Ämter
Der dritte Teil dieses Blogs, wird die letzten Jahre vor Homers Tod beschreiben. Die Konzentration liegt dabei auf den negativen Ereignissen, da diese überwogen.
Den äusseren zerstörerischen Einflüssen denen wir ausgesetzt waren und die wir immer weniger sublimieren konnten.
Der Verlust des Gefühls der Kontrolle, unserer Selbstwirksamkeit. Ein Mini- oder Maxitrauma jagte das Nächste.
Eine meiner geschätzten Podcasterinnen Verena König beschreibt die Effekte von Mikro-Dauertraumen in diesem Beitrag sehr gut:
Es ist, wie ich auch im JETZT erlebe, sehr schwer oder gar nicht möglich, aus diesem Strudel wieder heraus zu kommen und gelassener zu werden. Das Damoklesschwert schwebt über einen und ich bin am kämpfen bis zur totalen Erschöpfung.....
Es gibt keinen Homer mehr, der mich stoppt und auf mich aufpasst, dass ich Pausen mache.
Homer erstarrte, im Gegensatz zu mir, bei Katastrophen jeglicher Art. Er war dann eine zeitlang völlig handlungsunfähig.
Ich dagegen verfalle in den totalen Aktionismus, der nicht blind ist, aber ich achte überhaupt nicht mehr auf meine sonstigen Bedürfnisse und Befindlichkeiten und kämpfe und kämpfe......bis ich alles ausgeschöpft habe und ich körperlich nicht mehr kann.
Wir passten auch in der Beziehung gut zusammen. Mit Homer war ich gemäßigter und er wurde von meinem aktiven Verhalten oft angesteckt und fing auch an zu kämpfen, wenn auch nicht so wild wie ich.
Ich möchte in diesem Zusammenhang hier wieder auf ein Buch aufmerksam machen, welches mir im JETZT in die Hände gefallen ist und mich berührt hat. Der Autor Bernhard Schlink - "Erkundungen zur Geschichte, Moral, Recht und Glauben" - schreibt u.a. über die Bewertung des Begriffes "Opfers" (des herrschenden Systemes..).
Bis zum Ende des zweiten Weltkrieges war der Begrif Opfer, sehr positiv besetzt. Ein Opfer zu bringen wurde als heldenhaft bewertet. Die Menschen fühlten sich gut dabei (zumindest, die, die hinter dem herrschenden System standen) ein Opfer für dieses System zu bringen....in Form von persönlichen Leid und Verzicht.
Meine Urgroßeltern haben das seinerzeit nicht so gesehen, als ihr Sohn in Stalingrad mutmaßlich starb und nie wieder aus dem Krieg zurück kam. Da war kein Stolz darüber.
Das hing natürlich auch damit zusammen, dass meine Urgroßeltern, das herrschende System damals, von vorn herein ablehnten. Sie waren keine Nazis....im Gegenteil.
Der Begriff Opfer wurde erst nach dem Zweiten Weltkrieg negativ bewertet. Bzw. ein Opfer zu werden, war nicht mehr heroisch, sondern Scham- und Leid besetzt, da die Menschen nicht bereit sind - zu recht - für die Ziele der Herrschenden - insbesondere ab 2000 und auch für Merkels Einwanderungspolitik - "heroisch Opfer" zu bringen.
Homer und ich, sahen ab 2019, sehr klar, dass wir, ohne das wir es wollten, oder etwas dafür getan hatten, schleichend zu Opfern des herrschenden Systems geworden waren.
In der Coronazeit traf uns diese Erkenntnis mit voller Wucht ....(aber da komme ich noch drauf).
Als ich Homer 2007 kennenlernte, war er mitten drin, in dem Hartz4 Drama. Das Jobcenter Pankow hatte ihm seine Leistungen komplett gestrichen. Die Begründungen dafür waren hanebüchen und hatten rechtlich keinen Bestand.
Ich las seinen ganzen Schriftwechsel mit dem Jobcenter Pankow - auch den, den seine Anwältin verfasst hatte.
Ich war ja einiges gewohnt, da ich in Hannover ehrenamtlich - seit Hartz4 - ein paar Jahre - Leute begleitet hatte. Ich schrieb darüber in meinem Beitrag: Politische Entwicklungen.
