Herz und Depressionen
Wenn ich aus dem Haus gehe, ist mein erster Blick in den Himmel. Und jedes Mal sehe ich Herzen, die immer perfekter werden. Am Anfang, kurz nach Homers Tod, waren sie eher unförmig, so wie auf seinen Geburtstagskarten an mich von ihm gezeichnet.....
Aber jetzt gibt es perfekte Herzen und viele Symbole zu sehen, die uns verbinden. Es ist eine Art der Kommunikation zwischen uns.
Sehr oft sehe ich auch ein Hundegesicht - einen Terrier. Das wird entweder seine Daisy sein oder mein Andy...
Vorgestern war der ganze Himmel voller Herzen. Ich musste lächeln. Daraufhin kamen noch mehr....alles Herzen.
Zuhause sah' ich mir die 1. Folge der 5. Staffel von Ray Donovan an.
Wer die Serie kennt, weiss, dass die 4. Staffel sehr harmonsich endet und eigentlich hätte die Serie damit zuende sein können, alles war gut.
Aber es gibt insgesamt 7. Staffeln und einen Film als Finale bei Paramount.
Die 1. Folge der 5. Staffel, fängt normal an. Ray erledigt seine Aufträge. Dann wird angedeutet, dass seine Frau Abbey nicht mehr lebt. Es war ein Schock.
In der 4. Staffel erkrankte sie an Krebs, der aber am Ende geheilt wurde.
Homer und ich waren Serienjunkies. Ich bin es natürlich immer noch. Und bei solchen Serien, wie Ray Donavan gehe ich total mit und es gibt starke Identifizierungen - immer mit den männlichen Protagonisten.
Es gab dann die erste Rückblende in dieser 1. Folge der 5. Staffel - Abbey und Ray bei einer Autofahrt, wo dieser Song im Hintergrund gespielt wurde:
DER Song......der Homer und mich verbindet. Er hat ihn so oft gehört. Es war unser Song....ich höre ihn seit seinem Tod ständig. Homer hatte eine Playlist, dessen Reihenfolge unsere Geschichte erzählt. Er hörte sie nur. Und JETZT läuft sie bei mir den ganzen Tag.
Ich glaube nicht an Zufälle. Es war ein Zeichen.
Es wird bald Zeit. Wir sind verschmolzen forever. Halb bin ich schon bei ihm.
Am 10.04.2023, als ich mit dem Rad nachhause fuhr und mir der Seelsorger und die Kripo sagten, sie gehen mutmaßlich von Suizid aus, war für mich der nächste Schritt ganz klar. Ich hatte nicht vor hier zu bleiben. Kabelbinder und Arbeitshandschuhe hatte ich auch zuhause.
Allerdings war von Anfang an dieser Zweifel. Die Handschuhe die Homer trug lt. Aussage der Kripo, kannte ich nicht. Sie lagen neben ihm, als ich ihn das letzte Mal auf seinem Teppich liegen sah. Das angefangene Frühstück, der Tag vorher...... unser gemeinsames Leben..
Mein Bruder war ja schon bei meiner Wohnung als ich mit dem Fahrrad ankam.
In der Reflektion, als ich ihm alles erzählte, wurden die Zweifel zur Gewissheit. Das konnte kein Suizid gewesen sein.
Das ist der Grund, warum ich hier noch sitze, auf meinem Sofa und schreibe, in den Himmel schaue, schon mit einem Fuss im Jenseits stehe immer verbunden - verschmolzen mit meinem Liebsten, unendlich traurig bin, aber mit dem Wissen, das wird vorüber gehen, bald sind WIR wieder zusammen - näher - und ich muss das hier nicht mehr endlos mitmachen.
Es ist bald geschafft.
Es gibt noch Sachen zu tun und meinem Bruder will ich es nicht antun.
Aber der zieht sich immer mehr von mir zurück. Es ist auch richtig. Ich verstehe das. Ich will niemanden so weh tun, wie ich es jetzt manchmal fühle.
