Herr Tsunami - Betreutes Wohnen - Therapie - Nötigung
Detallierte Berichte und Protokolle:
Was bisher geschah:
2013 fing mein Vater eine Affäre mit einer Angestellten aus seiner ehemaligen Firma an. Ca. 1962 gab' es schon ein mal ein Techtel-Mechtel zwischen ihnen und jetzt war sie Witwe und wollte auf "Biegen und Brechen" meinen Vater haben.
Mein Vater hin und her gerissen zwischen ihren Versprechungen und seiner Ehe mit meiner Mutter, die sehr leidenschaftlich war, bescherte uns 2 Jahre - eine schwere Zeit, wo wir ihm nicht mehr trauen konnten, da er anfing zu lügen, weil er es allen Recht machen wollte. Seine "Affäre" - Name von uns: die "Trulla", manipulierte ihn gnadenlos. Wenn er nicht zu ihr kam, wenn sie es wollte, drohte sie mit Suizid usw.
2015 hatte meine Mutter genug, suchte sich eine Wohnung in einem betreutem Wohnen und es kam zu einer relativen Trennung - die aber immer wieder von meinem Vater boykottiert wurde. Meine Eltern hatten eine Beziehung, die man "Amor fuor" nennt. D.h. wenn meine Mutter sich abwendete, versuchte mein Vater alles sie wieder zu gewinnen. Wenn ihm das gelungen war, verliess er sie in diesen Jahren wieder und ging zur Trulla.
Im August 2015 war der Umzug. Mein Vater holte in der letzten Woche die Trulla und ihre Freundin CeGe in unser Haus. Sie sollten helfen. Es kam zu einem totalen Eklat. Sie schmissen mich in der Gegenwart meines Vaters aus meinem Elternhaus. Nachzulesen hier: Grenzverletzungen - Eskalationen - Verluste
Den Vormittag der Hausübergabe, wo ich eigentlich anstatt meiner Mutter, die einen Termin und keine Lust mehr auf die zwei Weiber hatte, mit meiner Vollmacht von ihr, anwesend hätte sein müssen, verbrachte ich bei Homer.
Ich brauchte diese Pause und ich wollte diese Weiber auch nie wieder sehen, noch hören, nach der Szene am Vortag. Zudem war ich schwer verletzt über das Verhalten meines Vaters.
Meine Mutter wusste das und sie konnte es verstehen. Sie meinte, "soll dein Vater das mal machen, wir werden mit dem Tsunami (dem Vermieter, den Namen hatten wir ihm gegeben) schon klar kommen, falls der was zu meckern hat".
Als ich abends nachhause kam, blinkte mein Anrufbeantworter.
2 Anrufe von Herrn Tsunami.
Erster Anruf: "Entschuldigen Sie die Störung", tönte es - nicht devot, wie die Aussage, sondern eher provokant. Herr Tsunami kannte mich ja schon aufgrund unseres Schriftwechsels wegen der Kündigungsfrist des Mietvertrages für das Reihenhaus.
"Ihre Mutter hat mir Ihre Telefon-Nr. gegeben, weil Sie keine Zeit hatte. Da ist heute einiges schief gelaufen, bitte rufen Sie mich an"
Zweiter Anruf: "Ich bitte Sie mich dringend anzurufen. Ihre Mutter erreiche ich nicht". (ungeduldig)
Ich seufzte und wählte seine Nummer.
"Tsunami" meldete er sich im genervten Tonfall.
"Ja, gut dass Sie anrufen", sagte er, nachdem ich meinen Namen genannt hatte.
"Was war denn heute Morgen los? Ich hatte Ihre Mutter erwartet oder Sie. Stattdessen treffe ich Ihren Vater mit seinen ZWEI FLITTCHEN an."
Hatte der echt so gesagt.
Innerlich grinste ich.
Aber so eine Aussage war natürlich auch eine Ehrverletzung meinem Vater gegenüber. Andrerseits.......
"Ihr Vater war gar nicht der Mieter. Der Vertrag wurde mit Ihrer Mutter gemacht. Sie sagte, sie Sie wären bevollmächtigt", sprach er weiter.
"Ich bin überhaupt nicht einverstanden damit wie das abgelaufen ist. Ich bin schwer erkältet und dann so was. Das Übergabeprotokoll ist so nicht rechtskräftig".
Ich fragte: "Aber Sie haben es unterschrieben?"
Er: "Ja, aber ....Ihr Vater mit diesen zwei FLITTCHEN, hat mich völlig durcheinander gebracht..." Und dann zählte er auf, was alles seiner Meinung nach nicht ordnungsgemäß übergeben wurde.