Allerdings, was die für Homer zuständigen Sachbearbeiter vom Jobcenter Pankow, ihm gegenüber brachten, war an Menschenverachtung 2007 nicht zu überbieten.
Heute im JETZT wird es noch überboten.....davon später..
Sie drangsalierten ihn regelrecht. Verdrehten alles, was er schrieb. Und Homer konnte sehr gut schreiben und argumentieren. Er kam dann in die Schockstarre, als er merkte, diese Sachbearbeiter ignorierten ihn einfach. Die Schriftstücke der Anwaltin, die er immerhin noch schaffte, sich zu suchen, vertrat ihn völlig lasch und hatte von den damals gültigen Gesetzen nach meiner Einschätzung weniger Ahnung als ich oder sie hatte einfach kein Interesse....
Ja, wenn Homer mich nicht kennen gelernt hätte, damals, hätte er sich umgebracht. Das war die logische Konsequenz. Ihm wurde die Existenz entzogen.
Obdachlos zu werden war keine Alternative. Ist sie auch für die Wenigsten und ich könnte den Leuten, die da noch von "Freiwilligkeit" faseln, regelmäßig die Fresse polieren (wenn ich die körperliche Voraussetzungen dafür hätte....die mir leider fehlen).
Hier nochmal Homers Abschiedsbrief von 2007 - ich erwähnte ihn schon in dem Beitrag "Vor meiner Zeit". Er wollte ihn an verschiedene Zeitungen schicken.
"Suizid wegen Hartz IV
Sehr geehrte Damen und Herre,
anbei erhalten Sie Kopien meines Abschiedsbriefes und diverser Schreiben, sowie eine CD-Rom mit meinem Vermächnis.
Verfahren Sie damit nach eigenen Ermessen.
Mit freundlichen Grüßen.
PS: Bitte sorgen Sie für die Bergung meiner Leiche, um eine unnötige Belästigung der Nachbarschaft zu vermeiden. Vielen Dank.
Die Maßnahme Nr. IV zur Verelendung und Terrorisierung der Bevölkerung des rechtskräftig verurteilten Straftäters Peter Hartz und die Ausführenden in Politik, Wirtschaft und Verwaltung, lassen mir nur den Suizid als Ausweg, um meine Selbstachtung zu bewahren.
Entgegen der offiziellen Begründung von der "marktwirtschaftlichen Notwendigkeit" treibt diese Menschen allein ihr asozial geprägter Charakter an, dessen abartige Grundzüge aus der Kindheit stammen.
Eine schlecht Erziehung, die sittlich-moralische Grundwerte vermissen liess, motiviert sie, Schwächeren skrupellos großen Schaden zuzufügen.
Indem sie ihre Machtposition mißbrauchen, empfinden die Täter tief im Inneren ein kleines schmutziges Vergnügen darüber, ihre Mitmenschen aus Neid, Mißgunst und Schadenfreude leiden zu lassen. (Anmerkung von mir: Ich würde im JETZT sagen, das ist nicht nur ein "kleines Vergnügen", sondern ein Großes).
Im lustvoll empfundenen Mißhandeln eines wehrlosen Opfers, handeln sie ebenso kriminell wie Tiequäler, Vergewaltiger und Kinderschänder.
In einer Zeit, da diese Volksschädlinge im Alltag triumphieren, wo Geldgier und Kriechertum zu pervertierten Tugenden erhoben werden, und die verlogene Politik das eigene Volk ohne Not mit Angst und Elend drangsaliert, kann ein anständiger Mensch nicht mehr in Würde leben.
Als Folge daraus empfinde ich jedoch weder Hass noch Zorn, denn es ist ein Anderer, der hierüber zu richten hat.
Acta est fabula
Mit diesem Land und seine aufrichtigen Einwohner bedauernden Grüßen
P.S.: An meine Ex-Frau D..........
Ich weiss, dass Du damals nicht von mir schwanger warst!
PP.S: An meine Ex-Frau E......
Ich weis, dass du damals Geld aus meinem Geschäft unterschlagen und es so absichtlich in den Ruin getrieben hast!
Ceterum censeo:
Weniger destruktive Konfrontation, mehr konstruktive Kooperation
tata"...
