Vor meiner Zeit...

 


 

Um das Geschehen zu analysieren, was meinem Partner und mir passiert ist, muss ich hier auch Dinge veröffentlichen, die er vor meiner Zeit mit Menschen erlebt hatte. 

Da er vieles aufgeschrieben hat und auch veröffentlichte, bin ich sicher, ich handele in seinem Interesse, wenn ich das hier mit erwähne.

Es handelt sich dabei hauptsächlich um Konflikte und Streitigkeiten, die er mit anderen Menschen hatte und die auch mutmaßlich etwas mit seinem Tod zu tun haben könnten. 

Seinen selbst verfassten Lebenslauf über seine Kindheit, Jugend und Berufleben, habe ich  hier schon veröffentlicht.

Aber es gibt noch mehr Material seit er 1984 Hannover und sein Elternhaus mit seiner ersten Frau verliess und nach Berlin zog.

Sein schlechtes Verhältnis zu seinen Eltern hat er ja in dem schon erwähnten Lebenslauf  ausführlich beschrieben. Dem ist erst einmal nichts hinzuzufügen.

Schauen wir uns als erstes seine zwei Beziehungen zu den beiden Frauen vor mir an. Über beide Frauen hat er mir NICHTS Postives berichtet. Beide Beziehungen gingen nicht gut auseinander.

Ich füge an dieser Stelle seinen Abschiedsbrief ein, den er 2006 an verschiedene Zeitungen schicken wollte. Im Postskriptum gibt es zwei Nachrichten an die beiden Frauen, die recht viel aussagen, über die Verhältnisse:

 Suizid wegen Hartz IV

Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei erhalten Sie Kopien meines Abschiedsbriefes und diverser Schreiben, sowie eine CD-Rom mit meinem Vermächtnis.

Verfahren Sie damit nach eigenem Ermessen.

Mit freundlichen Grüßen

P.S.: Bitte sorgen Sie für die Bergung meiner Leiche, um eine unnötige Belästigung der Nachbarschaft zu vermeiden. Vielen Dank."   

Die Maßnahme Nummer IV zur Verelendung und Terrorisierung der Bevölkerung des rechtskräftig verurteilten Straftäters Peter Hartz, und die Ausführenden in Politik, Wirtschaft und Verwaltung lassen mir nur den Suizid als Ausweg, um meine Selbstachtung zu bewahren.

Entgegen der offiziellen Begründung von der "marktwirtschaftlichen Notwendigkeit" treibt diese Menschen allein ihr asozial geprägter Charakter an, dessen abartige Grundzüge aus der Kindheit stammen.

Eine schlechte Erziehung, die sittlich-moralische Grundwerte vermissen ließ, motiviert sie, Schwächeren skrupellos großen Schaden zuzufügen.

Indem sie ihre Machtposition mißbrauchen, empfinden die Täter tief im Inneren ein kleines schmutziges Vergnügen darüber, ihre Mitmenschen aus Neid, Mißgunst und Schadenfreude leiden zu lassen.

Im lustvoll empfundenen Mißhandeln eines wehrlosen Opfers handeln sie ebenso kriminell wie Tierquäler, Vergewaltiger und Kinderschänder.

In einer Zeit, da diese Volksschädlinge im Alltag triumphieren, wo Geld-gier und Kriechertum zu pervertierten Tugenden erhoben werden, und die verlogene Politik das eigene Volk ohne Not mit Angst und Elend drangsaliert, kann ein anständiger Mensch nicht mehr in Würde leben.


Als Folge daraus empfinde ich jedoch weder Hass noch Zorn, denn es ist ein Anderer, der hierüber zu richten hat.

Acta est fabula.

Mit dieses Land und seine aufrichtigen Einwohner bedauernden Grüßen



P.S.: An meine Ex-Frau D.........:

Ich weiß, daß du damals nicht von mir schwanger warst!


PP.S.: An meine Ex-Frau E.......


Ich weiß, daß du damals Geld aus meinem Geschäft unterschlagen und es so absichtlich in den Ruin getrieben hast!

Ceterum censeo:

Weniger destruktive Konfrontation, mehr konstruktive Kooperation!


tata

 

Beide Frauen hatten ihn enttäuscht. Affären hatte mein Partner in dem Sinne keine. Es gab diese beiden wichtigen Beziehungen und ein paar sexuelle Begegnungen, aber nie während der Zeiten, wo er die Partnerschaften hatte.

Mit der ersten Frau war er verheiratet und sie haben beide im selben Betrieb als Zahntechniker gearbeitet. Dort kündigte er aber nach der Trennung von ihr. Sie hatte Affären während ihrer Ehe, was ihn sehr verletzte und auch die Scheidung später verursachte. Sie war schwanger, aber nicht von meinem Partner, da es zu der Zeit keinen Sex mehr zwischen ihnen gab. Sie hat das Kind nicht bekommen, aber das war wohl der Grund für die endgültige Trennung.

Mit der zweiten Frau, die er nicht heiratete, betrieb er nachdem er ein paar Jahre bei einer Autovermietungsfirma gearbeitet hatte, zusammen einen Schreibwarenhandel. Die Beziehung war von Anfang an nicht glücklich und nach seinen Aussagen von seiner Mutter initiert worden. Der Laden ging pleite und mein Partner stellte fest, dass seine damalige Partnerin, sich wohl sehr großzügig von dem eingenommenen Geld bedient hatte, Das Geld fehlte und war weg . Als er realisierte, dass sie ihn quasi bestohlen hatte, trennte er sich schwer verletzt von ihr.

Nach diesen zwei gescheiterten Beziehungen, lebte mein Partner fast 10 Jahre allein, in der Wohnung in Berlin-Pankow, bevor er mich 2007 kennen lernte und nach Ronnenberg in meine Nähe zog.