Ich weiss ganz genau, das war niemals Homers Absicht. Das hat er nicht getan
Und vielleicht schaffe ich es noch, es aufzuklären, was am 10.04.2023 vormittags im Merkurweg 2 - in Homers Wohnung WIRKLICH passiert ist. Ich tue alles dafür, was in meiner Macht ist.
Es würde mich ruhiger gehen lassen. Obwohl ich es dort ganz sicher erfahren werde im Jenseits. Aber es ist trotzdem WICHTIG für Homer und mein Leben, dass es auf dieser Welt geklärt ist und es vielleicht noch etwas weltliche Gerechtigkeit gibt.
In den nächsten Staffeln von Ray Donovan wird Ray das durchmachen - allerdings mit einer Famiie, die bei ihm ist - was ich seit drei Jahren erlebe.
Das wird nie wieder gut.
Schon in dieser 1. Folge der 5. Staffel, sagt so ein therapeutischer Bewährungshelfer zu Ray, dass er sich nicht so in seiner Trauer verlieren soll, sondern...
Da steht Ray einfach auf und lässt den Therapeutenfuzzi allein sitzen...
Ja, ich habe so Scheiss-Sprüche und diese Erwartungshaltung auch erlebt.
Es ist keine Depression - es ist reine Trauer, die NIEMALS endet, solange ich auf dieser Welt bin und die ich auch pflege. Ich werde das NIEMALS in den Hintergrund gehen lassen. Homer war MEIN Leben. Und das ist JETZT vorbei.
In der 141. Folge von Selbstwort den Podcast um Suizid, ab 2.03, erzählt die Mutter eines Sohnes, der mit 15 Selbstmord begangen hat, über ihre Therapieerfahrungen, die genau dieses beschissene Verhalten von Therapeuten beschreiben, die Trauer pathologisieren wollen und auffordern wieder ein "Happy Baccardi" Leben zu führen.
Als wenn alles so wäre wie immer.
Sicher, der Tod gehört mit zum Leben. Das muss jeder akzeptieren. Aber Akzeptanz heisst nicht, dass es weniger weh tut und das davon die Trauer verschwindet. Dass sollten die Leute (insbesondere Trauerbegleiter und Therapeuten) genauso akzeptieren.
Und es gibt Beziehungen zu Menschen, die gehören so zu einem Leben dazu, so dass der Verlust dieses Menschen, niemals zu verkraften ist. Da hilft auch nichts. Das ist einfach so.
Ich bin sehr sicher, dass es bei mir keine Depression ist, um zu den Themen zu kommen, die ich in diesem Beitrag bearbeiten will. Es ist ganz simpel Trauer, was eigentlich nachvollziehbar sein sollte.
Mit Depression, wie sich das anfühlt, habe ich mich in letzter Zeit ausgiebig beschäftigt. Im diesem Zusammenhang möchte ich diesen Podcast empfehlen:
Krebs, Depression und Sonnenschein
Der ganze Podcast ist hörenswert. Ich habe in den Folgen am meisten darüber gelernt, was es heiss depressiv zu sein. Obwohl der Depressive - Marcel - immer wieder betont, dass so wie er sich fühlt und damit umgeht, nicht allgemeingültig ist.
Trotzdem, ich bin sehr sicher, dass er sehr gut beschreibt, wie es ist. Ich konnte mir vorher nicht vorstellen, wie es sich anfühlt.
Auch in Bezug auf Homer, dem ja Depressionen unterstellt wurden und die ihn in den Suizid getrieben haben sollen und dass mutmaßlich nur, weil in seinem Schrank ein Antidepressivum gefunden wurde und er 2003 schon einmal die Absicht hatte, sich sein Leben zu nehmen.... , muss ich genau wissen, wie es ist eine Depression zu haben. Denn ich kenne das nicht.
2006 hatte Homer keine Depression. Das war nicht der Grund, warum er seinem Leben damals ein Ende setzen wollte.