Im Gegensatz zu Homer, empfand ich "Hass und Zorn" und stürzte mich nach der Lektüre aller Schriftsätze, die er mir damals zuschickte, in den Kampf, als wenn es um mein Leben gegangen wäre.
Abgesehen davon, dass mir damals schon klar war, dass mir dieser Mann viel bedeutete, ging es mir auch um Gerechtigkeit und das Jobcenter Pankow verarschte Homer.
Ich gewann den Kampf und Homer bekam wieder sein Geld und eine nicht geringe Nachzahlung. Nach meinem Ermessen, hätte er noch Schmerzensgeld bekommen müssen........aber ich bin keine Rechtsanwältin......kein Alan Shore oder Danny Crane (aus Boston Legal, schon immer eine meiner Lieblingsserien) und wir lebten nicht in den USA, wo sowas möglich ist.
Ja, und für alle, die ständig von "Depressionen" - also, einer psychischen gehirnorganischer Erkrankung - faseln, wenn sie hören, dass ein Mensch Suizid begehen will oder es getan hat........
Homer, war an dem Tag, als er wieder Geld auf dem Konto hatte - dann wohl "wundergeheilt".
Das passt nicht zu dem, was die "Experten" sagen, "eine Depression ist eine ernst zu nehmende Erkrankung und muss behandelt werden".
Und wenn jemand sich umbringt, dann hätte er eine "Depression".
So ein Bullshit wird ja auch in dem JETZT hier mir vorliegenden Todesermittlungsbericht über Homer geschrieben.
NEIN, in den meisten Fällen - haben Sachbeabeiter in den Ämter, die Erfüllungsgehilfen dieses Staates, Schuld an so einer Selbsttötung. Wenn jemanden die Lebensexistenz als "Sanktion" entzogen wird........dann ist er nicht depressiv, sondern handelt realistisch, wenn er seinem Leben ein Ende setzen will.
Die Grundsicherung - wie sie im JETZT - genannt wird - ist der Endpunkt. Da mit Sanktionen zu kommen, ist zum einem völlig unsinnig und bringt zum anderen Menschen genau an den Punkt: Suizid.
Ich verweise hier auf zwei sehr gute Artikel, die ich in den letzten Tage im JETZT auf den Seiten von "Gegen Hartz" "Bürgergeld - die Grundsicherung muss untastbar sein" von Dr. Utz Anhalt las, der sich auf einen Artikel von Udo Endruscheit in der "Humanistischen Presse - "Die Grenze des Sozialstaats - Warum das letzte Netz nicht verhandelbar ist" bezieht.
Beide Artikel unterstützen meine Thesen, Beobachtungen und eigene Erfahrungen.
Da werden Millionen ausgegeben, um JETZT aber auch damals, diese Hartz - und jetzt Grundsicherungs-Reformen umzusetzen. Und auf der anderen Seite werden Millionen im JETZT für die sogenannte "Suizidprävention" ausgegeben.....
Da werden Hochhäuser für viel Geld gesichert, damit bloss keiner springt.
Ich weiss noch 2007 konnte man noch gut im Ihmezentrum Hannover von Haus-Nr. 2 springen. Da kam man auch als Nichtbewohner ganz oben hin.
Das rechte Haus ist es. Eine Freundin - Ex Kollegin aus dem Millieu - hatte sich dort 2006 erfolgreich herunter gestürzt.
Aber auch nicht wegen Depressionen.....sondern sie hatte einen Hirntumor und die Schmerztherapie, die sie bekam, war völlig unzureichend. "Sie könnte ja süchtig werden". Eine Operation war mit zuviel Risiken als "Gemüse" zu enden, verbunden. Von daher, war das für meine Freundin, die Lösung......und sie lächelt mir JETZT aus dem Jenseits zu und ist seitdem von ihrem Leiden erlöst..
Ja, heute ginge das nicht mehr. Alle Zugänge außerhalb der Wohnungen sind verschlossen.
Ich hatte sogar schon überlegt mir dort eine Wohnung zu mieten, obwohl das Umfeld Katastrophe ist.....so, als Versicherung, dass ich einen Ausweg hätte - aber mittlerweile wurden die Gebäude auch aussen für viel Geld gesichert. Damit niemand mehr die Chance hat, auf diese Art der Erlösung...
Nachdem jedenfalls Homers Existenz 2007 wieder gesichert war, nahm er sein Leben gut gelaunt und zufrieden wieder in seine Hände. Nix, von wegen Depression.