In dieser Zeit arbeitete er noch bei zwei Firmen, wo ich hier Namen nennen werde, da das in seinem Interesse wäre.

Zum einen war das die Fa. Bredent Dentalgeräte, wo er als Handelsvertreter für Dentalbedarf arbeitete. Hier erzählte er mir Horrorgeschichten über seinen Chef. Ihm wurde alles mögliche unterstellt.  Das Arbeitsverhältnis ging auch mit einem Rechtsstreit auseinander, wo mein Partner immerhin noch eine Summe "Schmerzensgeld" erklagte und ein gutes Zeugnis.

Zum anderen arbeitete er bei einer Personaldienstleisterfirma - als Pharmareferent. Er wurde von denen bei der Fa. Hoffman La Roche eingesetzt, wo folgendes passierte:  


Stellungnahme zu den geschilderten Ereignissen; angefordert durch meinen damaligen und letzten Arbeitgeber, dem Personaldienstleister Fa. ... vertreten durch meinen dortigen Vorgesetzten:

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Beschreibung der beruflichen Beziehung zu meiner unmittelbaren Vorgesetzten bei der Fa. Hoffman La Roche, Frau....... ( Gebietsleiterin Cottbus ) unter besonderer Berücksichtigung der Vorkommnisse am 10. Oktober 2000.

Der erste Kontakt zu Fr. .... fand während des Bewerbungsgespräches am 14. April 2000 statt, unter Beteiligung von Herrn ... ( Fa. Hoffmann La Roche, Regionalleiter Nord-Ost ) und Frau .... ( Fa. ... ).

Im Verlauf dieses Gespräches war durch ihre Mimik, Gestik und Körperhaltung deutlich, daß Fr. ...meiner Projektbeteiligung ablehnend gegenüberstand. Ich hatte meinen Eindruck ihr gegenüber verbalisiert und sie gefragt, welche Vorbehalte sie mir gegenüber hätte, und was ich tun könne, um ihre Zustimmung zu gewinnen.

Fr. ... Antwort lautete wörtlich:

Ich glaube kaum, daß Sie das können!“

Meiner Einlassung im Gespräch, daß ich ein großes Interesse an einer langfristigen, erfolgreichen und lukrativen Zusammenarbeit mit der Fa. Roche unter anderem auch deswegen hätte, da ich beabsichtigte in Zukunft eine Familie zu gründen, konterte Fr. ... mit der wörtlichen Frage:

Wie wollen Sie denn in Ihrem Alter noch eine Frau finden?!?“

Obwohl es mir damals gelang, diesen Affront mit einer scherzhaften Bemerkung zu überspielen, mußte mir spätestens zu diesem Zeitpunkt klar sein, daß Fr...  meiner Mitarbeit in ihrem Gebiet äußerst ablehnend gegenüberstand, so daß ich mir diesbezüglich keinerlei Hoffnungen machte.

Als ich später von der Personaldienstleisterfirma erfuhr, daß es mit der Fa. Roche doch geklappt hatte, war ich zunächst total überrascht und hocherfreut, nicht zuletzt auch darüber, daß es mir anscheinend doch irgendwie gelungen sein mußte, bei Fr. .... einen positiven Eindruck zu hinterlassen.

Bevor ich zur Produktschulung nach Grenzach fuhr, hat mich Fr.... zu einer zweitägigen Gebietstagung nach Grünheide eingeladen, bei der es eine Fahrradtour und einen Grill-Abend geben sollte. Ich fand es toll, gleich zu Anfang in das Team eingebunden zu werden und freute mich darauf, meine neuen Kollegen zu treffen.

Da ich etwas eher ankam, hatte ich Gelegenheit, erste Kontakte zu meinen Kolleginnen zu knüpfen, die alle sehr freundlich und aufgeschlossen waren. Als schließlich Fr. ... eintraf, ging ich offen auf sie zu, um sie zu begrüßen und ihr meine Freude darüber mitzuteilen, daß es mit uns beiden doch noch geklappt hatte. Fr. .... Antwort darauf war wörtlich:

Laß mich bloß in Ruhe!“

Sie setzte sich vor mich auf die Außentreppe des Hotels, zündete eine Zigarette an und ließ mich mit ausgestreckter Hand stehen.

Es wird verständlich sein, daß mich diese Zurückweisung wie ein Hammerschlag traf, da mir nun bewußt wurde, daß meine Übernahme in das Projekt doch gegen ihren Willen erfolgt war.

Und nicht nur das: Diese Szene wurde von einigen umstehenden Kolleginnen beobachtet, die sich daraufhin sofort von mir distanzierten. Im Verlauf des Tages nahmen mich die vorher freundlichen Damen kaum noch zur Kenntnis.

Ich versuchte, aus dieser Situation das Beste zu machen, indem ich mich während dieser zwei Tage zurückhaltend und abwartend verhielt. In einem kurzen Gespräch mit Fr. ... auf der Fahrradtour bestätigte sie mir, daß sie nicht für meine Einbindung gewesen wäre, ich aber erst einmal zur Produktschulung nach Grenzach fahren solle und man dann weitersehen werde.

Mein Verhalten und meine Leistungen während der Produktschulung sind bitte den beiden Beurteilungen in der Anlage zu entnehmen.

Zwischen den beiden Schulungsblöcken lagen zwei Wochen ( KW 24, 25 ) Außendienst-Tätigkeit im Bezirk.

Meine tel. Nachfrage bei Fr. ..., wie ich hierbei genau verfahren sollte, wurde mir wie folgt beantwortet ( wörtlich ) :

Hast du deine Grundausstattung bekommen?“

Ich: „Ja.“

Dann fahr` raus.“

Ich möchte dazu anmerken, daß Fr. ... mit mir bis zu diesem Zeitpunkt keinerlei Gespräch geführt hat, aus dem ich hätte entnehmen können,

a.) wie ich mich ihrer Ansicht nach organisieren soll,

b.) wie ich ihrer Vorstellung gemäß vorgehen soll,

c.) was genau sie von mir erwartet.