Ich: "Wieso durcheinander gebracht?"
Er: "Das ist doch empörend, was sich Ihr Vater leistet. Ihre Eltern hätten gut in dem Haus zusammen leben können. Wir hätten es auch altengerecht umgebaut. Stattdessen zieht er mit diesen "FLITTCHEN" herum. Ich habe vor einiger Zeit versucht mit ihm zu reden. Das wissen Sie gar nicht, oder?"
Ich: "Nein, aber ich finde die Situation auch nicht erfreulich. Was kann ich denn jetzt für Sie tun?"
Er: "Ja, es fehlen noch zwei Schlüssel. Im Protokoll steht 6 Schlüssel und ich habe nur 4 erhalten. Dann ist in der Garagenwand ein Loch. Da stand bei der Übergabe ein Schrank vor und der wurde später entfernt. Das geht gar nicht. Das muss ich reparieren lassen."
Die zwei Schlüssel hatte ich ja noch und einen Briefkastenschlüssel.
Ich fragte ihn, ob wir einen neuen Übergabetermin machen sollten.
"Nein", er wäre so erkältet und hätte die Grippe. Ich sollte die Schlüssel die Tage ins Haus bringen und einfach auf den Tisch legen. Das Loch in der Garage sollte ich mir angucken, die wäre nicht abgeschlossen. Wir könnten die Reparaturkosten mit der Mietsicherheit verrechnen. Überhaupt hätte meine Mutter für September nochmal die Miete überwiesen...
"Ohje", dachte ich. Meine Mutter hatte einen Dauerauftrag, vermutete ich. Da hatte natürlich niemand dran gedacht.
Ich sagte: "Ok, das können wir erst einmal so machen. Wobei ich Sie bitte, meiner Mutter die überzahlte Miete zurück zu überweisen".
Er: "Das sehen wir dann. Aber es ist noch was passiert. Die FLITTCHEN haben den Zaun des Nachbarn, beim Wenden gerammt". Der Zaun wäre "total demoliert". Das war der SUV von dem einem FLITTCHEN", das hätte ein anderer Nachbar beobachtet und fotografiert.
Er hatte die Weiber jetzt 6 x "Flittchen" genannt. Nun ja.....ich sagte, dazu nichts.
Ich: "Ok, da müsste sich der Nachbar dann an meinen Vater wenden, da haben wir ja nichts mit zu tun".
Er: "Ja, dann geben Sie mir die neue Adresse Ihres Vaters".
Die hatte ich gar nicht. Die hatte mein Vater mir nie gegeben. Obwohl er angeblich seit einem halben Jahr am Umziehen - ans Meer - war.
Ich: "Die habe ich leider noch nicht".
Er: (in sehr ungehaltenen Ton - schimpfend): "Jetzt nehmen Sie Ihren Vater noch in Schutz. Das darf doch nicht wahr sein. Das glaube ich Ihnen nicht. Ihre Mutter hatte seine neue angeblich Adresse auch nicht. Nach allem was Ihr Vater Ihrer Mutter und Ihnen angetan hat"...
Er hörte gar nicht auf mich zu beschimpfen. (So empfand ich das - zudem völlig unangemessen).
Ich unterbrach ihn, indem ich meine Stimme erhob.
"Das geht Sie alles überhaupt nichts an", sagte ich.
Er: "Jetzt werden Sie auch noch frech. Aber der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Ihr Vater braucht eine Vollmacht, wenn er die nicht vorlegen kann, ist das Protokoll ungültig" (jetzt brüllte er und seine Stimme war voller Hass).
"Herr Tsunami, ich kümmere mich um alles, aber ich habe jetzt keine Lust mehr mit Ihnen in dieser Art und Weise zu reden"
"Eine Frechheit ist das"...brüllte er
Ich legte einfach auf.
Dann googelte ich diesen "charmanten Herrn" und recherchierte ein bisschen.
Er war etwas jünger als meine Eltern. Wohnte ein paar Strassen von Homers Wohnung entfernt und engagierte sich für Togo. Sammelte Spenden usw. Das schien sein Lebensinhalt zu sein. Heute auch noch. Togo ist ca. 2.000 km von Senegal entfernt. Herr Tsunami verbrachte die Hälfte des Jahres mutmaßlich in Togo.....
Ob es da Zusammenhänge gibt zu dem Sengalesen, der ja auch ständig nach Afrika etwas spendete?
Der Konflikt mit Herrn Tsunami war 2015, der Senegalese zog 2020 unter mir ein.
2015 war ich noch nicht rassistisch drauf, das bin ich erst seitdem der Senegalese mich bedroht hatte und nun als ein mutmaßlicher Täter angesehen wird.
