Väterlicherseits ....

 

 

 

An dieser Stelle möchte ich meine Großmutter väterlichseits erwähnen und etwas über diesen Zweig meiner Familie berichten, was Einfluss auf unser Leben hatte.

Vorab - ich weiss, dass die Existenz dieses Blogs sich herum gesprochen hat und einige Leser aus noch lebenden Verwandten aus dieser väterlichen Richtung - die es noch relativ zahlreich gibt - bestehen. 

Die lesen aber nur meinen Blog, ansonsten, werde ich von denen familiär sozial geächtet und ignoriert, es sei denn sie finden irgendwas, wo sie mir noch einen reinwürgen können... 

Darum poste ich hier kein anderes Foto meiner Großmutter,  sondern die Seite aus einem Familienkochbuch, das auch so schon bei Bookrix im Netz stand, wo sie abgebildet ist. D.h. ich hatte seinerzeit die Genehmingung von ihr dafür. 

Würde ich ein anderes Foto nehmen, würde mir diese Sippe von ihr mutmaßlich sofort versuchen Probleme zu machen, obwohl ich rein rechtlich gesehen, Fotos von Menschen, die schon über 10 Jahre tot sind, und die mir gehören, und wo ich nicht zu Lebzeiten ein o.k. bekommen habe, veröffentlichen darf. 

Aber um Ärger zu vermeiden, habe ich mich für diesen Weg entschlossen. Dieser Blog soll nicht von diesem Teil meiner Familie durch ihren Hass und Engstirnigkeit besudelt werden.

Wobei, meine Großmutter ausdrücklich nicht zu diesen Feinden von mir zählte. Nie.....wir hatten Kontakt - wenn auch einen distanzierten mit gegenseitigen Respekt füreinander.  

Solange sie noch lebte, wagte es keiner ihrer Sippe und der ihres Mannes mich irgendwie anzugreifen.....das passierte erst nach ihrem Tod. 

Diese Grossmutter (die Mutter meines Vaters), war das erste Familienmitglied von mir, welches Homer kennen lernte. 

Als Homer mich das erste Mal besuchte, waren meine Eltern verreist und unsere Familie besuchte meine Oma ca. 1 x die Woche in Hildesheim. Damals blieb Homer, viel länger bei mir, als wir es geplant hatten, weil wir uns nicht trennen konnten. 

So kam er mit, als ihr Besuchstag war und ich eigentlich allein zu ihr fahren wollte.

Die beiden verstanden sich gut.

Wobei, meine Oma wurde von allen Menschen geliebt. Sie hatte etwas an sich, wo die meisten Menschen drauf abfuhren. 

Abgesehen davon, dass sie eine sehr schöne Frau war - auch noch im Alter - war sie nach außen hin immer guter Dinge. Sie erzählte Witze, brachte die Menschen zum lachen und hatte durch ihre vielen Geschwister,  eine Riesenverwandtschaft und viele Freunde, die alle um ihre Anerkennung und Aufmerksamkeit kämpften.....

Meine Großmutter, war so gesehen, nie allein. 

Als wir im September 2007, bei ihr ankamen, sass sie mit einem Freund draussen und begleite ihn mit ihrer Mundharmonika zu seinem Akkordeon. 

Es war ein warmer Herbsttag und es war eine ganz besondere Athmospähre. An diesen Nachmittag erinnerten wir uns immer gerne... 

Als Homer wieder in Berlin war, schrieb er meiner Oma ab und zu Postkarten..und sie schrieb ihm aus Hildesheim zurück.

Beide Grossmütter von mir lebten in Hildesheim. Beide hiessen Margarete.

 


 

Meine Großmutter mütterlicherseits war "Oma Marga", das war diejenige bei der ich große Teile meiner Kindheit verbrachte...und zu der ich eine engere Beziehung, als zu meiner Mutter hatte. (Siehe Mein Lebenslauf und das "Grab meiner Großmutter".)