Ich hatte den Eindruck, daß sie an meinem Erfolg oder Mißerfolg völlig desinteressiert war.

Am Montag der KW 25 ( 19. Juni 2000 ) sollte eine Gebietsübergabe durch meine Vorgängerin ( aus einem Teilbereich meines Bezirkes ), Frau ..., stattfinden.

Diese „Übergabe“ bestand darin, daß ich in ihrer Anwesenheit Kundengespräche führen sollte, während sich der jeweilige Kunde jedoch wesentlich mehr für meine Kollegin und deren Fortgang aus dem Bezirk interessierte, und so mein Vortrag zur Formalität wurde.

Meine Fragen an Frau ...., was es Wissenswertes zu meinem Bezirk gäbe, wurde von ihr ausweichend, ungenau oder unverständlich beantwortet. Als ich sie darauf aufmerksam machte, antwortete sie mir ( wörtlich ):

Wie verkalkt bist du eigentlich schon?!?“

Sie teilte mir daraufhin noch mit, daß nicht sie eine „Bringe-Pflicht“ ( an Information ) mir gegenüber, sondern, im Gegenteil, ich eine „Hole-Pflicht“ ihr gegenüber hätte ( als ich dies später im Trainingszentrum erwähnte, erntete ich ungläubiges Kopfschütteln und Stirnrunzeln von seiten der Trainer. Außerdem hätte sie mit ihrem neuen Bezirk genug zu tun und könne sich nicht auch noch um die Belange meines Bezirkes kümmern.

Mir war nach diesem Tage klar, daß ich von Frau .... keinerlei Hilfe zu erwarten hatte.

Zu diesem Zeitpunkt sah ich mich einem totalen Chaos gegenüber und war bezüglich meiner Tätigkeit völlig verunsichert.

Zwei Tage später ( 21. Juni 2000 ) machte Fr. .... mit mir zusammen Besuche, wobei sie mit meinen Kundengesprächen zu meiner großen Erleichterung vollkommen zufrieden war.

Sie begründete ihr Lob ausführlich in den unterschiedlichsten Bereichen. Ich bin auch noch heute davon überzeugt, daß dies von ihr aufrichtig gemeint war.

Nach diesem erfreulichen Erlebnis war ich der Überzeugung, daß sich ihre Einstellung mir gegenüber zum positiven gewandelt hätte und so eine erfolgreiche Zusammenarbeit möglich sei.

Ich ging motiviert und mit Elan an die Arbeit; Einzelheiten meiner Vorgehensweise sind bitte meinen Monatsberichten zu entnehmen.

In der Folgezeit beschränkte sich die Kooperation mit Fr. .... auf gelegentliche Telefonate, ein persönliches Treffen um eine Abstimmung zwischen uns beiden zu erreichen, hat nie stattgefunden.

Ich habe also meinen Weg, die Fa. Hoffmann La Roche bei den Ärzten zu vertreten, im großen und ganzen allein finden müssen.

Um dies meinem Bezirkskollegen, Herrn.... , zu ersparen, habe ich ihm sofort angeboten, seinen ersten Tag im Außendienst ( 14. August ) mit mir mitzufahren. Erstens, um meine bisherigen Erfahrungswerte im Bezirk mit ihm zu teilen und zweitens unser gemeinsames Vorgehen abzustimmen. Dazu habe ich extra meinen Urlaub unterbrochen.

Er hat dieses Angebot gerne angenommen und seiner Aussage nach davon auch profitiert.

Ich habe ihm auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite gestanden und zwar so, wie ich es mir ebenfalls bei meinem Einstieg gewünscht hätte.

In meinem Urlaub erhielt ich von der Fa. Roche das Memo vom 23. August, in dem die Xenical-Aktion >leichter abnehmen< vorgestellt wurde, verbunden mit der Aufforderung, diese sofort in die Gespräche einzubinden.

Das hierzu mitgelieferte Material bestand lediglich aus den Patienten-Briefen, ich hatte zunächst keine Vorstellung, wie ich damit arbeiten sollte.

Schließlich hatte ich die Idee, mit dem Inhalt der Briefe meine eigene Präsentations-Mappe zu gestalten. Ergänzend dazu integrierte ich den XEN-Folder, gemarkerte wissenschaftliche Sonderdrucke und den Visualizer XENI-CALculiertes Abnehmen.

Bei dieser Gelegenheit fand sich auch der ideale Rahmen, um das Xenical-Muster effektiv einzusetzen, das ich in ein kleines Präsent für den Patient einband:

In eine vom Format her passende und durchsichtige Plastiktüte kam neben dem Muster eine Patienten-Information, auf deren Antwortpostkarte ich bereits die Chargen-Nr. eingetragen hatte, der Therapie-Paß, ein XEN-Kugelschreiber und eine Tüte Xenical-Fruchtgummis.

Dazu alternativ XEN-Schlüsselanhänger, -Briefwaage oder -BMI-Scheibe. Auf die Tüte selbst kam noch der 3-6-14-Aufkleber.

Auf diese Weise ist die Wertigkeit des Musters vervielfacht und der Arzt sieht sich veranlaßt, dieses dann auch sinnvoll einzusetzen.

Diese beiden Verkaufs-Werkzeuge setzte ich ab dem 11. September in meinen Gesprächen ein, wobei ich ausschließlich positive Reaktionen von Seiten der Kunden erfuhr.

Während des Meetings mit Fr. ... am 20. September, bei dem auch Herr ... anwesend war, stellte ich die Materialien und meine Vorgehensweise in einem mit ihr geführten Verkaufsgespräch vor. Fr. .... war mit der Gestaltung und Präsentation vorbehaltlos einverstanden.