Aber aus heutiger Sicht, würde ich sagen, dass Herr Tsunami ja einen ähnlichen Ton drauf hatte, wie mein Nachbar - wenn er unten am Telefon brüllte.....
In Afrika ist das mutmaßlich so üblich würde ich heute sagen. Der war mutmaßlich zuviel in der Sonne von Togo....oder war sonstwie mutmaßlich gestört.
Ich wollte gleich rüber gehen und das hinter mich bringen. Wenn er Grippe hatte, würde er wohl nicht auftauchen.
Ich rief Homer an und sagte ihm Bescheid, dass ich nochmal weg wollte. Das war eine Angewohnheit, die wir immer hatten. Jeder meldete sich beim anderen ab, wenn er das Haus verliess und wenn er wieder da war.
Homer war damit nicht einverstanden.
"Ich komme gleich zu dir, das machen wir zusammen", entschied er. "Mach' du einen Kartoffelsalat - ick bring den Rest Buletten mit und dann machen wir uns einen schönen Abend".
Ja, so war das mit uns. Obwohl in der Zeit für Homer alles durcheinander lief - denn normalerweise hatten wir unsere festen Tage, wann wir uns sahen und es musste ganz schön stressig für ihn gewesen sein damals....
Im Haus meiner Eltern fanden wir auf dem Küchentisch (der zur dort vorhandenen Einbauküche gehörte) das Übergabeprotokoll vor. Unterschrieben von Herrn Tsunami und einer Frau B. Das war seine Tochter, das hatte ich schon recherchiert. Es gab auch einen Stempel mit einer E-Mail-Adresse dieser Tochter.
Dazu eine Aktennotiz - von meinem Vater adressiert an: GS2 und KK14 unterschrieben mit WS1, in der er uns das Protokoll "zur Kenntnissnahme und Verwendung" überlies.
Ich wusste erst überhaupt nicht was das sollte.
Dann erinnerte ich mich.
Das waren die Kürzel, die wir damals in unserer Firma hatten. Ich hatte damals noch den Nachnamen meines Ex-Ehemannes. Ich war jetzt also nicht mehr "Tochter Kaje" sondern KK14 und er nicht mehr mein "Papa", sondern WS1 und meine Mutter GS2.
Wenn es nicht so traurig gewesen wäre, hätte man lachen können.
Homer meinte, "dein Vater hat doch ein totales Rad ab." Ja, das stimmte in dem Fall wohl.
Ich legte meine Schlüssel auf den Tisch, wie mit dem Tsunami vereinbart. Homer meinte, es wäre besser, wenn das quittiert würde. Aber es war ja in dem Übergabeprotokoll vermerkt, welches ordnungsgemäß unterschrieben war.
"Das Loch" in der Garage entpuppte sich als kleiner Riss. Den hätte der Tsunami ja selbst verursacht haben können, um die Mietsicherheit meiner Eltern einbehalten zu können, mutmaßten wir.
Auch der Zaun des Nachbarn war nicht "total demoliert", sondern hatte nur eine kleine Delle.
Wieder zuhause, berichteten wir das alles meiner Mutter. Die dazu meinte, ob jetzt alle durchdrehen würden. Der Tsunami hätte sie morgens schon madig gemacht. Sie hatte eine Untervollmacht für meinen Vater erstellt und das Übergabeprotokoll wäre somit gültig. Außerdem hatte mein Vater wohl bei einem Telefonat mit ihr, seine Adresse endlich rausgerückt.
Sie erzählte uns weiterhin, dass sie ihr Telefon und den Notruf nun "mit Funk" bekommen würde und kein Loch in den "guten Schrank" gebohrt werden müsste.
Auch würde morgen ein Schlosser kommen und neue Schlösser in ihre Wohnungstür einbauen. Sie hatte ein schlechtes Gefühl und hatte die Nacht nicht gut geschlafen, da mein Vater und die Weiber ja Schlüssel zu ihrer Wohnung hatten.
Zudem wäre ihr Schreibtisch heute durchwühlt gewesen, als sie vom Mittagessen wieder gekommen wäre. Sie hätte zwar auch was gesucht, aber meine Mutter war sehr ordentlich und sie meinte das sähe nach meinem Vater aus.
Ob wir nicht am nächsten Tag nachmittags kommen könnten, dann wäre sie mit dem Schlosser nicht allein. Außerdem sollte ich einen Schlüssel bekommen und wir hätten ja auch viel zu tun. Sie war voller Tatendrang. Was ja ein gutes Zeichen war.