Und die andere Großmutter väterlicherseits, war "Oma Grete".

Ich war als Kind nur einmal bei diesen Großeltern väterlichseits.

Das war als mein Bruder zur Welt kam. Mein Großvater wollte mich unbedingt auch einmal haben. Normalerweise wäre ich zu meiner Oma Marga während dieser ersten Zeit nach seiner Geburt gekommen. War ich dann auch, aber ein paar Tage war ich bei Oma Grete und ihrem Mann.

Ich kann mich daran kaum erinnern und das meiste weiß ich von Erzählungen meiner Oma Marga.

Mutmaßlich wurde ich damals doch frühkindlich traumatisiert. Denn dieser Großvater war gewalttätig. Er hatte meinen Vater früher sehr verprügelt. Das war bekannt und mein Vater war davon geprägt.

Für mich muss die Situation - weg von meinen Eltern und meiner Oma Marga zu sein - schon sowieso traumatisch gewesen sein und ich hatte solche Angst, dass ich nicht essen konnte.

Ich war als Kind immer zu dünn. Aber zuhause oder bei meiner Oma Marga, aß ich.

Dieser Großvater wollte mich dazu zwingen etwas zu essen, dazu schlug er mit einem Rohrstock auf meine Finger, wenn ich den Löffel nicht in den Mund schob.

Ich hatte schlimme Blutergüsse an meinen Fingern - als 3-Jährige......

Meine Oma Marga hat mich gerettet. Sie besuchte die Großeltern und nahm mich sofort mit zu ihr, als sie sah, wie ich litt. Ich klammerte mich, nach ihren Aussagen auch an sie. 

Ja........JETZT werde ich traurig, wenn ich daran denke. Aber mein Gedächniss war mit 3 noch nicht ausgeprägt. Ich weiß nur, dass ich immer sehr große Angst vor diesen Großvater hatte, so lange er lebte.

Dieser Vorfall wurde nicht thematisiert bei meinen Eltern. Nur, meine "Oma Marga", erzählte davon und musste immer weinen,wenn sie darüber redete.  Sie beschützte mich und ich musste nie wieder zu den anderen Großeltern.

Meine Großmutter väterlicherseits - Oma Grete - trennte sich von meinem Großvater, da war ich ungefähr 10.

Sie gingen getrennte Wege und lebten nicht mehr zusammen. 

Meine Oma Grete versuchte  das Beste aus ihrem Leben zu machen, nach dieser notwendigen Trennung. Sie machte ihren Führerschein, führte den Handel, den mein Großvater angefangen hatte - Strickwaren zu verkaufen weiter und hatte den einen oder anderen Job. 

Das Drama für mich dabei war nur, dass mein Vater meinen Großvater, dann trotz allem, am Ende seiner Lebenszeit, als mein Großvater sehr krank wurde, bei uns aufnahm.

Er bekam ein Zimmer in meinem Elternhaus. 

Das war während meiner Pubertät und ich bin ein paar Mal von zuhause ausgerissen, als er bei uns lebte. 

Obwohl er alt und schwach geworden war und nicht mehr übermächtig. Er hatte Krebs und niemand sonst, außer meine Eltern, kümmerte sich um ihn, obwohl es zwischen ihnen und ihm auch ständig Streit gab. 

Meine enorme Rebellion damals hatte viel damit zu tun, dass er bei uns lebte.

Er war ein armer Mensch, selbst verprügelte worden und durch den Krieg geschädigt.  

Er arbeitete trotz seiner Erkrankung noch in der Firma meines Vaters mit und er und mein Vater schrien sich ständig an......er wollte alles besser wissen, als mein Vater. Er war unbeliebt und die Angestellten nahmen ihn nicht ernst und mobbten ihn.

Einmal, als sie ihn wieder verspotteten und ich dabei war....hatte er Tränen in den Augen und er sagte zu mir: "Aber wir sind doch Familie und du hältst doch zu mir". 