Ermutigt durch diesen Erfolg verbrachte ich den Feiertag am 03. Oktober damit, eine Präsentationsmappe auch für Restex zu gestalten, da ich mit der Anwendung der Firmenunterlagen im Gespräch mit den Kunden keine rechte Durchschlagskraft erreichte.

Meine Ziele, die ich bei den Ärzten erreichen wollte waren, daß sie

1.) für die vier Leitsymptome des Restless Legs Syndroms sensibilisiert werden,

2.) bei Erkennen dieser Minimalkriterien die Diagnose RLS stellen,

3.) dabei automatisch an Restex denken,

4.) selbstverständlich das erste und bis heute einzige zugelassene Medikament für diese Erkrankung

rezeptieren.

Dazu habe ich in der Restex-Mappe ( ebenfalls wie bei Xenical ) Originalmaterial und gemarkerte wissenschaftliche Sonderdrucke eingebunden. Den wesentlichen Bestandteil bildeten jedoch Restex-Unterlagen, die ich in den Computer eingescannt und den Erfordernissen entsprechend bearbeitet hatte ( Motive wurden vergrößert, ausgeschnitten, neu kombiniert und in eine zweckdienliche Reihenfolge gebracht ).

Ich hatte ursprünglich geplant, Fr. .... und meinen Gebietskolleginnen diese Mappe auf der Tagung am 04. und 05. Oktober in Berlin vorzustellen. Davon habe ich aber Abstand genommen, als ich bemerkte, daß sie in diesen beiden Tagen unter erheblicher Anspannung stand, und mir deshalb der Zeitpunkt kaum geeignet schien.

Außerdem war am 10. Oktober ein gemeinsamer Besuchstag verabredet, so daß ich damals glaubte, dann eine günstigere Gelegenheit zu finden.

Am 05. Oktober fand in der Gebietsgruppe ein Erfahrungsaustausch zum Thema Xenical statt.

Ich stellte meine Besprechungsmappe und das Musterpaket vor. Einige der Kolleginnen äußerten sich positiv dazu, aber es wunderte mich, daß von der anwesenden Fr. .... weder ein Kommentar noch irgendeine andere Reaktion dazu kam.

Im weiteren Verlauf des Tages wurde im großen Plenum vor allen Kollegen aus den neuen Bundesländern durch das Xenical-Produktmanagement am Rande erwähnt, daß geplant sei, zukünftig die Vergabe von Xenical-Mustern in ein Paket unter Verwendung der Patienteninformation und anderen Beigaben zu gestalten.

Ich nahm zunächst lediglich zur Kenntnis, daß die verantwortlichen Herren auf eine ähnliche Idee gekommen waren wie ich, und fragte mich, ob Fr. .....meine bereits im Einsatz befindliche Anwendung gegenüber dem Management erwähnt hätte, oder es noch tun würde.

Immerhin hatte ich seit dem 11. September Erfahrung im Umgang mit diesem Konzept, und wäre gerne bereit gewesen, diese bei Interesse an geeigneter Stelle vorzutragen.

Ich hegte zu diesem Zeitpunkt noch keinerlei Argwohn in dieser Angelegenheit.

Kaum waren wir ( Gebiet Cottbus ) wieder unter uns, änderten sich Tonfall und Verhalten von Fr. ... mir gegenüber drastisch:

Als ich eine von ihr an mich gestellte Frage, die sich auf das eben im Plenum Gehörte bezog, ihrer Meinung nach falsch beantwortet hatte und auf Nachfragen nicht sofort reagierte, weil ich mich in diesem Moment überraschend angegriffen fühlte und einfach perplex war, fragte sie mich in einem aggressiven Tonfall ( wörtlich ):

Hast du eben die ganze Zeit geschlafen, oder was!?!“

Ich erwiderte, daß dies nicht der Fall war, und brachte durch Stirnrunzeln zum Ausdruck, daß ich ihren Ausfall mir gegenüber befremdlich fand.

Damit war diese Episode beendet.

Als ich mich kurz darauf mit meinen Kolleginnen, Frau .... und Frau ..... in einem anderen Raum traf, um Gespräche zu üben, äußerten sich beide betroffen über das aggressive Verhalten von Fr. .... mir gegenüber.

Ich kommentierte dies lediglich mit einem Achselzucken.

Für mich selbst war dieser Vorfall nur ein weiteres Indiz dafür, daß sich Fr......anscheinend in einem sehr gestreßten Zustand befand.

Dafür hatte ich Verständnis und nahm ihr die Sache auch nicht übel.

Kurz vor Schluß der Tagung bat mich Fr. ....e zu einem Gespräch unter Beteiligung von Frau ...... Als ich den Raum betrat, saßen beide Damen bereits zusammen auf einer Seite des Tisches, so daß ich nur noch Platz ihnen gegenüber fand.

Auf mich wirkte diese Anordnung, als stünde ich vor einem Tribunal.

Frau ....... begann sofort, mir heftige Vorwürfe zu machen:

1.) Ich würde hinter ihrem Rücken allen Kolleginnen erzählen, daß sie früher in meinem Gebiet nichts getan hätte.

2.) Ich hätte behauptet, daß Frau Dr. .... nie wirklich die ernsthafte Absicht gehabt hätte, an der PHS teilzunehmen.

3.) Ich würde fälschlicherweise behaupten, daß sie mir ihre Unterstützung versagt hätte.

Es ist meine Art, in solchen Konfliktsituationen ruhig und sachlich zu bleiben.

Dementsprechend antwortete ich ihr, nachdem sie geendet hatte:

Zu 1.: Es ist nicht zutreffend, daß ich gegenüber anderen Kolleginnen ein Urteil über die Qualität ihrer Leistungen in ihrem früheren Bezirk gefällt hätte.