Als meine Mutter am nächsten Tag die Aktennotiz meines Vaters sah, lachte sie erst und später weinte sie.
So war in dem nächsten halben Jahr der Umgang, meines Vaters mit uns. Nur Aktennotizen - unterschrieben mit WS1. Egal, um was es ging.
Es gab nun viel Papierkram, wo meine Mutter keine Lust zu hatte, der aber erledigt werden musste.
Meine Mutter fühlte sich die ersten Monaten in ihrer neuen Wohnung nicht wohl. Sie war ständig am Suchen von Sachen und wir brauchten bis Januar 2016 bis alles einigermaßen so war, dass meine Mutter zufriedener wurde.
Sie kam auch sehr schlecht mit dem "neuen Tagesrhythmus" zurecht. Sie hatte sich für die Mittagessen drüben im Heim eingetragen und das fand immer um 12.00 Uhr in einem Extraraum für die Leute aus dem beteutem Wohnen statt.
Sie hatte die letzten Monate, so ähnlich wie ich JETZT seit Homers Tod, gelebt. Hatte die Nacht zum Tag gemacht. Endlos Serien geguckt, gelesen, gerätselt, dann ist sie gegen morgen ins Bett gegangen und Mittags erst aufgestanden. Dann kam ich und wir haben Kisten gepackt und aussortiert.
Sie gewöhnte sich nur schwer an die neue Situation. Das Mittagessen wollte sie aber nicht versäumen, auch wenn sie um 12.00 Uhr noch gar keinen Hunger hatte, weil sie dort ihre sozialen Kontakte hatte zu anderen Mitbewohnern.
Weihnachten 2015 hatte sie eine Krise. Denn mein Vater hatte sich Heiligabend bei ihr angesagt. Sie machte sich wieder Hoffnungen. Wollte auch mit ihm allein sein.
Homer und ich - sowie mein Bruder und mein Neffe - sollten erst an den Feiertagen zu ihr kommen.
Ich war Heiligabend unruhig. Aber Homer meinte, lass sie mal los, sie wollte es so. Und die Weihnachtstage, hatte sie ja noch genug Trubel.
Gegen 22.00 Uhr rief ich aber doch bei ihr an....und es ging niemand ans Telefon.
Wie ich schon schrieb, ich war/bin mit meiner Mutter völlig symbiotisch verbunden - genau wie mit Homer auch - über den Tod hinaus. Ich spürte, das etwas nicht stimmte.
Als wir fast aufbrechen wollten, um nach ihr zu schauen - was ein schwieriges Unternehmen war Heiligabend, da hier kaum was fährt und wir ein Taxi hätten rufen müssen - ein Auto hatten wir 2015 noch nicht - rief sie an.
Mein Vater war nicht gekommen. Sie war das erste Mal in ihrem Leben Heiligabend allein gewesen und sie hätte so geweint. Aber dann wäre sie gegen 21.00 Uhr zur Kirche gegangen. Es gab in dem Ort, wo das Betreute Wohnen war, einen Gottesdienst im Freien...und das wäre so schön gewesen. Sie war "mit Nachbarn" dort gewesen.
"Du hättest uns doch anrufen können", sagte ich. "Wir hätten dich sofort geholt".
Nein, das wollte sie nicht, wir hätten schon so viel getan und sie wollte uns auch mal unsere Ruhe gönnen
Anfang des Jahres 2016 verbesserte sich der Zustand und die Stimmung meiner Mutter merklich.
Wir hatten auch einen guten Rhythmus gefunden, wer welche Aufgaben übernahm. Ich war für alles Schriftliche zuständig, während meine Mutter, wie schon immer, für die Ordnung und Sauberkeit in der Wohnung verantwortlich war. Das liess sie sich auch nicht abnehmen. Sie war immer ein "Cleanie" gewesen.
Eines Tages im Februar 2016, sagte sie unseren Termin ab. Sie wäre erkältet und wollte mich nicht anstecken.
Sie klang aber gar nicht verschnupft oder so.
Ich musste an dem Tag sowieso in den Ort, wo sie wohnte. Ich fuhr mit dem Fahrrad an ihrer Wohnung vorbei. An dem Tag hatten wir einen wunderschönen Sonnenuntergang. Ich dachte, dass ich auf dem Rückweg, sie kurz anrufen würde, vielleicht brauchte sie ja doch was...Obst.
So fuhr ich weiter - als ich vor mir ein Paar sah, sich innigst küssend. Beides Grauschöpfe. Ich lächelte und dachte, wie schön in dem Alter.....und das Bild mit dem Himmel im Hintergrund...