Er schrieb es mir:
"Aber ich hatte es angesprochen, mir droht die Zerstörung meiner Existenz und die Konsequenz wäre für mich der Suizid. Das ist mein Ernst..."
..."Ich verfüge noch über 250 Euro, danach ist endgültig Schluss. Ich erhalte seit Februar kein ALG II mehr, weil ich es ablehne in einen 1 Euro-Job gepresst zu werden, nur um aus der Arbeitslosenstatistik zu verschwinden. Mein diesbezüglicher Einspruch wird einfach nicht bearbeitet; die Briefe meines Anwalts werden ebenfalls ignoriert..."
(Die ganze Mail ist im Beitrag "Geld" zu lesen)
Ja, was ist daran pathologisch? An meinem Homer bestimmt NICHTS. Höchstens an den gesellschaftlichen Bedingungen, die 2000 mit den Grünen in der Regierung ihren Anfang nahmen.
Das war doch völlig logisch, dass wenn Homer kein Geld mehr hatte, er sich umbringen wollte. Das ist nicht depressiv!.
Die Wunderheilung - von der angeblich psychischen Erkrankung, die später als "Depression" und "Narzisstische Persönlichkeitsstörung" diagnostiziert wurde - geschah, als ich es erreicht hatte, dass das Jobcenter Homer sein Geld zahlte. Inklusive Nachzahlung.
In den 16 Jahren, die ich mit Homer verbracht habe, hat er sich nicht so verhalten oder gefühlt, wie der Marcel es in dem o.g. Podcast von sich beschreibt. Homer schlief zwar auch tagsüber mal gern und machte ein Nickerchen, aber das war nach aufregenden Ereignissen.
Allein unsere Sexualität war ja nicht 0815, da haben wir beide danach immer ein paar Runden gepennt.
Wenn Homer etwas getan hat, dann hatte er auch Lust dazu. Im Gegensatz, zu dem Marcel in dem Podcast, der etwas tut, weil es getan werden muss, aber er hat aufgrund der Depression keine Lust oder Motivation dazu. Wenn Homer keine Lust hatte etwas zu tun, tat er es einfach nicht. Sondern erst dann, wenn er Bock darauf hatte.
Ich bin eher so, dass ich Dinge, auch gegen meine Lust und Motivation tue, weil ich meine sie müssen getan werden. Deswegen brauchte ich auch immer wesentlich länger für Sachen, wie z.B. Hausarbeit, als Homer. Weil ich zwischendurch dann etwas mache, was mir mehr Spass macht.
Im Moment heute z.B. bin ich grade am Abwaschen, dann fiel mir das mit der Depression ein, was ich hier schreiben könnte und zack.....sitz ich am Rechner. Während das Abwaschwasser kalt wird.
Da hat Homer immer drüber gelacht. Er meinte, ich solle Sachen stehen lassen, und sie später oder am nächsten Tag tun, weil so würde ich nie fertig werden. Aber ich zwing mich dazu, bin dabei auch etwas schlecht gelaunt, und oft zu spät mit allem fertig.
Aber ich mache die Sachen, wenn ich auch jede Ablenkung willkommen heisse...kommt eine Messenger-Nachricht, wird die erst einmal gehört und beantwortet, obwohl ich eigentlich das Bad z.B. sauber machen wollte.
Natürlich gibt es noch mehr Indizien, warum weder Homer, noch ich depressiv waren, oder sind, aber die genannten reichen erst einmal, um meine Bewertung zu begründen.
Psychisch waren es eher Ängste worunter wir gelitten haben - beide. Angst vor struktureller Gewalt von Autoritäten. Da wurde aus Angst dann auch öfters Wut und Hass. Es war ein ständiges Hin- und Her. Die Lebensbedingungen unter denen wir lebten lagen ja in den Händen von anderen Leuten. Das ist egal, ob man arbeitet oder nicht. Auch bei Leuten, die selbstständig sind/waren ist das so...