Der Strick wurde von dem Haken in seiner Pankower Wohnung entfernt....der Haken blieb.....
Als Homer und ich in die Erwerbsminderungsrente kamen, war das zum einen entlastend, zum anderen kam aber wieder die Angst vor Ämtern.....
Denn nun mussten wir Leistungen nach dem SGB XII beantragen. Bei dem "Team Sozialleistungen" der Stadt Ronnenberg.
Ich erinnere mich noch an die Anspannung, an den Tagen bevor wir unsere Anträge abgeben wollten. Die Formulare hatten wir uns auch schon, mit Valium intus, geben lassen.
Damals musste man alles noch persönlich abgeben.
So sassen wir auf dem Flur des Amtes - natürlich beide vollgedröhnt, aber trotzdem stark getriggert. Es ging ja um unsere Existenz....und bei den Erfahrungen, die wir vorher gemacht hatten..
ABER....welch' Überraschung......wir mussten zum einen gar nicht lange warten. Homer wurde von einer freundlichen jungen Frau in ein Zimmer gebeten und ich von einem netten jungen Mann.
Dieser nahm meinen Antrag entgegen, erklärte mir, dass meine Beiträge für Versicherungen, Mieterschutz und Sozialverband, mit einbezogen wurden. D.h. die bezahlte "quasi" das Amt. Das wusste ich zwar schon, aber ich nahm diese hilfreiche Geste zur Kenntnis und bedankte mich dafür.
Meinen Bescheid, machte dieser freundliche Herr gleich fertig und ich konnte ihn mitnehmen.
Ja, und bei Homer lief es genauso.
Wir guckten uns an und konnten es gar nicht fassen.
Noch voller Adrenalin machten wir erst einmal einen großen Spaziergang und dann genossen wir diese Entlastung.
Ich weiss noch, einmal hatte ich ein Betriebskostenguthaben und ich brachte den Betrag in bar, zu den Sprechzeiten, die damals noch ausreichend auf mehrere Stunden in der Woche verteilt waren, zu meinem zuständigen Sachbearbeiter. Legte ihm den Betrag auf seinen Schreibtisch.
Und der nahm ihn nicht an und sagte, erst einmal müsste eine Anhörung stattfinden und dann würde der Betrag als "Überzahlung" behandelt werden und von meinen Leistungen 10 % des Regelsatzes monatlich abgezogen werden. Darüber würde ich einen Bescheid in den nächsten Tagen erhalten.
So ging das ein paar Jahre, wo Homer und ich, diese Leistungen nach SGB XII erhielten.
Der faire Umgang mit uns von Seiten dieses Amtes, schenkte uns beiden sehr viel Lebensqualität und nahm uns unsere existenziellen Ängste......
Aber 2019 änderte sich alles in diesem Amt der Stadt Ronnenberg.
Zum Jahresanfang 2019 stellten wir unsere Anträge auf Weiterbewilligung. Bei mir war das einen Monat früher als bei Homer.
Ohne Angst betrat ich das Sozialamt. Homer wartete im Auto (damals hatten wir den Donald noch) und wir wollten noch Besorgungen machen. Ich hatte die Erwartung, dass es so schnell und reibungslos ging, wie immer.
Aber ich sah schon das ein anderes Schild an der Tür meines sonst zuständigen Sachbearbeiters hing.
Ich nenne ihn in diesem Blog "Die Soziale Kälte". Ich sah auch, dass Homer den nun auch hatte. Es ging dort alphabetisch zu, wer wem zugeteilt wurde. D.h. dieser neue Sachbearbeiter - Die Soziale Kälte - hatte nun mehr Leistungsempfänger als seine Vorgänger.
Ich wartete eine halbe Stunde und nichts tat sich.
Ich ging raus, zu Homer und informierte ihn über den Sachstand. Wir spürten beide zeitgleich ein Rumoren im Bauch. Ein Zeichen von Angst - unser Reizdarm.
Er wollte trotzdem warten.
Ich ging wieder rein.
Und die Soziale Kälte kam aus seinem Zimmer. Er nahm mir meinen Antrag ab und wollte damit wieder in seinen Raum gehen. Ich wie immer hinterher. Er: "Nein, Sie können nicht mit in mein Büro, warten Sie bitte draussen".