Ich konnte nichts sagen, stand nur da. Natürlich spottete ich nicht mit. Aber zu ihm hingehen und ihn zu trösten, konnte ich nicht, obwohl er mir in dem Moment leid tat. Ein paar Wochen später, starb er dann.

Mein Verstand hatte es damals noch nicht wirklich realisiert, warum ich so reagiert hatte, aber mein Körper und meine Seele wussten Bescheid.

Bei seiner Beerdigung verstand ich nicht, dass meine Cousine derartig um ihn weinte. Die Schwester meines Vaters - meine schon erwähnte Patentante - hatte eine Tochter.....

Die Cousine, die uns immer als Vorbild präsentiert wurde, wenn mein Bruder oder ich mal nicht so tickten, wie die Erwachsenen es wollten. "Nehmt euch ein Beispiel an eurer Cousine, seht, wie brav sie ist..."

Aber wir waren wohl nie brav.......

Meine Großmutter väterlicherseits hatte mit 80 noch einen jüngeren Freund. 

Mit 91 ging sie freiwillig in ein Heim, weil sie nicht mehr laufen konnte. 

Sie hatte schon mit ca. 50 zwei künstliche Hüften bekommen, womit sie  gut lebte. Aber mit 91 waren auch die verschliessen. Die Bedingung war, dass das Heim in Hildesheim war, da die meisten ihrer Verwandschaft und auch ihre Freunde dort lebten. Sie hatte fast jeden Tag Besuch.  

Meine Großmutter war in einem Heim, wo die Bewohner ihre Tiere mitnehmen konnten. So gab es zwei Hunde, Katzen, eine große Vogelvoliere und ein Aquarium im Eingangsbereich. Was postiv war für die Bewohner.

Sie musste sich anfangs ein Zimmer mit einer anderen Frau teilen. Diese konnte nur noch liegen. Bekam nie Besuch und rief um Hilfe  - sie wollte sterben. "Hilfe, Hilfe, bitte lasst mich sterben". Sie weinte.

Jeder bekam Ängste, wenn er das sah und erlebte. 

Meine Oma Grete auch. Aber sie nahm sich - sie nannte sie "Mariechen" - ihrer an und kümmerte sich um sie. Gab' ihr von allem etwas ab, denn jeder brachte meiner Großmutter alles zu Essen mit, was sie sich wünschte - von Spargelsalat zu scharfen Hähnchenflügeln, Kuchen und Süssigkeiten. Sie betüdelte Mariechen, kämmte ihr die Haare, half ihr beim Anziehen und erzählte ihr Witze. Irgendwann lachte Mariechen....

Als meine Oma ein Einzelzimmer haben konnte, wollte sie das nicht. Sie würde Mariechen nicht allein lassen.   

Sie war überall beliebt - ihre Geburtstagsfeiern waren immer bevölkert von vielen Menschen, die ihr alle sagte, wie großartig sie war und sich wünschten von ihr auch großartig gefunden zu werden...

Was mir aber JETZT aufgefallen ist, als ich nach Fotos von ihr suchte. Sie lächelte nie wirklich. Sie lächelt auf keinem der Fotos, die ich besitze aus vielen Jahren. 

Sie brachte andere Menschen zum lachen, aber innerlich war sie mutmaßlich kein wirklich glücklicher Mensch gewesen, nur nach außen....

Meine andere Großmutter mütterlichseits - Oma Marga oder auch von meinen Urgroßeltern, Eltern, gibt es viele Fotos, wo sie herzhaft lachen oder lächeln....

Aber von Oma Grete nie......

Mein Vater vergötterte seine Mutter und als sie 2010 starb, war das sehr hart für ihn.

Es war eine große Beerdigung, obwohl meine Oma nur ein anonymisiertes Grab "unterm grünen Rasen" (so sagte, sie immer) haben wollte.  