Und als ich näher kam sah ich, dass die Frau MEINE MUTTI war :-)
Wie ein Teenager stand sie dort mit einem nett aussehenden älteren Herren - fast wie auf dem Bild.
Ich blieb stehen. Sie bemerkten mich erst nicht. Ich räusperte mich.
Meine Mutter sah mich und strahlte.
"Na, dir scheint es ja gut zu gehen", sagte ich.
"Ja", das kam aus tiefsten Herzen.
Ich wurde vorgestellt. Es war der Herr, der auch schon bei unserem Testessen bei der Wohnungsbesichtigung vor einem Jahr, sehr großes Interesse an meiner Mutter gezeigt hatte.
"Jetzt kenne ich endlich auch ein Kind von dir", sagte er. "Gisela, kennt meine Jungs schon alle".
"So...so"...
Meine Mutter sagte: " Ich wollte euch diese Woche einladen, aber es sollte erst sicher sein..."
"Das ist bombensicher", sagte ihr Begleiter, den ich im weiteren Verlauf einfach G. nennen werde. Ihm haben wir keinen "bösen" Namen gegeben, denn er war ein guter, anständiger, sehr empathischer und fürsorglicher Mensch.
Wir verstanden uns gleich gut.
Ein paar Tage später lernte Homer ihn auch kennen. Es war ein schöner Nachmittag. G. war früher Kriminalkommissar gewesen.
Homer erlebte wieder einmal, dass er überhaupt nicht von jedem gleich abgelehnt wurde, wie er immer meinte, sondern im Gegenteil, G. und er hatten viele Themen über Philosophie, das Leben, Physik, Autos... worüber sie angeregt redeten.
G. wusste wahrscheinlich gar nicht, was er für unsere Familie, in der Situation, aus der wie kamen bedeutete. Aber er genoss es offensichtlich.
Auch mein Bruder und meine Schwägerin, schätzten ihn sehr.
Meine Mutter hatte so viel Glück und sie blühte förmlich wieder auf.
G. war uns ein Freund und half mir in vielen Situationen - insbesondere auch mit dem Tsunamie (dem Vermieter), der keine Ruhe gab.......
Ich hatte, nachdem ich gesehen hatte, dass das Übergabeprotokoll auch von seiner Tochter unterschrieben war (mit Stempel und E-Mail-Addi) , einfach eine Mail an sie geschickt, in der ich sie bat, meiner Mutter die überzahlte Miete und die Mietsicherheit zurück zu überweisen. Außerdem schickte ich noch die Untervollmacht, die meine Mutter meinem Vater erstellt hatte für die Übergabe des Hauses, so wie seine neue Adresse.
Ja, und ein paar Tage später war das Geld bei meiner Mutter auf dem Konto.
Alles erledigt, dachte ich.
ABER kurz darauf, bekam ich Wut-Mails von dem Herrn Tsunami. Ich hätte seine Tochter, genauso wie mein Vater es getan hätte, "eingewickelt". Er forderte ca. 1.000 Euro für die Reparatur.
Das hatte er meinen Vater auch sehr giftig mitgeteilt.
Obwohl er meinen Vater und auch mich als "unflätig" beschimpfte, benahm er sich selbst uns gegenüber so.
Mein Vater schickte wieder Aktennotizen an KK14 und GS2 zur Kenntnisnahme, wo er eine Kopie des wirklich unhöfliche Schreiben des Tsunamis mitschickte und seine eigene- ich muss sagen brilliante - Erwiderung darauf.
Hier ein Auszug, weil auch Homer fand das gut...wie gesagt, vor der Trulla hatten Homer und mein Vater sich sehr gut verstanden. Diesen Brief hätte auch Homer schreiben können - ich allerdings auch..
Mein Vater schrieb:
.....was Recht ist, muss auf Recht bleiben....
...deshalb lehnen wir Ihre ungerechtfertigten, gesetzeswidrigen, nachträglichen Forderungen ab. Sie haben als Vermieter kein Recht, wenn Ihnen nach Schlüsselübergabe angebliche Mängel auffallen, die nicht im Übergabeprotokoll vom ....stehen, Schadenersatz geltend zu machen.
Mein Vater brachte dann jede Menge Paragraphen, die ihm Recht gaben.
...Mit unseren Hinweisen auf die gesetzlichen Bestimmungen und Paragraphen nehmen wir unsere Rechte in Anspruch, die uns als Mieter zustehen, um nicht durch Ihre Versuche das Recht zu brechen und entgegen den Geboten von Treu und Glauben, unangemessen benachteiligt zu werden...