Der liess niemanden mehr mit in sein Büro. Vorher wurde man immer hinein gebeten. Manchmal, wenn der Sachbearbeiter etwas holte, war man auch ganz allein dort......
Es dauerte nochmal fast 30 Minuten. Mein Bauch rumorte und mein Herz raste. Valiums hatte ich nicht mit.
Dann kam er raus und gab' mir einen Bescheid, den ich gleich schnappte ohne ihn zu studieren und sah' zu dass ich weg kam.
Zuhause angekommen, schauten Homer und ich uns diesen Bescheid näher an und stellen fest, dass ich nur 20 Euro Leistungen bekommen sollte.
Der Bescheid war auch ganz anders aufgezogen....wir brauchten eine Zeit bis wir sahen, dass diese Soziale Kälte meinen Betrag, den ich noch auf meinem Konto gehabt hatte, als "Einkommen" berechnet hatte.
Ich räume mein Konto nicht immer gleich leer und es war doch logisch zu ersehen, dass dieses Geld, was da noch drauf war, nicht vom Himmel gefallen war, sondern Geld meiner Leistungen war.
Homer und ich kochten vor Empörung und Wut. Ich setzte mich an den Rechner um einen Widerspruch zu formulieren. Aber Homer meinte: "Wir fahren da jetzt wieder hin und du klärst das am besten gleich". Es waren ja noch Sprechzeiten. Wie man sieht hatte mein Einfluss Homer auch viel kämpferischer gemacht.....
Wir fuhren sogar ohne Valium wieder zum Amt........Homer kam mit rein. Dieses Mal warteten wir auch nicht, sondern wir klopften und stürmten gleich in den Raum der Sozialen Kälte.....der wollte uns wieder rausschicken. Aber Homer wurde laut und ich knallte ihm den Bescheid auf den Tisch und den Kontoauszug.
Ich glaube, die Soziale Kälte war ganz allein im Amt. Ich glaube er hat mutmaßlich Angst bekommen. Auf jeden Fall bekam ich ohne große Widerworte einen neuen Bescheid, der dieses Mal richtig war.
Die Sprechzeiten in diesem Amt wurden noch im Jahr 2019 auf zwei Stunden in der Woche reduziert.......
Homer bekam einen Monat später von der Sozialen Kälte die Aufforderung, dass er doch Wohngeld beantragen sollte, anstatt die Hilfe zum Lebensunterhalt.
Nicht als Bescheid, sondern als ein einfaches Schreiben.
Mit Wohngeld hätte Homer entscheidende Nachteile gehabt.....wer sich im Sozialrecht auskennt, weiss das. Zudem ist das nicht zulässig, dass einfach so zu bestimmen. Homer hatte rechtlich eindeutig Anspruch auf Leistungen nach dem SGB XII.
Diese Mal schlugen wir wieder gemeinsam bei der Sozialen Kälte auf - mit Valium - und einen exakt formulierten Widerspruch, obwohl das ja gar kein Bescheid war, den er Homer geschickt hatte.
Wir bestanden auf einen Bescheid und nach vielen Hin- und Her bekam Homer den dann auch.
Obwohl wir unsere Rechte kannten, war nun ein Pfeiler weg gebrochen für uns, der uns Halt gegeben hatte. Die faire Behandlung, was unsere Leistungen und unsere Existenz betraf. Wir beteten, dass die Soziale Kälte wieder abhauen würde....
Aber der überlebte Homer noch in seinem Amt...
2020 ging das munter weiter....ich bekam auf meinen Weiterbewilligungsantrag trotz Bescheid - kein Geld.
Da war schon Corona und die hatten die Sprechzeiten noch mehr reduziert. Es dauerte Tage, bis ich die Soziale Kälte telefonisch erreichte. Er bestellte mich ins Amt, um mir einen Scheck zu geben, den die örtliche Bank NICHT mehr annahm, so dass wir noch weite Strecken zur Hauptfiliale fahren mussten.....
Bei Homer lief es einigermaßen, außer dass wir beide keine Bescheide mehr bekamen, wenn unsere Leistungen sich veränderten. Seit 2020 hatten wir jeden Monat unterschiedliche Beträge auf unseren Konten.
Auf entsprechende Nachfragen, wurde gar nicht reagiert.........