Das waren Sachen, wo wir nicht mit umgehen konnten. Meine Eltern übrigens auch nicht.....
Als Homer wegen seinem Rentenantrag und seiner psychischen Diagnosen eine stationäre Therapie machen sollte, schrieb er das an die behandelnden Ärzte, Gutachter und die Rentenversicherung:
Die Umstände einer stationären Therapie hätten auf mich und die Beziehung zu meiner Freundin, ausschliesslich negative Auswirkungen. Der Gedanken an die zeitliche und räumliche Einschänkungen meiner Bewegungs- und Entscheidungsfreiheit löst in mir alle Stressreaktionen aus, die ich bereits zuvor geschildert hatte.
Insbesondere der erzwungene längere Kontakt zu anderen Menschen, gleich ob Ärzte oder Patienten, erfüllt mich mit einem Gefühl der Abscheu, was ich die Betreffenden sicherlich spüren lassen würde. Sollte die Rentenversicherung eine Fortzahlung der vollen Erwerbsminderungsrente von einer zuvor absolvierten stat. Therapie abhängig machen, blieben mir nur zwei Alternativen:
Die totale Verweigerung mit der Konsequenz, dass ich erneut in die menschenverachtende Knochenmühle von "Hartz IV" zurückstürzen würde, wobei ich die dortigen Anforderungen nicht erfüllen kann, und mir erneut mit Leistungskürzungen und -einstellung die Obdachlosigkeit droht und als Ausweg nur der Suizid bleibt.
Oder der "totale Psycho-Krieg in der Anstalt, dem neben mir sicher auch andere zum Opfer fallen würden. Denn wer mir widerstehen will, muss selbst durch eine üblere Hölle gegangen sein, als ich.
Das hatte er so - ohne meinen Segen - abgeschickt. Mir hatte er es erst hinterher zum lesen gegeben.
Ich hatte danach die größten Ängste, dass das Konsequenzen für meinen Homer haben könnte - aber er kam damit durch. Er musste keine stationäre Therapie machen und bekam seine Rente weiter.
Ich weiss, dass er jedes Wort ernst gemeint hatte.....er war so. Obdachlos, wäre er zu der Zeit nicht geworden, weil es gab ja mich. Aber im Falle der Gefahr einer Obdachlosigkeit weist die Ankündigung eines Suizides keineswegs auf eine psychische Erkrankung hin.
Im April 2023 standen keine unmittelbare Gefahren - ausgehend von struktureller Gewalt - im Raum. Es gab keinen Grund mehr - nachdem das mit dem Impfen vom Tisch war - über einen Suizid nachzudenken.
Was aber wackelig war - das fing Anfang 2022 an - war Homers körperlicher Gesundheitszustand. Homer litt unter Herzrythmusstörungen. Er litt wirklich darunter. Denn ich habe die auch und mir war und ist das völlig egal. Homer aber bekam Angst, wenn sein Herz stolperte. Ich weiss ungefähr wie sich das anfühlt und ich weiss, das geht auch wieder weg. Aber dadurch, dass er dann Angst bekam, dauerte es bei ihm oft länger, bis sich wieder alles eingependelt hatte.
Zweimal rief er 2022 deswegen morgens den Rettungswagen. D.h. Homer wollte leben. Er hatte Angst an Herzversagen zu sterben. Er nahm dafür in Kauf in ein Krankenhaus zu gehen. Eine stationäre Psychotherapie hätte er nie gemacht, da drohte er mit Suizid, sollte er dazu gezwungen werden, aber wenn es um seinen Körper ging, da liess er sich freiwillig abholen.
Im Gegensatz zu mir. Ich hatte schon immer mehr Angst vorm Krankenhaus als an Herzversagen zu sterben.
Ich habe das nicht verstanden, habe ihn aber gelassen, denn natürlich habe ich auch Angst gehabt, dass er an Herzversagen stirbt. Aber ich bin dann selbst von einer Panikattacke in die andere gerutscht, weil ich 2022 ja nicht mit in das Krankenhaus dürfte wegen Corona.