...Nicht als Rechtsanwalt, der wir nicht sind auch nicht werden wollen und schon gar nicht, um Ihnen zu imponieren zu wollen, sondern als Mieter, die nicht von Ihnen über den Tisch gezogen werden wollen....
....Deshalb lehnen wir Ihre Forderung nach Übernahme der Garagenwand-Reparatur nicht nur ab, weil wir diesen Schaden nicht verursacht haben, sondern auch weil § 538 BGB ausdrücklich klar stellt, dass selbst Schaden, der durch vertragsgemäßen Gebrauch entsteht, der Mieter nicht zu vertreten hat.....
usw.
Ja, mein Vater, wäre wie auch mein Homer, ein guter Rechtsanwalt geworden.
Der Herr Tsunami leistete sich darauf hin noch was, wo Gott sei Dank, der neue Lebensgefährte G. verhinderte, dass uns ein Schaden entstand.
Herr Tsunami besuchte meine Mutter - unangekündigt. Und belaberte sie, dass ihm dieses Geld - ca. 1.000,-- Euro - zustehen würde und dass sie doch kurz zur Bank fahren und meine Mutter das abheben könnte. Dann wäre der Fall erledigt.
Er soll wohl meine Mutter sehr massiv bedrängt haben, sagte sie später.
Aber er hatte nicht mit G. gerechnet, der meine Mutter an dem Tag abholen wollte und der die Szene - Herr Tsunami bedrängt meine Mutter - gewaltig störte.
Er beförderte den Tsunami energisch aus der Wohnung meiner Mutter. G. war auch Sternzeichen Löwe. Und dann rief er mich an und informierte mich über den Vorfall.
Meine Mutter ist zwar auch energisch, aber sie ist eine kleine zierliche Frau und der Tsunami war ein relativ beleibter Mann mit - wie wir schon erlebt haben - wenig guten Manieren (ich will nicht sagen, "afrikanischen Manieren"), der projezierte, spaltete, und ein "Nein" konnte er nicht akzeptieren.
Ich schrieb das auch meinem Vater, der mir wieder mit einer Aktennotiz an "KK14" zur Kenntnis antwortete, wo er eine Kopie eines nicht so höflichen Briefes an den Tsunami" beifügte.
Meinem Vater konnte ich auch nur per Post etwas schicken.
Wenn ich wichtige Sachen, wo er sich zu äussern sollte per Mail schickte, bekam ich sofort eine "Giftantwort" von der Trulla, dass "mein Vater nicht mehr mein Vater wäre und nun zu ihrer Familie gehören würde oder überhaupt nur ihr"....
Das war eine Zeit.....
Es war kein Wunder, dass das auch etwas mit mir machte.
Hatte ich früher Angst vor anderen Menschen und Nähe und meine Panikattacken beschränkten sich auf anstehende Termine o.a.
So, bekam ich jetzt Verlustangst.. Es war klar, ich war traumatisiert. Ich bekam jetzt manchmal einfach so Panikattacken ohne äusseres Ereignis. und hatte Angst alles zu verlieren - auch Homer.
Homer sagte dazu: "Jetzt weisst du, wie es mir geht. Ich habe das schon mein ganzes Leben".
"Und was ist deine Strategie dagegen? Dass du trotzdem meistens entspannt bist".
Homer sagte: "DU".
Ich?
"Du bist mein Fels in der Brandung. Wenn ich Panik bekomme, muss ich nur dein Bild ansehen, deine Stimme hören, dich fühlen und es ist alles wieder gut".
Ich, "Blatt im Wind"?.......so hatte ich mich nie gesehen. Ich sollte ein Fels sein....?
"Ich liebe dich darum", sagte Homer. "Überleg mal, egal, was ich oft für einen Scheiss mache, du bist da und du bleibst bei mir. Das wusste ich sofort. Natürlich nicht fremd gehen, aber schau du bist bei mir.....egal, ob ich dick bin, schlecht gelaunt oder sonstwas, mein Mausebär ist an meiner Seite und umgekehrt ist das auch so."
"Wenn du Panik bekommst, ruf mich an und ich bin bei dir - du bist nie wieder allein - bis in alle Ewigkeit ", das sagte Homer und das meinte er auch so.
"Und schau dich an, dein Vater macht den größten Scheiss, aber du hast ihn nicht fallen gelassen - auch jetzt nicht. Ich wette ihr werdet euch wieder versöhnen, wenn Walter mal wieder aufwacht und du wirst ihm verzeihen"....
Damit sollte Homer recht haben.
"Das bist Du, absolut treu und zuverlässig, wenn du jemanden liebst".
Ich war gerührt. Homer hatte ja recht und er war immer da. Ich brauchte keine Verlustangst zu haben.