Darum gibt es nach § 35 SGB X - die Begründugspflicht und gemäß §§ 45 und 48 SGB X muss nach jeder Aufhebung oder Änderung der Leistungen, ein Bescheid für den Leistungsempfänger erstellt werden.
Diese Paragraphen hatte ich damals nicht auf dem Schirm. Wir waren auch wegen der ganzen Corona-Sache im Schockzustand und es gab so viel zu kämpfen und zu bedenken, dass wir diese unterschiedlichen Beträge irgendwann einfach hinnahmen.
Hauptsache wir bekamen überhaupt Geld. Es waren keine großen Differenzen.Allerdings habe ich nun aufgrund eines aktuellen Problems im JETZT, mal alles nachgerechnet aus den Jahren und da kommt doch einiges zusammen.
NUR wir als Leistungsempfänger können nur ausstehende Beträge von einem Jahr geltend machen (dem Letzten..) während die Ämter einen bis 30 Jahre belangen können, wegen angeblicher Überzahlungen.....
Grundsicherung ist halt der Endpunkt.......mit fast 0 Handlungsspielraum und das fing 2019 verschärft an.
Mittlerweile im JETZT - seit diesem Jahr ist die Soziale Kälte nicht mehr im Amt - dafür herrscht dort eine "ihre Machtposition missbrauchende Eiseskälte", die insbesondere ältere deutsche Menschen mit puren Sadismus drangsalieren.
Aber eins nach dem anderen...
Mitte 2020 kam der nächste Schlag.
Ich bekam eine Betriebsrentennachzahlung.
Eigentlich erfreulich, könnte man meinen......aber nein, obwohl mir ein Anwalt vom VDK (das ist ein Sozialverband) versicherte, diese Nachzahlung könnte ich behalten, da dieses Geld ja von mir eingezahlt wurde, um meine Rente zu verbessern...........kürzte die "Soziale Kälte" ohne zu Zögern meine Leistungen für mehrere Monate um 70 % und berechnete dreiviertel der Summe dieser Nachzahlung als Einkommen.
D.h. ein Viertel davon dürfte ich nur behalten.
Die Begründungen, die die Soziale Kälte dafür lieferte, waren - wenn ich mir das heute im JETZT ansehe - rechtlich anfechtbar gewesen. Aber dieser Anwalt vom VDK hüllte sich in Schweigen.....
Und Homer und ich waren so gestresst, dass wir nicht richtig reagierten. Es war unser Geld. Wir hatten uns schon gefreut. Wir hatten damals vor uns ein Bäumchen dafür im Friedwald dafür zu kaufen. War auch wieder etwas morbide...aber es war uns wichtig. Außerdem brauchten wir neue Schuhe und Homer eine Tiefkühltruhe.
Daraus wurde alles nichts und ich sollte - lt. dem Anwalt des VDK - dankbar sein, dass ich jetzt monatlich etwas mehr Geld durch diese Betriebsrente zur Verfügung hatte......das so gering ist, dass es mir nicht als Einkommen angerechnet wird.
Der Amtsleiter erdreistete sich damals noch, mich einzuschüchtern, indem er mir telefonisch mitteilte, dass wenn ich jetzt einen Widerspruch machen würde, oder einen Rechtsanwalt einschalte, ich gar keine Leistungen bekommen würde, da dass Amt wegen der ganzen Flüchtlinge so überlastet wäre........
Ja, da habe ich nicht richtig gekämpft und Homer erstarrte wieder. Ich konnte das nicht verhindern. Wir waren beide im Ausnahmezustand und hatten sowieso jeden Glauben an Institutionen - Regierung und Justiz in Deutschland zu Recht verloren.
Trotzdem heute denke ich, ich hätte kämpfen sollen............aber das ist JETZT verschüttete Milch.
Ja, als ich ein paar Tage nach Homers Tod im Amt, wegen der Sozialbestattung anrief - hatte ich die "Soziale Kälte" am Apparat. Als der meinen Namen hörte, sagte der tatsächlich als erstes - bevor ich mein Anliegen vorbringen konnte: "Die Leistungen von Ihrem Partner habe ich schon eingestellt"........dann presste er ein kaum hörbares "mein Beileid" heraus.