Homer war aber immer nur ein paar Stunden im Krankenhaus. Beim ersten Mal bekam er Metoprolol (einen Blutdrucksenker) über einen Tropf verabreicht, danach ging es ihm sofort besser und die Rhytmusstörungen waren weg.
Er liess sich Metoprolol von der Hausärztin verschreiben und fing an das regelmäßig zu nehmen. Das war im Januar 2022.
In der Gebrauchsanweisung steht das Metoprolol Depressionen als Nebenwirkung auslösen kann.
Aufgefallen ist mir, dass Homers Antrieb gemindert war, seit dem er dieses Medikament nahm. Nicht sehr stark, aber ein bisschen.
Es gab zwischen uns nun auch einen Unterschied mit unseren Befindlichkeiten. Homer hatte, wie auch nach dem ersten Krankenhausaufenthalt festgestellt wurde, einen permanent zu hohen Blutdruck.
Ich dagegen habe seit ca. 2018 oft einen zu niedrigen Blutdruck. Deswegen ging es mir dann schlecht und ich schüttete mir Kaffee mit 4 Löffel Zucker rein, und übersalze alle Essen. Danach geht es mir wieder gut. Homer liebte diesen Kaffee mit Zucker und Salzzeug. Dürfte das aber alles ab 2022 nicht mehr.
Da war er manchmal muffig drüber.
Leider kamen die Herzrhythmusstörungen wieder und er liess sich Anfang Mai 2022 wieder mit dem Rettungswagen abholen. Dieses Mal bekam er kein Metoprolol und sollte im Krankenhaus seine Staubschutzmaske tragen.
Dann wollten sie ihn stationär aufnehmen und einige inversive Untersuchungen machen, teilweise auch unter Narkose.
Er rief mich total in Panik an. Ich stand mit meinem Smartphone vorm Krankenhaus. Selbst mit Herzrhythmusstörungen wegen meiner Panik.
Er wollte diese Untersuchungen nicht machen lassen, hielt es mit der Maske nicht aus und wollte nun auf eigene Gefahr raus. Wir gingen dann ein Stück zufuss zur Bushaltestelle (2022 hatten wir den Donald nicht mehr), weil wir kein Taxi bekamen.
Und da ging es Homer mit einem Mal besser, durch die Bewegung. Wir sind an dem Tag fast zufuss nachhause gegangen und alle Spannung fiel von Homer ab. Auch ich war erleichtert. Seit dem Tag, machte Homer jeden Tag einen Spaziergang - und wenn es nur um den Häuserblock war.
Homer ging gleich am nächsten Tag zum Hausarzt, liess dort ein EKG machen, wo alles ok war. Auch einen Kardiologen suchte er auf, der ihm versicherte, dass er 100 Jahre alt werden würde und Herzrhythmusstörungen schon mal vorkommen könnten. Das Metoprolol sollte er weiter nehmen.
Das sind alles Handlungen, die zeigen, dass Homer leben wollte.
Ich hätte das im umgekehrten Fall, ganz ehrlich gesagt, alles nicht gemacht.
Es war auch nicht so, dass bei Homer dieser Besuch beim Kardiologen und die Einnahme des Metoprolol eine Besserung brachten. Die Rhythmusstörungen hatte er immer noch ab und zu.
Ich traue Ärzten nicht. Homer war manchmal sehr blass und aufgrund seiner Körpergröße und Gewicht, brauchte er ein bisschen höheren Blutdruck. Das sagte er selber, dass es ihm bei 160 oberer Wert besser ging als bei 130.
Im April 2023 - Karfreitag und Ostersonntag, wo wir uns das letzte Mal gesehen haben auf dieser Welt, ging es ihm aber gut vom Herzen und Kreislauf her.