 

 

Ihre Wünsche wurden natürlich nach ihrem Tod alle erfüllt, obwohl es - wie ich im JETZT noch an Schriftwechsel gefunden habe, zwischen meinem Vater und seiner Schwester - einen erbitterten Streit wegen der Kosten für die Beerdigung gab. Wo ich über beide nur den Kopf schütteln kann........

So was wäre in der mütterlichen Linie meiner Familie niemals vorgekommen.

Der Streit ging von meiner Tante aus, die keinen Pfennig zahlen wollte. Dagegen hatte sich mein Vater gewehrt......

Im Prinzip zu Recht, denn meine Tante ist nicht direkt arm.....sie ist Witwe und  hat sich einen sehr gut situierten Lebenspartner geangelt.

Die Geschichte meiner Patentante vorher ist sehr tragisch und trotz allem, was wohl an Gift von ihr an die Adresse meiner Eltern ging und psychischer Gewalt gegen mich, hat sie insbesondere JETZT immer noch mein Mitgefühl.

Mein Onkel, ihr Mann, hat sich das Leben genommen. Meine Tante und er müssen Ende 30 - Anfang 40 gewesen sein, als das passierte.

Ich machte damals meine Lehre als Großhandelskauffrau in der Firma meines Vaters und war selbst noch unversehrt.

Mein Vater kam ganz blass in mein Büro, so wie ich ihn  nie gesehen hatte und sagte, "Onkel....soll sich umgebracht haben". Er hatte einen Anruf von einem seiner vielen Cousins bekommen.

"Er hat sich vor einen Zug geschmissen und ist tot. Es war nichts mehr zu machen".

Wir nahmen uns in den Arm und mein Vater fing an zu weinen.

Später rief dann meine Großmutter - seine Mutter an - und erzählte alles genau noch einmal. 

Niemand wusste warum und wieso.

Meine Tante und mein Onkel schienen ein perfektes Paar gewesen zu sein mit meiner braven Cousine als Tochter.

Mein Onkel war ein gutaussehender Mann - sanft - verständnisvoll - eine Mischung zwischen Horst Janson (der Bastian) und Udo Jürgens. Das war mein Gefühl immer ihm gegenüber.

Er war phantasievoll, wenn wir die Verwandten besuchten, machte er mit uns Kinder Ausflüge in den Harz - in Tropfsteinhöhlen oder Märchenwälder....

Es gab einen Campingplatz an der Sieber, wo mein Onkel und meine Tante einen Wohnwagen stehen hatten.

Ich weiss noch wie wir als Kinder mit meinem Bruder und meiner Cousine von einem Stein zum anderen gesprungen sind in dem Fluss.

 


 

Wir stellten uns vor, es wäre eine Quelle. Und tranken auch von dem Wasser.

Was schlimme Folgen hatte. Ich kam am glimplichsten davon weg. Ich hatte nur ein paar Tage Durchfall - bei meinem Bruder und meiner Cousine wurde Typhus diagnostiziert.

Meine Cousine musste ins Krankenhaus. Mein Bruder überstand es so.

Diesen Ausflug hatte mein Onkel aber nicht mit uns Kindern allein gemacht, sondern alle Erwachsenen waren dabei.

Mein Onkel war ein Rebell, er war Kriegsdienstverweigerer und kämpfte gegen Autoritäten. Er hatte längere Haare, als mein Vater und er und meine Tante waren FKK-Anhänger und mutmaßlich für freie Liebe.

Er arbeitete als Architekt in einer Behörde, soviel, wie ich heute noch weiss.

Und dann schmiess er sich vor den Zug.......meine Cousine muss damals ca. 14 oder 15 gewesen sein.

Die Frage nach dem "WARUM" wird immer einen großen Raum eingenommen haben. Aber es wurde nie - zumindest in unserer Gegenwart (meinem Bruder und mir) darüber gesprochen.