Trotzdem nahm ich ein Angebot für Strategien nach traumatischen Ereignissen, das im Frauenzentrum, hier im Ort angekündigt wurde, an. Es war eine Art Therapie, wo Methoden erarbeitet wurden, was man tun kann z.B. bei einer Panikattacke.
Die Therapeutin war sehr gut.
Homer war erst skeptisch und fragte zu Recht, warum es sowas nur für Frauen gab.
Aber ich kam nach der Therapie immer zu ihm und brachte ihm alles bei was ich gelernt und an Erkenntnissen gewonnen hatte.
Am meisten halfen mir so Phantasiereisen oder fast schon Hypnosen. Die Therapeutin hatte mir mit ihrer Stimme etwas aufgenommen, das ich hörte, wenn es bei mir losging mit der Panik....ohne Grund eigentlich für den Moment, wenn sie kam. Das half.
Und auf jeden Fall hat mich diese Traumabewältigungstherapie 2015/2016 stabiler gemacht.
Später entdeckte ich dazu noch Uwe Borchers: - "Hypnose gegen Ängste für unbeschwertes Sein".
Diese Hypnose hat mich immer aus Panikzuständen rausgebracht - bis 2017. Darüber schreibe ich noch.
Ich hörte diese Hypnose leider in der Stunde als mein Vater auf dem OP-Tisch starb......und die Trulla mich mitten in dieser wunderbaren Hypnose anrief und nur sagte: "Dein Vater ist tot....tot" und auflegte.
Seitdem hat diese Hypnose, immer diese Verknüpfung mit dem Tod meines Vaters.
Aber 2015 und 2016 wirkte sie.......
Homer fand sie nicht so gut.
Allerdings diese Hypnose von Uwe Borchers hörten wir oft gemeinsam aneinander gekuschelt....
Die kann ich JETZT ohne Homer leider auch nicht mehr gut hören. Meistens werde ich dann todtraurig.
Ich höre seit Homers Tod nur diese Hypnose oder Mantra von Uwe in Dauerschleife, wenn ich schlafe oder auch wenn es schlimm wird JETZT mit der Angst:
Mein Blutdruck ist jedenfalls völlig in Ordnung, obwohl ich vieles mache, um NICHT GESUND zu leben, da ich ja, "wenn die Gelegenheit kommt" sterben will. Dafür habe ich jetzt eine Patientenverfügung gemacht.....aber davon an anderer Stelle.
Vielleicht bin ich von dieser Hypnose oder Mantra, weil Uwe das ja nicht auflöst am Ende, in Dauertrance.....aber damit überlebe ich u.a. und kriege meine Sachen geregelt.
Diese Therapeutin von damals gab mir auch nach Homers Tod ein paar Termine. Allerdings war das nicht mehr so, wie 2015. Der Raum und alles triggerte mich. Das Frauenzentrum ist in dem Ortsteil wo Homer lebte. 5 Minuten von seiner Wohnung entfernt.
Ich war so unendlich traurig, wenn ich das Gebäude verliess. Ich ging dann nicht mehr hin. Konnte die Therapeutin nichts für, aber all' das ist mit Homer verbunden, mit meiner Zeit mit ihm.
Es fühlte sich unendlich leer an, danach nicht zu ihm zu gehen können und mit ihm die Therapiestunde noch einmal zu wiederholen. Das habe ich nicht ausgehalten....
Ja, ein Erlebnis im Jahr 2016 ist, in diesem Beitrag noch zu erwähnen oder es waren eigentlich zwei.
Homer musste ein Zahn gezogen werden.
Wir gingen dafür immer zu einer Kieferchirugin (also, meine Eltern und ich). Für Homer war es das erste Mal.
Sie hatte ihre Praxis im Stadtparkhotel Hannover:
Völliger Luxus. Aber sie nahm auch Kassenpatienten. Man merkte nie etwas. Vorher bekam man einem Tee mit Traubenzucker und eine Scheiss-Egal-Spritze.
Und hinterher wurde die Wunde gelasert und man kam in einen Ruheraum mit Betten und dürfte sich erholen.
Alles auf Kasse - früher.
2015 - ich war schon mehrere Jahre nicht mehr dort gewesen - bekam Homer auch gleich einen Termin. Aber ohne Vorgespräch. Bei uns gab es vorher immer noch einen Termin für ein Vorgespräch.
Gut, ich habe ihn natürlich begleitet. Hin sind wir mit der Bahn gefahren und zurück hatten wir vor uns ein Taxi bestellen zu lassen.
Homer hatte immense Angst vorm Zahnarzt - eigentlich sowieso vor jedem Arzt. Aber vorm Zahnarzt ganz besonders.
