen.
Suizid wegen der Aussicht auf so eine Gebiss-Vollprothese - könnte ich im JETZT nachvollziehen. So, wie ich das JETZT erlebe, damit klar kommen zu müssen.
Trotzdem, wie der Leser in den weiteren Beiträgen hier noch ersehen wird, ist ein mutmaßlicher Suizid von Homer, nicht wirklich glaubwürdig.
In diesem Jahr, werde ich noch einmal eine Akteneinsicht haben, wegen der neuen Ermittlungen wegen mutmaßlichen Totschlag......und darüber werde ich hier natürlich auch - zu gegebener Zeit - berichten.
Diesen Film habe ich aus dieser Zeit Ende Sommer 2022....ein halbes Jahr vor seinem Tod - JETZT gefunden. Den hatte Homer mir nicht auf meinen Rechner gespielt. Der war auf seinem Computer. Die Geburtstagskarte hatte ich ihm im Juli 2022 geschenkt. Da gibt es auch noch einen lustigen Film drüber, wo er danach tanzt.
Aber hier weint er am Schluss ....ich denke manchmal, war das ein Abschiedsfilm? Warum hatte er mir den nicht mit seinen Filmen überspielt?
"Die halbe Wahrheit ist eine ganze Lüge!"
Quentin Average in "Die Sünden von Natchez" von Greg Illes
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Unsere LEBENS- und Liebes-Geschichte in Bildern und Filmen findet Ihr im You-Tube-Kanal, meines Partners, den ich nach seinem Willen weiter gestalten werde:
Mein Mausebär und ich...der Anfang
2018 - Benthe - Sealife - Zuhause
2018 - Autofahrt durch Hannover
2018 - Balkonien - Im Bärlauchwald - Geburtstagsfeier - Kalle Pe
2018 - Anti - Zoo - Hannover Besuch
2018 - Ausklang - Endzeitbeginn

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