Meine Tante stürzte sich nach seinen Tod in Aktivitäten. Sie gab - soviel wie ich weiss - Englisch-Kurse, hatte ein Catering für Buffetts und engagierte sich bei der Kirche. Meine Großmutter lebte eine Zeit lang bei ihr und auch meine Eltern kümmerten sich um sie.... 

Es gibt aus diesen Zeiten viele Fotos von meinen Eltern, meiner Großmutter und meiner Tante in ihrem Haus.  

Sie bekam, sehr viel Unterstützung....ich erinnere mich noch an einen Geburtstag meiner Tante, kurz nach dem Tod meines Onkels, wo wir in einen Gemeindesaal eingeladen wurden und meine Tante umgeben von ca. 50 Leuten war und tanzte....

Es war ihr Umgang mit der Trauer und den ganzen Fragen bei einem wohl wirklichen Suizid. 

Später lernte sie ihren jetzigen Partner kennen. Der völlig anders ist, als mein Onkel es war. Dieser Mann - der wohl noch lebt - ist  spiessig, nörgelerisch und ungerecht.  

Ich hatte schon vor dem Tod meines Onkels wenig Kontakt zu meiner Tante. Aber danach wurde es noch weniger 

Als meine Eltern ihre Krise mit der Trulla hatten, rief sie mich manchmal an. Ich wusste nicht, was sie wirklich wollte. Hatte sie plötzlich Interesse an mir? Aber es ging ihr wohl darum auf dem Laufenden zu sein.....über die Ereignisse.  

Ich habe sie das letzte Mal 2014 bei der 80. Geburtstagsfeier meiner Mutter gesehen, wo sie versuchte zwischen meiner Schwägerin und mir zu spalten......was mich irritierte. 

Meine letzte Geburtstagskarte - mit Keksen oder/und einer Koithahn Mettwurst, bekam ich von ihr 2014.

Dann verstummte alles..........und sie verbündete sich mit der Trulla gegen, meine Mutter und mich.  

Meine Cousine und ich dagegen sahen uns  öfters, als sie ca. 1989 in Hannover Pädagogik studierte und in der Zeit teilweise bei meinen Eltern wohnte.

Ich versuchte es zweimal mit ihr über ihren Vater zu sprechen, weil ich hätte an ihrer Stelle Geprächsbedarf gehabt aber jedes Mal bekam ich dabei eine Angstattacke, wo ich nicht genau wusste, ob das wirklich meine Angst war oder ihre....

Meine Cousine machte erstaunlicherweise nach ihrem Studium eine anthroposophische Ausbildung in Dornach, obwohl meine Tante und überhaupt die väterliche Sippe (nicht meine Großmutter, sie verstand sich gut mit meiner Mutter und respektierte die meisten Menschen), von Waldorfpädogogik usw. nie etwas hielten und meine Eltern deswegen oft verspotteten oder kritisierten bei Zusammenkünften. 

Meine Cousine arbeitete als Sprachtherapeutin und blieb räumlich dort in der Nähe des Bodensees.

Später heiratete meine Cousine einen Musiker, der Künstler im Spielen alter Instrumente ist und sich mit den Jahren einen Namen gemacht hat. 

Sie bekam zwei Kinder.

Wir hatten sehr wenig Kontakt.

Seit ihrer Eheschliessung habe ich meine Cousine noch zweimal in meinem Leben getroffen.

Einmal  - es war während meines Studiums, ein Jahr vor meiner traumatischen Erfahrung bei dem Berufspraktikum (Mein Lebenslauf)  - war sie mit ihrem Ehemann im Harz zu Besuch bei meiner Tante und ich wurde kurzfristig für zwei Tage dazu eingeladen.

 


 

Es war nach Weihnachten. - 7° und es pfiff ein eisiger Wind über die Berge des Harzes. Wir - meine Cousine, ihr Mann und ich, kamen auf die Idee eine Wanderung zu machen.