Echt, ich war sprachlos und schwor mir zum wiederholten Mal, keine Telefonate mehr zu machen mit Institutionen - sondern nur noch alles schriftlich.
Ich fragte mich, woher er schon von dem Tod meines Partners etwas wusste?
Später fiel mir ein, dass bei Homer im Haus jemand mit seinem Namen wohnte und auch der Anfangsbuchstabe des Vornamens auf dem Klingelschild stand. Ich hatte mich oft gefragt, wenn ich Homer besuchte, ob das "die Soziale Kälte" war....
Seit Homers Tod war ich nie wieder bei seinem Haus gewesen.
Aber ich habe mir vorgenommen, wenn die Fahrradsaison beginnt, dort hinzufahren und mir das Klingelschild noch mal anzusehen und zu fotografieren.
Allerdings hatte ich auch mit meiner ehemaligen "Therapeutin", die im Frauenzentrum Ronnenberg arbeitete, gleich am nächsten Tag nach Homers Tod, telefoniert. Das Frauenzentrum gehört seit einigen Jahren zur Stadt Ronnenberg. Ich weiss nicht, ob sie bezüglich meiner Anrufe eine Schweigepflicht hatte oder nicht.....Vertrauen habe ich nicht mehr..aber da komme ich noch drauf.
Auf jeden Fall ist die "Soziale Kälte" seit diesem Jahr nicht mehr im Amt......wenn Homer noch leben würde, würde er sich freuen.
Allerdings hätten wir uns dann zu früh gefreut.
Denn nun arbeiten da wirklich Sachbearbeiter, die noch schlimmer sind, als die Soziale Kälte......
Dieser Satz stand in meinem Anschreiben mit dem Weiterbewilligungsantrag dieses Jahr:
"Sollten Sie Ihrer Pflicht zur Einreichung der Unterlagen bis zum 10.12.2025 nicht nachgekommen sein, laufen Ihre Leistungen zum 31.01.2026 aus!"
Das Schreiben kam am 05.12.2025 erst bei mir an. Datiert war es einen Monat vorher.......
Solche Drohungen hat nicht mal die Soziale Kälte gebracht.
Die Soziale Kälte hatte die letzten Jahre folgende Masche drauf:
Er schickte den Leistungsempfängern gar keine Weiterbewilligungsanträge mehr. Wer nicht drauf achtete und sich selbst einen Antrag runterlud und hinschickte, stand dann ohne Geld da.
Das ist letztes Jahr einer Nachbarin von mir so passiert, die dieses Jahr letzten Monat verstorben ist......Ruhe sie in Frieden. Es war die Nachtaktivistin. (Siehe Nöller & Co).
Ich schickte den Antrag noch in der Nacht zum 06.12.2025 mit allen Unterlagen - wie gewünscht - obwohl ich Bedenken wegen dem Datenschutz hatte - per Mail an das Amt und vorsichtshalber auch noch per Einschreiben. Wobei Einschreiben ja als Beweis bei Gerichten nichts mehr gelten.......
Eine Bestätigung das alles ok war, bekam ich nicht.
Auch einen Bescheid suchte ich nach einem Monat vergeblich in meinem Briefkasten.
Am 20.01.2026 - am Tag der telefonischen Sprechzeiten (2 Stunden in der Woche ein Witz...) rief ich die Telefon-Nr. in dem o.g. Schreiben mal an.
Ich hörte eine Bandansage: "Sie rufen außerhalb der Sprechzeiten an..bla bla".
Ich verbrachte dann diese 2 Stunden damit, so gut wie jede Nummer in dieser Abteilung des Amtes anzurufen - jedesmal mit dem selben Ergebnis. Bandansage: "Sie rufen außerhalb der Sprechzeiten an..."
Zwischenzeitlich rief ich auch mal in der Zentrale an, wo die Dame dort, mir wieder Nummern gab oder mich weiter verbund - wo wieder die Bandansage ertönte.....
5 Minuten vor Ende der Sprechzeiten erreichte ich - oh Wunder - die Dame (lt. Käseblattmitteilungen von Ronnenberg - eine "Quereinsteigerin"), die auch den Schrieb mit dieser unsäglichen Drohung unterzeichnet hatte.