Als ich ihn am 10.04.2023 zu unserer Telefonzeit nicht erreichte, dachte ich trotzdem sofort an Homers Herz. Ich dachte, da wäre wieder irgendwas. Darum habe ich den Krankenwagen gerufen und zu Homers Wohnung geschickt.
Ich habe es auch die ganze Zeit geglaubt, dass er einen Herzinfarkt oder so hatte, als ich dort ankam und noch warten musste, weil die Sanitäter und der Notarzt in seiner Wohnung waren.
Das mit dem Kabelbinder habe ich erst erfahren, als plötzlich dieser Seelsorger auftauchte und es mir sagte. (Darüber berichte ich in einem anderen Beitrag noch ausführlicher.)
Als mein Bruder und ich am 10.04.2023 später wieder in Homers Wohnung fuhren, nachdem wir mit der Kripo telefoniert hatten und die sagten, dass sie dort fertig waren, fiel mir auf, das ein Buch quer auf Homers Bücherregal vor den anderen Büchern lag.
Homers Bücher standen alle geordnet in Reih und Glied in. Dass da ein Buch einfach so rumlag, war untypisch.
Es handelte sich um dieses Buch:
In dem Buch befand sich als Lesezeichen? eine Weihnachtskarte, die ich Homer einmal geschenkt hatte.
Sie steckte zwischen den Kapiteln: "Anwendung eines Elektroschocks bei plötzlichen Herzstillstand" und "Durchführung eines Luftröhrenschnittes".
Ein Luftröhrenschnitt haben die Sanitäter bei Homer gemacht und so ein Rohr in die Luftröhre geschoben unter dem Kabelbinder. Das sieht man auch auf den Fotos des Tatermittlungsberichtes.
Homer muss dort etwas nachgeschlagen haben und das Buch dahin gefeuert haben. So lag das im Regal. Ob direkt am 10.04.2023 oder schon früher, kann ich nicht sagen. Am 09.04.2023, als ich bei ihm war, habe ich da nicht drauf geachtet.
Hatte er das Gefühl am 10.04.2023 einen Herzstillstand zu haben? Hatte er wieder Herzrythmusstörungen, dass er in dem Buch nachgesehen hatte, was man tun konnte? Aber nichts Erhellendes, was er selbst hätte tun können, gefunden?
Oder hatte er den Kabelbinder um den Hals und konnte sich nicht befreien und wollte selbst einen Luftröhrenschnitt machen? Denn die Sanitäter wissen wie man das macht und haben sicherlich nicht in Homers Bibliothek in diesem Buch nachgeschlagen.
Auf der Weihnachtskarte von mir, die in dem Buch steckte, habe ich ihm u.a. "Akzeptanz für alle Situationen" gewünscht. Hat er das noch schnell vor seinem Tod für mich hinterlassen? War das eine Botschaft? Denn Homer war klar, dass mir das mit dem Buch auffallen würde.
Diese Gedanken sind mir alle gekommen, als ich das Buch in den Händen hielt.
Aber auch wenn es so wäre, erklärt das nicht WIE Homer zu Tode gekommen ist.
"Die halbe Wahrheit ist eine ganze Lüge!"
Quentin Average in "Die Sünden von Natchez" von Greg Illes
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Diesen Blog gibt es jetzt, wie versprochen, auch mit sehr großer Schrift (schwarz auf weissen Hintergrund) mit einem geordneten Inhaltsverzeichnis unter:
"Mutmaßlich - Protokolle über den Tod meines Partners".
Unsere LEBENS- und Liebes-Geschichte in Bildern und Filmen findet Ihr im You-Tube-Kanal, meines Partners, den ich nach seinem Willen weiter gestalten werde:
Mein Mausebär und ich...der Anfang
2018 - Benthe - Sealife - Zuhause
2018 - Autofahrt durch Hannover
2018 - Balkonien - Im Bärlauchwald - Geburtstagsfeier - Kalle Pe
2018 - Anti - Zoo - Hannover Besuch
2018 - Ausklang - Endzeitbeginn






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