Sie steht neben mir auf dem Foto.....(leider darf ich es ja nicht veröffentlichen, wegen Datenschutzregeln). Trutzig stehen wir dort zusammen gegen den harten kalten Wind der Welt und des Lebens, der uns entgegen wehte........ ohne Kopfbedeckung. Hatten wir alle drei nicht auf.......

Über ihren Mann kann nicht viel schreiben. Ich erlebte ihn nur auf dieser Wanderung, ansonsten, hatte er sich immer zurückgezogen und auf seinen Instrumenten geübt.

Meine Tante und ihr Lebensgefährte kamen mutmaßlich nicht gut mit ihm aus.  

Das letzte Mal sah ich meine Cousine 2006 - vor 20 Jahren..... - bei einer der vielen Familenfeiern zu Ehren meiner Großmutter. Sie fand im Berghölzchen auf dem Steinberg - in Hildesheim statt.

 


 

Ein Ort übrigens - wo öfters die deutschlandweite Gothicszene tagte und tagt.....

Das war natürlich nicht der Grund, warum die meisten Feiern unserer Familie dort, stattfanden....es war dort eine sehr gute besondere Atmosphäre, wir kannten die Besitzer, alle Kellner und das Essen war sehr gut.

 


 

Meine Cousine war ohne ihrem Mann angereist mit ihrer damals ca. 5 Jahre alten Tochter.

Ihre Tochter schien mich zu mögen. Sie nahm meine Hand und ging mit Andy und mir spazieren, als ich eine Pause von den vielen Menschen brauchte. 

Homer lebte 2006 noch in Berlin und hatte meine Cousine nie kennen gelernt.

Der absolute Bruch passierte kurz vor der ersten Amtszeit Donald Trumps..

Wir waren ja alle bei FB miteinander verbunden. 

Was ich aus heutiger Sicht NIEMANDEN mehr raten würde. Es ist unsäglich, wie diese "Sozialen Netzwerke" von Zuckerberg Familien spalten können.

Plötzlich sah die Cousine, die auf ihrem Profil sich für Black-Lives-Matter stark machte, dass Homer und ich Trump-Fans waren...(Siehe auch Politische Entwicklungen)

Ich weiss es nicht mehr genau.....ich hatte zu Black-Lives-Matter so einen Spruch gepostet - das war noch zu Zeiten von Obama - dass ich die Aufregung nicht verstehe.....und fragte wo diskriminiert würde..

Ja, und zack, wurde ich aus der Freundesliste der Cousine bei FB entfernt. Kurze Zeit später auch aus der von meiner Tante.

Diese unterschiedlichen Wertvorstellungen der Welt, würden niemals offenbart werden, wenn es nicht FB geben würde.

Für mich war das nie ein Grund, einen "FB-Kontakt" abzubrechen, wenn er andersmeinig als ich war (besonders nicht aus meiner Familie) .....damit haben diese ganzen grün-linken-Gutmenschen angefangen.....

Menschen zu diskriminieren - zu diskredieren - sie sozial auszugrenzen - wenn sie ihnen nicht in allem zustimmten.

2016 Weihnachten, gab es noch ein letztes Telefonat mit meiner Tante und Cousine - was versöhnlich klang. Homer war auch dabei. Wir wünschten uns schöne Weihnachten......

Aber dann starb mein Vater und es war endgültig vorbei. Etliche Verwandte von der väterlichen Sippe sind mit der Trulla bei FB befreundet.

UND wir standen allein da.

Wobei wir immerhin siegten.

Und wieder eine kleine familiäre Gemeinschaft bildeten.......bis meine Mutter und G. starben und Corona kam....

Diese extreme familiäre Spaltung und Ausgrenzung, wäre nie im Sinne meines Vaters oder meiner Großmutter gewesen. Das weiß ich sehr sicher. 