Also, kam er ziemlich gestresst in der Praxis an.
Was auffiel, er bekam keine Scheiss-Egal-Spritze mehr, sondern nachdem ich das ansprach, weil Homer war vor Angst gelähmt, bekam er eine Valium.
Er ging rein ins Sprechzimmer. Ich war ziemlich entspannt, weil ich wusste, die Ärztin war gut und er würde nicht leiden müssen.
Aber falsch gedacht, nach 20 Minuten kam er kreidebleich mit der Ärztin aus dem Sprechzimmer und die Ärztin sagte, sie könnte den Zahn so nicht ziehen. Er hatte wohlgemerkt die Betäubungsspritzen schon intus.
Er müsste eine sogenannte Analgosedierung - da würde der Patient in eine Art Dämmerschlaf versetzt - bekommen. Der Arzt, der das machen würde in ihrer Praxis, wäre aber an dem Tag nicht da und das würde NICHT die Krankenkasse übernehmen. 200 Euro sollte das kosten. Homer könnte einen neuen Termin machen und unterschreiben, dass er das zahlen würde.
Ich wies sie auf unsere Situation hin - Grundsicherung usw.
Ja, er müsste das ja nicht gleich zahlen. In Raten ginge auch.
Mann, dachte ich. Ich sah' Homer an. Dem ging es mega schlecht.
Also, sagte ich, ich würde das unterschreiben. Das machte ich auch. Und wir bekamen dann am nächsten Tag den Termin.
Er sagte draussen, dass wir die 200 Euro doch nicht hätten. Ich sagte, um ihn nicht noch mehr zu beunruhigen, dass ich das schon irgendwie machen würde.
Er sagte, das wollte er nicht....Ich: "Doch". Wir nahmen dann obwohl nichts passiert war , trotzdem ein Taxi und ich blieb bei ihm. Zuhause war er auch so fertig, dass er nur schlief.
Am nächsten Tag fuhren wir wieder hin. Klar, die Analgosedierung war gut. Und mein Homer merkte nichts vom Zahn ziehen. Eigentlich fand ich, war das wie die Scheiss-egal-Spritze. Homer war danach ganz euphorisch.
Aber ich fand das alles nicht richtig. Das konnte man als Zahnärztin oder Kieferchirurgin nicht machen. Mitten im Zahnziehvorgang aufhören und sagen, ich kann nur weitermachen, wenn Sie 200,-- Euro zahlen. Das war Nötigung.
Ich zahlte das auch nicht und stritt so lange mit der Buchhaltung der Ärztin, bis die Ärztin mir persönlich schrieb, wir müssten das nicht bezahlen........
Ja, aber......der Hit kommt noch, meiner Mutter musste ein paar Wochen später, ebenfalls ein Zahn gezogen werden. Sie wollte NUR zu "unserer Kieferchirurgin". Ich war skeptisch. Aber mein Streit lief ja unter Homers Namen. Folglich fuhr ich mit ihr hin.
Und was passierte? Genau das gleiche Spiel. Ärztin kam raus. Sie hatte mich offensichtlich nicht erkannt, da ich mittlerweile meine Haarfarbe gewechselt hatte und erklärte mir, dass meine Mutter eine Analgosedierung bekommen müsste, sonst könnte sie den Zahn nicht ziehen.
Ich zog Nebenluft ein und verkniff mir eine Bemerkung.
Der Arzt wäre im Haus.
Nun hatte meine Mutter eine private Zusatzversicherung, die das übernehmen würde. Folglich unterschrieb sie das und es wurde alles ordnungsgemäß gemacht.
Naja, Homer und ich suchten uns dann einen anderen Kieferchirurgen, den Homer erst ausprobierte ein paar Jahre später, und wo man auch nichts merkte. Der erzähle einen etwas von seinem Urlaub und man hörte zu und dann war der Zahn draussen, wo man dachte, der fängt jetzt an......und hätte vorher nur geguckt. Der machte das mit Hypnose. Aber richtig gut.
So nahm das Jahr 2016 seinen Lauf.......das dramatische Ende dieses Jahres..beschreibe ich in meinem nächsten Beitrag....
"Die halbe Wahrheit ist eine ganze Lüge!"
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Mein Mausebär und ich...der Anfang
2018 - Benthe - Sealife - Zuhause
2018 - Autofahrt durch Hannover
2018 - Balkonien - Im Bärlauchwald - Geburtstagsfeier - Kalle Pe
2018 - Anti - Zoo - Hannover Besuch
2018 - Ausklang - Endzeitbeginn




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