Tatsächlich habe ich gegenüber Fr. .... meine Erfahrung geschildert, daß im Bereich Xenical in meinem Bezirk keine einzige Aktion läuft, weder eine Gesprächsgruppe besteht, oder sonst ein Anzeichen bei den Ärzten und Apotheken zu finden wäre, daß hier in der Vergangenheit intensive Bemühungen stattgefunden hätten.

Tatsache ist, daß die Ärztin Frau Dr. .... ( Seelow ) mir bei meinem Erstbesuch ( 17. Juli ) mitgeteilt hat, daß sie lange nicht von der Fa. Roche besucht worden wäre.

Deshalb sei sie im Bereich der ß-Blocker zunehmend auf Querto umgestiegen, da die Vertreter der Fa.... einfach öfter erschienen.

Auf meine Nachfrage, wann sie denn das letzte Mal von uns besucht worden sei, antwortete Frau Dr...... daß in diesem Jahr noch keiner von der Fa. Roche dagewesen wäre.

Tatsache ist, daß der Arzt Herr .... ( Müncheberg ) im Taris unter der Rubrik „Allgemeine Info“ von Frau ...... u.a. folgenden Eintrag erhalten hat:

Xenical-Verordner / wartet auf Xenical-Muster / war Nov.1999 zur Xen-FbV in Petershagen

Auf meine Nachfrage ( 10. Juli ) in der einzigen Apotheke im Ort ( Stadt-Apotheke ) nach den Xenical-Umsätzen wurde bereitwillig in dem Computer nachgesehen, mit dem Ergebnis, daß im Jahr 2000 noch keine einzige Packung Xenical verkauft worden sei!

Bei meinem Besuch der Ärztin Frau ..... ( ebenfalls Müncheberg ) teilte mir diese mit, daß der Arzt Herr..... Xenical zur Therapie ablehne!

Er wende in diesem Bereich eine eigene Eiweiß-Therapie an, und nutze seine dominierende Stellung im Ort, auf jeden Arzt in Müncheberg repressiv einzuwirken, sollte dieser seinem Patienten eine andere als die von Herr ...propagierte Eiweiß-Therapie empfehlen.

Frau .... lehnte die Annahme von Xenical-Informationsmaterial ab, mit der Begründung, sie befürchte, Herr .... könne davon Kenntnis erhalten!

Alle diese Umstände habe ich jedoch lediglich Fr. .... mitgeteilt.

Zu 2.: In der Tat habe ich durch die Kontakte mit Frau Dr. ... den Eindruck gewonnen, daß sie sich zur Teilnahme an der Studie vorschnell hat überreden lassen, ohne sich völlig über die damit verbundenen Konsequenzen im klaren zu sein.

Auch dies hatte ich ausschließlich Fr. .... mitgeteilt.

Zu 3.: Hierzu habe ich den bereits oben geschilderten Ablauf der „Gebietsübergabe“ dargestellt.

Tatsache ist, daß ich Dritten gegenüber lediglich bei Gelegenheit geäußert habe, daß sie ( Frau .... ) und ich uns aus einer natürlichen Antipathie heraus nicht gut verstehen würden.

Frau ..... bestritt alle von mir angeführten Argumente und Darstellungen.

Sie wiederholte ihren Vorwurf, ich würde hinter ihrem Rücken allgemein schlecht über sie reden.

Da sich Fr. .... bei diesem Gespräch sehr passiv verhielt und keinerlei Anstalten machte, auf den Konflikt ausgleichend einzuwirken, entschloß ich mich zu einer Geste des guten Willens:

Ich erklärte Frau ...., daß es niemals meine Absicht gewesen wäre, gegen sie persönlich Stimmung zu machen.

Sollte sie, aus welchen Gründen auch immer, einen gegenteiligen Eindruck von mir erhalten haben, so täte es mir leid und bat sie dafür um Entschuldigung.

Frau .... wiederholte schwach den Vorwurf der üblen Nachrede, verstummte dann jedoch und schaute hilfesuchend zu Fr..... rüber.

Es gab einen Moment des Schweigens, wobei ich Fr. .... ebenfalls anblickte, und in diesem Moment sah sie mich mit mühsam beherrschter Verärgerung an!

Dieser Blick sagte mehr als tausend Worte:

Ein friedlicher Ausgang des Gespräches lag offenbar nicht in ihrem Interesse!

Da das Schweigen andauerte, fragte ich beide Damen, ob sie noch etwas von mir erwarteten.

Beide verneinten dies.

Von außen wurde hereingerufen, daß die Abschlußversammlung im Plenum beginne, Frau ..... erklärte sinngemäß noch kurz, daß man alles so oder so sehen könne und daß die Sache damit erledigt sei. Sie sagte dies mit beleidigter Stimme.

In den beiden folgenden Arbeitstagen ( 06. und 09. Oktober ) habe ich die Restex-Mappe bei einigen wenigen Kundenbesuchen versuchsweise eingesetzt, wenn sich nach dem Xenical-Hauptgespräch noch Zeit und Gelegenheit bot.

Ich habe hierbei eindeutig festgestellt, daß es mir wesentlich einfacher und effektiver gelang, meine oben beschriebenen vier Ziele zu erreichen.

Desweiteren habe ich erreicht, daß ich die Ginkgo-Apotheke im größten Einkaufszentrum von Eberswalde für eine Xenical-Aktion ( KW 42 ) gewinnen konnte.

Ich hatte mit der Chefin, Frau .... vereinbart, am Freitag davor ( 13. Oktober / 13.30 ) alle Materialien anzuliefern, bei der Dekoration zu helfen und vor allem: mit ihr und allen Mitarbeitern einen Informations- und Motivations-Kursus abzuhalten, um sie in die Lage zu versetzen, ihre Kundschaft kompetent und überzeugend über alle Aspekte der Xenical-Therapie zu informieren.