Darum, versuchte ich es ab und zu und schrieb meiner Tante und meiner Cousine.

Es wurde IMMER mit psychischer Gewalt reagiert und ich bekam NIE eine Antwort. Auch keine Beileidsbekundung nach Muttis Tod....

Ebenso als ich im Zustand von "geistiger Umnachtung", an Homers Todestag, versuchte mit meiner Tante zu sprechen, weil die ja ähnliches durchgemacht hatte - wurde ich auf grausamste Art und Weise von diesem engstirnigen Lebensgefährten abgewimmelt.

DAS ist eine Sache, die ich NIEMALS verzeihen werde.

Da braucht niemand mehr zu mir ankommen. NIE........

JETZT im heute, glaube ich, meine Cousine lebt mutmaßlich nicht mehr. Sie wird nie von ihrem bei FB sehr aktiven Gatten erwähnt......

Sie hatten es schwer - meine Tante, meine Cousine.....grade JETZT kann ich das viel besser verstehen, als damals vor Jahren.

NUR sie hatten so viel Unterstützung danach.

Und ich stehe wirklich völlig allein da - mit der Ungewissheit - mit der Trauer - mit den Fragen.......da ist keine Oma Grete, die mich betüdelt oder meine Eltern auf dieser Welt, die mir helfen klar zu kommen.

Im Gegenteil ich werde immer mehr in die soziale Isolation gedrängt.

Wobei, ganz ehrlich, ein Teil von mir - geniesst es auch ein bisschen - so gesehen, völlig frei und unabhängig zu sein. Auf fast niemanden mehr wirklich Rücksicht nehmen zu müssen.

Hier mir alles  - wenn auch noch immer ein bisschen kontrolliert - von der Seele schreiben zu können. 

Meine Tage einteilen zu können wie ich will. Nachts durchzumachen. Tagsüber zu schlafen. Mein Ding durchzuziehen........

Seit gestern bin ich übrigens richtige Altersrentnerin....

Das wäre Homer auch gewesen, wenn er weiter leben hätte dürfen. 

Ich vermisse seine weltliche Präsenz jeden Tag und wir hätten unsere letzten Jahre auch in völliger Freiheit ohne Rücksicht auf niemanden zusammen erleben können. Das hatten wir auch vor bis zum großen gemeinsamen Finale.........   

Zum Abschluss dieses Beitrages noch die Rezepte von meiner Tante und Cousine aus unserem Familienkochbuch - natürlich ohne Fotos.....

Denn die Rezepte und Gerichte sind gut und wurden von uns oft genossen, auch wenn die Erfinder derselben ungeniessbar und toxisch geworden sind (oder es schon immer  waren):

 


 

"Die halbe Wahrheit ist eine ganze Lüge!"

Quentin Average in "Die Sünden von Natchez" von Greg Illes 

 

 

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Unsere LEBENS- und Liebes-Geschichte in Bildern und Filmen findet Ihr im You-Tube-Kanal, meines Partners, den ich nach seinem Willen weiter gestalten werde:

 

Mein Mausebär und ich...der Anfang

Die ersten Jahre...  

Midlife...  

2017 - Teil 1 

2017 - Teil 2  

2018 - Benthe - Sealife - Zuhause  

 2018 - Autofahrt durch Hannover  

 2018 - Ausflug Marienburg 

2018 - Balkonien - Im Bärlauchwald - Geburtstagsfeier - Kalle Pe 

2018 - Hildesheim  

2018 - Anti - Zoo - Hannover Besuch

2018 - Ausklang - Endzeitbeginn


2019 - Gisela geht 

2019 - Das Leben geht weiter 

2019 - Jahresausklang 

  

 

 


 

 

 


 

 


 

 

 

 

 

 

 

   

 

 

 



 

   

 

 

 

    

 

 

  

 


 

  

   

 

    

 

 

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