Und wie konnte es anders sein? Die stellte sich dumm und sagte, sie wüsste von nichts, müsste erst eine Kollegin fragen bla bla...obwohl sie doch meinen Antrag bearbeitete.....Sie würde sich nachmittags nochmal bei mir melden.
Wer meldete sich nachmittags NICHT bei mir? Diese "Quereinsteigerin".
Ja, was tun?
Eine Sachstandsanfrage dieses Mal per Fax schicken, welches ich mir zwischenzeitlich eingerichtet hatte. Zu dieser Anfrage schickte ich meinen ganzen Antrag noch einmal an das Amt mit allen Unterlagen. Jedes Blatt einzeln. Es waren 42 Seiten.......d.h. eine Nacht sass ich hier am Rechner, deswegen.
Die Frage, wie das jemand schaffen würde, dem es wesentlich schlechter geht als mir und der nicht das Equipment, wie ich hat....stellte ich mir öfters. Wie z.B. meine Nachbarin.
Aber die hat es gut jetzt im Jenseits und sie muss so eine Drangsalierung nicht mehr mitmachen.
Ich muss hier auch mal ganz ehrlich sagen, wenn ich am 10.04.2023 ganz sicher gewesen wäre, dass Homer Suizid begangen hätte, so wäre ich ihm am selben Tag auf die gleiche Art und Weise gefolgt. Kabelbinder und Arbeitshandschuhe habe ich hier auch.
Aber die Zweifel darüber, dass er Suizid begangen hatte, liessen mich das nicht tun und hier weiter zu machen, obwohl mir bewusst war, dass es fürchterlich werden würde und bestimmt nicht irgendwie besser für mich.
So kämpfe ich immer weiter - vielleicht sterbe ich irgendwann an einem Herzinfarkt - ich trinke mittlerweile viel Kaffee - eine der wenigen Dinge auf die ich mich "morgens" freue und ständig werde ich ja von irgendeiner Seite drangsaliert, verletzt, psychisch mißhandelt....ich kann machen was ich will. Ich bin nur am kämpfen, kämpfen, kämpfen - entweder um meine Existenz oder darum die Wahrheit über Homers Tod zu erfahren und das seine Vollmachten anerkannt werden..
Mein Status ist "Outlaw"......hier im Amt habe ich mich nun auch so richtig unbeliebt gemacht.
Denn meine Leistungen wurden um über 50 % gekürzt Ende Januar 2026. Ohne dass ich einen Bescheid erhalten habe oder eine Erklärung.
Darauf habe ich einen einstweiligen Rechtsschutz beim Sozialgericht beantragt. Dem wurde statt gegeben........und ich bekam mein Geld.
Aber einen Bescheid habe ich immer noch nicht. Stattdessen bekam ich eine Mail von der Amtsleiterin der Abteilung Team Soziales in der sie, meinen "Kommunikationsstil" rügte........eine Entschuldigung wäre angemessen gewesen.
Dem Gericht hat die Stadt Ronnenberg einen Bescheid geschickt, das mir wiederum eine Kopie davon sendete.....
Da stehen auch wieder zwei Klopfer drin, die ich hier noch nicht veröffentlichen kann, da es ja noch ein laufendes Verfahren ist.
Fakt ist aber, ich werde bewusst drangsaliert.
Das ist nicht ein Jobcenter. Es geht nur um Weiterbewilligung meiner Leistungen. Grundsicherung im Alter....
Ich bin überkorrekt, was die Unterlagen angeht. Ich habe hier auch alles einzeln belegt durch die Faxe....
Trotzdem behaupten diese....ich habe noch keinen Namen für die neuen "quereingestiegenen Sachbearbeiterinnen"..... das Gegenteil und wollen noch Unterlagen haben, die ich nachweislich geliefert habe ( 3 x mittlerweile).
Ja, so sieht das aus.........
Im nächsten Beitrag geht es um die psychiatrische Betreuung, wo es ab 2019 auch Probleme gab, die Homer und mich sehr belasteten und wo wir viel Lebenszeit und Geld "vergeudet"? haben, um Unheil abwenden zu wollen. Indem wir Verfügungen und Vollmachten verfassten, wovon die Vollmachten, trotz anwaltlicher Unterstützung JETZT nicht anerkannt worden sind.........
"Die halbe Wahrheit ist eine ganze Lüge!"
Quentin Average in "Die Sünden von Natchez" von Greg Illes
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