Eine identische Aktion war mit der Hirsch-Apotheke im Einkaufszentrum von Angermünde für die KW 43 geplant. Die Absprache erfolgte hier mit Herrn ....

Da mir lt. Taris außer diesen noch sieben weitere Apotheken-Aktionspakete zur Verfügung standen, war ich hochmotiviert in meinem ganzen Bezirk flächendeckend solche Aktionen durchzuführen, um im Bereich Xenical effektiv was zu bewegen.

Als ich am 10. Oktober mit Fr..... zu gemeinsamen Kundenbesuchen zusammentraf, war ich motiviert, freute mich auf die Präsentation meiner Restex-Mappe, wollte ihr zeigen, wie gut meine Xenical-Strategie bei Ärzten ( dort besonders die Muster-Pakete ) ankommt, und war auch ein wenig stolz darauf, das es in puncto Veranstaltungen richtig losging.

Da die Ärztin Frau Dr...... ( Rüdersdorf ), wo der erste Besuch stattfinden sollte, zu Beginn der Sprechstunde zu einem dringendem Hausbesuch gefahren war, stieg Fr. ... zu mir ins Fahrzeug, und ich steuerte den nächsten Kunden an.

Sofort ging sie auf mich los mit Vorwürfen unterschiedlichster Art:

-Ich hätte Roche-interne Telefonate versäumt mit Personen deren Namen mir überhaupt nichts sagten, angeblich hätte sie mich bei dem Meeting am 20. Sep. dazu aufgefordert.

-Daß ich bisher keine Ärzte für Kursleiterschulungen habe gewinnen können, sei ein Skandal und durch nichts zu entschuldigen.

Inzwischen ( 08.30 ) waren wir beim nächsten Kunden, Ärztin Frau Dr. .... eingetroffen. Ich wußte jedoch, daß die Sprechstunde erst um 09.00 anfing.

Da das erste geplante Gespräch ausgefallen war, geriet mein Zeitplan durcheinander.

Ich bat Fr. .... kurz im Wagen zu bleiben, da ich nur kurz nachschauen wollte, ob es Zweck hätte zu warten. Die Praxis war zwar geöffnet und es saß auch ein Patient im Wartezimmer, der Empfang war jedoch verlassen. Ich erkundigte mich bei dem Herrn, aber er sagte, das er nur zur Spritze da sei und nicht wüßte, ob die Ärztin bereits eingetroffen sei.

Innerhalb einer Minute war ich wieder im Wagen und es ging weiter zur nächsten Praxis.

Kaum saß ich drin, setzte Fr..... ihre Vorwürfe und Anschuldigungen fort. Ich mußte mich allerdings auf den Verkehr konzentrieren, so daß mir heute nicht mehr in Erinnerung ist, worum es dabei ging. Diese Fahrt dauerte auch nur etwa 1 ½ Minuten, und wir erreichten die Praxis der Ärzte Dr. ... und Dr.med.....

Die Dame an der Anmeldung wollte einen Besuch ablehnen, ich blieb jedoch hartnäckig und verwies auf das neue Medikament Restex und die Notwendigkeit, daß einer der Ärzte darüber informiert werden sollte. Sie bat mich kurz zu warten und ging daraufhin mit meiner Visitenkarte in den Bereich der Sprechzimmer um einen der Ärzte zu fragen.

Während ich mit Fr. .... wartete, berichtete ich ihr von meinem Erfolg bezüglich der Apo-Aktion in Eberswalde, mußte jedoch zur Kenntnis nehmen, daß sie dies für wertlos befand, da es viel zu kurzfristig sei.

Mittlerweile sprach aus ihrer Stimme eine deutliche Aggression

Inzwischen kehrte die Schwester mit einer Absage zurück; es sei einfach zu voll und keiner der Ärzte hätte Zeit für ein Gespräch. Auf dem Weg zurück zum Fahrzeug sagte ich Fr. ... das die fragliche Apotheke eine Vielzahl von anderen Aktionen durchführte und daß sie nicht gerade auf die Fa. Roche warten würden.

Die KW 42 war die letzte Gelegenheit in diesem Jahr, so daß ich dort sofort zugegriffen habe.

Dieses Argument ließ sie nicht gelten, im Gegenteil:

diese Aktion würde der Fa. Roche eher einen Verlust einbringen!

Es müsse eine Vorlaufzeit von mindestens vier Wochen geben, in der die Patienten durch Poster in den Wartezimmern und Flugblättern auf diese Aktion aufmerksam gemacht werden müßten.

Ich wies sie darauf hin, daß die Ginkgo-Apotheke einen hohen Kundendurchlauf habe, und daß ich es selbst während meiner Wartezeit bemerkt hatte, daß Rat suchende Kunden geduldig und engagiert beraten werden.

Außerdem ist von den Ärzten in Eberswalde kurzfristig kaum irgendwelche Initiative zum Thema Xenical zu erwarten, dies hatte mir auch mein Vorgänger in diesem Abschnitt meines Bezirkes, Herr ..., bestätigt.

Ich bin fest davon überzeugt, daß wenn in dieser Stadt etwas zu bewegen ist, dies nur auf Initiative der Apotheken hin geschehen kann.

Fr.,,,, wies meine Argumente als unsinnig zurück und verlangte, daß wir weiterfuhren.

Auf der Fahrt zum nächsten Kunden machte sie mir Vorwürfe, daß ich sie nicht oft genug gefragt hätte, was Aspekte meiner Tätigkeit betraf.

Mir blieb zu diesem Zeitpunkt nur noch die Hoffnung, daß ich sie wenigstens mit meinen Kundengesprächen besänftigen könnte, denn ihr Tonfall mir gegenüber wurde zunehmend feindselig.

Nach etwa einer Minute Fahrtzeit kamen wir bei Frau Dr..... an. Auf der Treppe zur Praxis fuhr mich Fr. ... an, sie habe schon zehn neue Referenten eingearbeitet, aber keiner hätte ihr so viele Schwierigkeiten gemacht wie ich.

Als die Schwester uns bat nur einen kurzen Moment bis zum Gespräch zu warten, glaubte ich, den weiteren Tagesverlauf nun endlich in eine produktive Richtung lenken zu können.

Während wir etwa fünf Minuten warteten, fragte mich Fr. ..., warum in dem Regal mit Patienten-informationen nichts von Xenical stünde.

Ich informierte sie, daß dies eine Einrichtung eines speziellen Informations-Dienstes sei, wobei sich ein Schild an der Seite befindet, daß jeder anderen Firma die Mitnutzung unter Strafandrohung untersagte. Sie schien mir nicht zu glauben, ich stand deshalb auf und überzeugte mich, daß sich das besagte Schild an der uns abgewandten Seite des Regals befand.

Ich forderte sie auf, selbst nachzuschauen, was sie jedoch nicht tat.

Dann fragte sie mich, ob ich in dieser Praxis schon einmal gewesen wäre, was ich bejahte.

Weiter befragte mich Fr. ...., ob dies die Praxis eines Arztes oder einer Ärztin sei.

Meine Antwort lautete, daß wir hier auf das Gespräch mit einer Ärztin warten, während ich mich wunderte, was diese Frage bedeuten sollte.

Als dann am Empfang mehrere Damen im weißen Kittel standen, wollte sie von mir wissen, wer davon die Ärztin sei.

Ich identifizierte die Ärztin, und bemerkte in diesem Moment, daß Fr. .... versuchte, mir mit dieser Fragerei eine Falle zu stellen, um mich einer Lüge zu überführen.

Ich war über diese feindliche Absicht entsetzt.

In diesem Moment wurden wir von Frau Dr. ... zum Gespräch gebeten.

Ich stellte sie vor, und begann mit der Besprechung von Xenical. Fr. .... nutzte hierbei jede sich ihr bietende Gelegenheit, um meine Präsentation mit Zwischenfragen an die Ärztin zu unterbrechen.

Ich ließ mich jedoch nicht aus dem Konzept bringen und erreichte eine Abschlußvereinbarung der Gestalt, daß sie mir zusagte, bis zu meinem nächsten Besuch das XEN-Muster bei einem ernsthaft interessierten Patienten einzusetzen.

Im Anschluß setzte ich noch meine Restex-Mappe zur Präsentation des neuen Medikamentes ein, und jetzt nahmen die Unterbrechungen der Fr. .... unzumutbare Ausmaße an.

Ich schaffte es nur unter großer Mühe, die Besprechung zum Ende zu führen und fühlte mich in meinen Bemühungen von ihr nur noch sabotiert.

Frau Dr. .... wußte zum Schluß nicht mehr, auf wen sie hören sollte.

Als wir die Praxis verließen, teilte mir Fr. .... lakonisch mit, daß ich ja wohl ganz schön aufgeregt gewesen sei.

Ich antwortete, daß wir uns dringend über grundsätzliche Sachen unterhalten müßten. Auf ihre Nachfrage, was das denn sein solle, erklärte ich ihr, daß wir uns gleich im Wagen darüber unterhalten können und füllte erst einmal am Kofferraum meine Besuchstasche mit Abgabeartikeln auf, um mich ein wenig von der eben erlebten Tortur zu erholen und zu beruhigen.

In den Wagen eingestiegen, fragte ich sie direkt, aus welchem Grund sie mir heute diese Aggressivität entgegenbrachte.

Fr. ... erwiderte, daß ich mir das nur einbilde und ich offensichtlich die Neigung hätte, mich von jedermann verfolgt zu fühlen. Erst wolle mir Frau .... nur schaden, und wenn ich sie jetzt auch noch beschuldigen wolle, dann werde sie das nicht mitmachen, denn das seien nur Ausflüchte für mein eigenes Unvermögen.

Da sich ihre Stimme zum Ende ihrer Ausführungen in ein Geschrei gesteigert hatte, bat ich sie darum, das Gespräch in einer für beide Seiten akzeptablen Form zu führen, worauf sie sich beruhigte.

Ich fragte sie daraufhin spontan, ob sie dem Management von Xenical gegenüber erwähnt hätte, daß ich das Xenical-Muster schon längst in einer Präsentform eingebunden verwende, wie es jetzt offiziell geplant sei.

Fr. .... schaute mich nur an und sagte nichts. Offensichtlich hatte ich bei ihr einen sensiblen Punkt berührt.

Weiter fragte ich sie, ob sie meine Idee diesbezüglich als ihr eigene ausgegeben hätte um so bei ihren Vorgesetzten besser dazustehen.

Sie brauste erneut auf, bestritt, damit irgend etwas zu tun zu haben, ich solle es ja nicht wagen solche Verleumdungen zu äußern, das seien alles nur Ausflüchte von mir, ich sei ein schlechter Mitarbeiter, den sie am liebsten nur noch loswerden wolle.

Ich versuchte, die aufgeheizte Situation irgendwie in den Griff zu bekommen und machte den Vorschlag, jetzt erst einmal mit den Besuchen fortzufahren und später dann in Ruhe noch mal über alles zu reden.

Allerdings bat ich sie, bei den folgenden Gesprächen nicht mehr ständig dazwischen zu gehen.

Fr. .....antwortete darauf, daß sie sich von mir nicht den Mund verbieten lasse, und wenn sie was zu sagen hätte, würde sie das auch tun.

Daraufhin erklärte ich ihr, daß ich unter diesen Umständen den Begleitbesuch abbrechen müsse, da ich mich nicht einer Treibjagd aussetzen wolle. Ein Arztgespräch wie das letzte wollte ich nicht noch einmal erleben.

Sie sagte, daß mir das so passen könnte, und daß dies auf gar keinen Fall in Frage käme.

Ich kündigte an, daß ich sie jetzt zu ihrem Wagen zurückbringen würde, und griff zum Zündschlüssel.

Da schlug mir Fr. .... mit ihrer linken Hand meinen rechten Arm nach unten weg, um mich am Starten des Motors zu hindern.

Erneut versuchte ich, den Zündschlüssel zu betätigen, als sie mit beiden Händen meinen rechten Jackenärmel ergriff, und mit aller Gewalt zu sich riß.

Dabei schrie sie etwas, wobei ich mich nicht erinnern kann, ob es sich dabei um ein oder mehrere Worte handelte, oder ob es nur ein Aufschrei war.

Ich habe nur diesen Lärm im Ohr, der mir durch Mark und Bein ging.

Ich habe dann verlangt, daß sie mich sofort loslassen soll, was sie auch gleich tat.

Ich startete den Wagen und fuhr vom Parkplatz.

Auf der Strasse fahrend sagte ich, daß wir die Sache jetzt erst einmal ruhen lassen sollten, bevor noch einer etwas sagt oder tut, was er später bereuen müßte.

Im weiteren Verlauf der Fahrt bat mich Fr. .... 50 km/h zu fahren. Ich bemerkte, daß ich erheblich schneller fuhr und reduzierte sofort meine Geschwindigkeit. Ich sagte:

Oh, Verzeihung, ich möchte wirklich nicht, daß Du...“

Ich konnte diesen Satz nicht beenden. Mir fiel einfach nicht ein passendes Wort ein. Das kam mir irgendwie komisch vor.

Nach ein paar Minuten erreichte ich Fr. ... Fahrzeug. Sie öffnete die Autotür und sagte noch irgend etwas zu mir, ich weiß aber nicht mehr was. Zum Schluß sagte sie, daß dies Konsequenzen haben würde. Damit stieg sie aus.

Zunächst fuhr ich zur Praxis ..., dort besprach ich Xenical und Restex.

Weiter ging es zur Praxis ...., hier stellte ich lediglich Restex vor, ich bemerkte, daß ich meine Xenical-Mappe in der Praxis ... vergessen hatte. Also fuhr ich zurück, um sie zu holen. Mein nächstes Ziel waren die niedergelassenen Ärzte in der Poliklinik ....

Dort fand ich zunächst nicht den Eingang, den ich das letzte Mal benutzt hatte.

Ich fuhr ein paarmal hin und her, bis ich ihn entdeckte: ich war einfach mehrere Male vorbeigefahren, ohne ihn zu bemerken.

Ich parkte den Wagen, stieg aus und ging auf den Eingang zu.

In diesem Augenblick brach ich in Tränen aus!

Ich kehrte zum Fahrzeug zurück, wo ich mich schnell beruhigte, jedoch war mir jetzt klar, daß ich mich in einem Schockzustand befand.

Ich telefonierte mit Herrn ..... ( Seelow ), um nachzufragen, ob er sich entschieden hatte, zum Restex-Einführungssymposium in Hannover zu fahren. Er erklärte, daß er gerne fahren würde, allerdings hätte er das Anmeldungsformular verlegt.

Ich sagte ihm zu, daß ich es ihm noch heute faxen würde. Ich steckte das Programmheft in meine Jackentasche, um dies auf keinen Fall zu vergessen. Dann fuhr ich nach Hause.

Als ich dort ankam, hätte ich nicht sagen können, auf welchem Wege ich dorthin gelangt war.


Wie der Leser sieht, wurde mein Partner hier auf's Übelste gemobbt. Er hat sich dagegen auch mit einem Rechtsanwalt gewehrt, wurde aber trotzdem von der Personaldienstleistungsfirma gekündigt und kam aufgrund dieser Tusse, die ihm dort bei der Fa. Hoffmann La Roche grundlos, das Leben so schwer gemacht hatte, später in Hartz 4.  

Ich habe die  mal ergoogelt und habe einen enormen Hass gegen sie gespürt. Manchmal verfluche ich Leute...bin damit aber vorsichtig, aber die hätte einiges verdient.

Diese Berichte, die er auch mal in einem Blog veröffentlicht hatte vor meiner Zeit, habe ich jetzt erst nach seinem Tod gefunden.   

Natürlich habe ich auch mit ihm mitgefühlt, als er mir das erzählt hat. Aber das ganze Ausmaß ist mir erst JETZT bewusst geworden, was dort mit ihm gemacht wurde.

Um den Leser nicht zu überfordern, schliesse ich für heute erst einmal. 

Es gibt aber noch eine Fortsetzung zum Thema: "Vor meiner Zeit" über den Bruch mit seinem besten Freund zu berichten. 

 

   

"Die halbe Wahrheit ist eine ganze Lüge!"

Quentin Average in "Die Sünden von Natchez" von Greg Illes 

 


  

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 Unsere LEBENS- und Liebes-Geschichte in Bildern und Filmen findet Ihr im You-Tube-Kanal, meines Partners, den ich nach seinem Willen weiter gestalten werde:

 

Mein Mausebär und ich...der Anfang

Die ersten Jahre...  

Midlife...  

2017 - Teil 1 

2017 - Teil 2  

2018 - Benthe - Sealife - Zuhause  

 2018 - Autofahrt durch Hannover  

 2018 - Ausflug Marienburg 

 


2018 - Balkonien - Im Bärlauchwald - Geburtstagsfeier - Kalle Pe 

2018 - Hildesheim 

 

2018 - Anti - Zoo - Hannover Besuch

2018 - Ausklang - Endzeitbeginn


2019 - Gisela geht 

2019 - Das Leben geht weiter 

2019 - Jahresausklang 



 

 

 




























 

 

  

 

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